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Karlsruhe Flüchtlinge sollen zu Lokführern ausgebildet werden und die AVG macht mit: Lässt sich so der Personalmangel lösen?

Dass bei der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft Fahrer für die Bahnen fehlen, das ist ein offenes Geheimnis. In einer großangelegten Offensive hat die AVG um neue Azubis geworben und diesen Unterbestand auch fast aufgefangen. Doch nun kommt das Verkehrsministerium des Landes mit einer neuen Idee: Sie wollen Flüchtlinge zu Lokführern ausbilden.

Knapp 1.000 Lokführer fehlen im Land Baden-Württemberg, etwa 30 sind es bei der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) zu wenig. Daher kommt es immer wieder zu Zugausfällen, da es schlichtweg an Personal mangelt und im Krankheitsfall kein Kollege einspringen kann. Das könnte sich nach den Plänen des baden-württembergischen Verkehrsministerium jedoch bald ändern. Dabei steht das "bald" für das Jahr 2020. 

Verkehrsminister Winfried Hermann
Verkehrsminister Winfried Hermann. | Bild: Maik Goering

Minister Winfried Hermann will, in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit, Flüchtlinge zu Lokführern ausbilden. 15 Monate dauert die Ausbildung, drei Regionen nehmen an dem Konzept teil - Karlsruhe/Mannheim ist eine davon. 15 Flüchtlinge sollen pro teilnehmender Region ausgebildet werden. "Wir begrüßen das Projekt sehr, denn das ist ein guter Ansatz, um in Zukunft neue Fahrer zu gewinnen", sagt Michael Krauth, Pressesprecher der AVG, gegenüber ka-news. 

AVG Geschäftsführer Alexander Pischon
AVG-Geschäftsführer Alexander Pischon steht voll hinter dem Projekt des Verkehrsministeriums. | Bild: Melissa Betsch

Bevor das Projekt im Sommer beginnt, wird es bereits im Februar ein erstes Treffen in Stuttgart geben. Neben der AVG sind auch der Personaldienstleister MEV, die Verkehrsgesellschaft Go Ahead und die Bundesagentur für Arbeit dabei. "Dann erst wird das konkrete Vorgehen besprochen. Die AVG ihrerseits wird die Koordinierung des Projekts für Karlsruhe übernehmen", so Michael Krauth weiter. 

Der akute Personalmangel wird dadurch nicht gedeckt

Trotz aller Euphorie, der Pressesprecher sieht ein Problem: "Nicht alle 15 Azubis werden für Karlsruhe sein." Heißt also, wie viele schlussendlich in der Fächerstadt bleiben ist ungewiss. Und weil die Ausbildung über ein Jahr dauern wird, löst das nicht das Personalproblem der AVG auf die Schnelle. "Es fehlen uns etwa 30 Bahnfahrer bei der AVG und das Projekt schließt die aktuelle Lücke nicht!" 

Denn der Unterbestand an Personal soll bereits ab Mai 2019 durch unter anderem die eigenen Azubis ausgeglichen sein. "Erst ab 2020 wären die neuen Triebfahrzeugführer einsatzbereit", erklärt Michael Krauth die weitere Problematik. 

Integration in die Gesellschaft und eigenes Gehalt

Für die Flüchtlinge ist es jedoch eine gute Möglichkeit, sich in Deutschland weiter zu integrieren. "Und sie bekommen die Möglichkeit, eigenes Geld zu verdienen, denn das Azubi-Gehalt ist bestimmt nicht schlecht." 2.100 Euro brutto sollen die Flüchtlinge verdienen. "Das ist ein attraktiver Ansatz vom Land, das auch eine große Summe zuschießt", so Michael Krauth gegenüber ka-news weiter. Dem stimmt auch Ingo Zenkner, Geschäftsführer der Arbeitsagentur Karlsruhe - Rastatt zu. 

