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Karlsruhe Fleischloses Angebot in Karlsruhe: So vegan is(s)t das KIT

Vor wenigen Wochen eröffnete das erste rein vegane Restaurant in Karlsruhe. Mit trendigem Lokal und kleiner Speisekarte will das Jungunternehmer-Duo die Fächerstadt für die Tierprodukt-freie Lebensweise begeistern. Potenzielle Kundschaft findet sich auch am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) - hier ist seit einem halben Jahr die Vegane Hochschulgruppe aktiv.

"In der Veganen Hochschulgruppe (VHG) engagieren sich etwa 25 Studierende und Dozenten", so Jan-Frederic Markert vom Vorstand im Gespräch mit ka-news. Wie viele vegan lebende Menschen es am KIT summasumarum gibt, darüber habe er keine Information - "das abzuschätzen, ist leider recht schwierig."

"Vor allem möchte ich meinem Kind ein gutes Vorbild sein"

Initiativen und Vereine gibt es an der rund 25.000 Studenten umfassenden Uni viele - die VHG habe sich, so Markert, aus einer Initiative zur Verbesserung des veganen Angebots in der KIT-Mensa gegründet. Das war vor etwa einem halben Jahr. Heute treffen sich die Mitglieder einmal im Monat zu einem Stammtisch. "Außerdem haben wir schon verschiedene Aktionen durchgeführt, zum Beispiel Infoveranstaltungen, Essensstände und einen Vortragsabend. Als nächstes steht eine Filmvorführung an", erklärt der Student.

Noch vor einigen Jahren gestaltete sich der vegane Lebensstil in der Praxis recht schwierig - wenig Angebot in Supermärkten und Gaststätten, fehlende Informationen auf Etiketten und Verständnislosigkeit vonseiten der Mitmenschen prägten den Alltag derer, die sich dazu entschieden haben, auf Tierprodukte zu verzichten.

Heute hat sich diese Lebensweise in der Gesellschaft etabliert. Veganismus scheint zum regelrechten Trend geworden zu sein - gerade bei jungen Menschen, die in dieser Ernährungsform viele unterschiedliche positive Aspekte sehen.

"Ich lebe sowohl aus ethischen Gründen als auch aufgrund der gesundheitlichen Vorteile der vielfältigen Küche vegan", sagt VHG-Mitglied Julia gegenüber ka-news - "und vor allem möchte ich meinem Kind ein gutes Vorbild sein." KIT-Student Rikard isst seit über vier Jahren vegan: "Ich möchte keinem Lebewesen absichtlich Leid zufügen - eine vegane Lebensweise war daher die logische Konsequenz."

Und wie ist es um das vegane Angebot am KIT bestellt? "An der Mensa am Adenauerring auf dem KIT-Campus-Süd wird das vegane Angebot stetig ausgeweitet. Es wird zwar noch nicht täglich ein rein pflanzliches Gericht angeboten, allerdings kann man sich an solchen Tagen einen Salat zusammenstellen, einen Snack in der Cafeteria holen oder eine vegane Currywurst essen", so Markert.

Online lassen sich die jeweiligen Speisepläne einsehen - vegane und vegetarische Tagesgerichte sind hier je mit einem Symbol versehen, an dem sich Studenten orientieren können. An den anderen Karlsruher Mensen, etwa an PH und FH beziehungsweise der Hochschule für Musik, so Markert abschließend, hinke das Angebot noch etwas hinterher.

Über anstehende Veranstaltungen und mehr informiert die VHG online auf ihrer Website.

Mehr zum Thema:

Tofuburger und Biobier: 1. Vegan-Lokal in Karlsruhe will neugierig machen

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Kommentare (39)
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  •   Smartraver
    (7570 Beiträge)

    20.08.2015 20:35 Uhr
    Was mich immer wieder beeindruckt
    Vegetarier und Veganer kommen in "normale" Restaurants und fragen teils lautstark nach dem vegetarisch/veganen Angebot das viele "normale" Retaurants ja zwischenzeitlich ja auch haben.

    Hat das mal jemand umgekehrt probiert in einem vegetarisch/veganen Restaurant? zwinkern
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  •   ralf
    (3604 Beiträge)

    21.08.2015 11:11 Uhr
    Kann man machen
    Ich denke, vegane Restaurants haben durchaus ein für sie normales Angebot.
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  •   crashtestdummy
    (173 Beiträge)

    20.08.2015 19:53 Uhr
    honi soit
    und so weiter,

    aber bei mir wird unter "Das könnte Sie auch interessieren" folgender Artikel verlinkt...
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  •   kampion
    (1268 Beiträge)

    20.08.2015 19:28 Uhr
    Veganes
    essen, das aber meist aussieht (und auch noch so schmecken soll) wie Fleisch! Ganz toll...
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  •   StarkerKaffeeNixEinhorn
    (1093 Beiträge)

    20.08.2