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(Symbolbild) | Bild: Felix Haberkorn

Mit einer Ausbildung oder einem Job gelinge die Integration in der Gesellschaft auch besser, ist sich der Chef der Arbeitsagentur sicher. "In der Mittagspause mit den Kollegen etwa, da wird die Sprachkompetenz noch weiter gefördert. Und dass die Flüchtlinge ihr eigenes Geld verdienen ist ebenfalls wichtig, damit sie sich anerkannt fühlen", sagt Ingo Zenkner. 

Dennoch bekommen die Flüchtlinge zunächst ein halbes Jahr Sprachunterricht und erst wenn sie so weit fortgeschritten sind, folgen neun Monate Ausbildung - so wie sie jeder Azubi bei der AVG durchlaufen muss. Weitere Voraussetzung neben der Sprache sind auch eine technische Vorbildung. ein ärztlicher Test - immerhin geht es um die Sicherheit im Bahnverkehr - und ein geklärter Aufenthaltsstatus. 

"Integration in den Arbeitsmarkt ist ein Langstreckenlauf"

Bei der Agentur für Arbeit Karlsruhe - Rastatt sind derzeit rund 3.500 Flüchtlinge mit positiver Aufenthaltserlaubnis arbeitssuchend gemeldet. "Wir konnten schon viele Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integrieren und haben viele in die Ausbildung gebracht, aber das ist ein Langstreckenlauf", weiß Ingo Zenkner, Chef der Arbeitsagentur. Vor allem das Thema Sprachkompetenz sei sehr langwierig.

Ingo Zenkner Geschäftsführer Arbeitsagentur
Ingo Zenkner, Geschäftsführer der Arbeitsagentur Karlsruhe - Rastatt. | Bild: Anya Barros

So sei es erforderlich, ein gewisses Grundwissen in der Sprache zu haben und dann komme noch die Fachsprache obendrauf. "Dass die Azubis nochmal einen Deutschkurs bekommen, ist notwendig aber sehr gut!" 

Bewerberprofile müssen zu den Unternehmen passen

Ingo Zenkner findet die Idee, Flüchtlinge zu Lokführern auszubilden, gut. "Der Bedarf an Lokführern ist seit einigen Jahren sehr hoch in der Region und da kann man sich tatsächlich überlegen, ob nicht unter den Zuwanderern  jemand dabei ist, der gerne eine Ausbildung zum Lokführer macht und der auch sprachlich so weit ist", so Zenkner im Gespräch mit ka-news. 

Symbolbilder Bahn in Karlsruhe
Bild: Thomas Riedel

Bei der Arbeitsagentur steht der nächste Schritt schon fest: "Wir sind in dem Projekt erst am Anfang. Wir schauen uns jetzt die Profile der Bahnunternehmen an, was wirklich gebraucht und gefordert wird", so Ingo Zenkner gegenüber ka-news weiter. "Anhand dieser Profile schauen wir in unseren Beständen, ob wir Flüchtlinge haben, die perspektivisch in der Lage sind, bei den beteiligten Unternehmen eine Ausbildung zu absolvieren!" Er weiß, dass aber die Motivation der Flüchtlinge, eine Ausbildung zu machen, da ist. 

Ab dem Sommer soll es dann losgehen und 15 Flüchtlinge in Karlsruhe ihre Ausbildung zum Lokführer antreten - und die Freude ist schon jetzt bei der AVG und bei der Arbeitsagentur groß. 

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  •   schmidmi
    (1872 Beiträge)

    23.01.2019 20:32 Uhr
    Steile Thesen
    !
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  •   Winston_Smith
    (594 Beiträge)

    24.01.2019 01:28 Uhr
    Naja solche Anmerkungen erheben natürlich keinen Anspruch
    ...auf der Weisheit letzten Schluss 😂😂.
    Ich mag nur nicht, wenn mit Schaum vorm Mund (den man förmlich spüren kann), nach vermeintlich unten getreten wird. Da quillt der Hass ja aus allen Poren.
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  •   HerrNilson
    (1093 Beiträge)

    24.01.2019 07:19 Uhr
    Irrtum
    Der Hass quillt bei den Flüchtlingshetzern seit 2015 aus allen Poren. Von mir aus kann jeder leben wie er will. Wenn derjenige, der hier im Forum schon mehrfach zugegeben hat, dass er freiwillig nicht arbeiten geht und auch selbst behauptet, dass er gerne Sozialschmarotzer ist, gegen Flüchtlinge hetzt, dann werde ich demjenigen den Spiegel vorhalten.
    Ich finde es aber interessant, dass wenn gegen Flüchtlinge gehetzt wird von Ihnen keine Kommentare in Bezug auf Hass etc. kommen. Ich könnte jetzt meine Schlüsse ziehen.
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  •   Hartz4Bomber
    (619 Beiträge)

    23.01.2019 16:05 Uhr
    Wer die wahren Schmarotzer sind,
    hatte ich bereits weiter oben aufgezeigt.
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  •   HerrNilson
    (1093 Beiträge)

    23.01.2019 16:46 Uhr
    Nein
    Du hetzt nur. Schau in den Spiegel da siehst adu den wahren Schmarotzer. Ich zahle gerne durch meine Arbeit für Menschen in größter Not, aber nicht für Faulenzer die sich auch noch alles zahlen lassen. Widerlich so was. Und dann von sich selbst weg weisen und mit dem dicken Finger auf die bösen Flüchtlingr zeigen. Erbärmlich.
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  •   Winston_Smith
    (594 Beiträge)

    24.01.2019 01:50 Uhr
    Die "Schmarotzer" , wie Du sie darstellst, haben sicher,
    ...aus verschiedenen Gründen, eine kürzere Lebenserwartung als viele honorige Staatsbedienstete. Da treten solche wissenschaftlich umstrittenen Lächerlichkeiten wie ein paar Dieselabgase in den Hintergrund.
    Wer nicht mehr "gebraucht" wird, wird allgemein sozialverträglich beiseite geschoben. Und tut der Allgemeinheit häufig den Gefallen, nicht allzu alt zu werden.
    Gäbe es H4 nicht, müsste man es erfinden. Ein Meisterwerk.
    Welches der SPD, wie ich sie noch kannte, das Genick gebrochen hat.
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  •   Mondgesicht
    (2090 Beiträge)

    23.01.2019 19:12 Uhr
    Menschen in Not
    Meinen Sie damit die Flüchtlinge, die nun schon mehrere Jahre in Deutschland leben? Sorry, aber die Phase der Not ist definitiv vorbei. Seit Sommer 2015 sind bald vier Jahre vergangen. Wir müssen nun auch konsequent einfordern, dass die meist jungen Männer ihren Teil zu unserem Bruttosozialprodukt beitragen.

    Das hier vorgestellte Modell ist ein interessanter Ansatz und es würde mich freuen, wenn etwas daraus wird. Denn keiner sollte ein Interesse daran haben, die Neubürger auf lange Jahre staatlich zu alimentieren.
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  •   HerrNilson
    (1093 Beiträge)

    23.01.2019 20:04 Uhr
    Na also, wenigstens
    ein Kommentar mit dem man was anfangen kann. Ich denke die meisten jungen Männer würden gerne arbeiten, bisher durften sie ja nicht. Ein Irrsinn ohnes Gleichen. Da WOLLEN diese Menschen ARBEITEN, sich selbst versorgen und blödsinnige Vorschriften behindern sie. Ich freue mich über jeden Arbeitgeber, der Flüchtlinge einstellt.
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  •   Bimbo
    (181 Beiträge)

    23.01.2019 12:37 Uhr
    Etwas vergessen
    die Bunten, Öko Faschisten brauchen MENSCHEN die die Arbeit BILLTIG und am BILLIGSTEN machen!
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  •   HerrNilson
    (1093 Beiträge)

    23.01.2019 15:06 Uhr
    Was für
    ein idiotischer Kommentar Bimbo
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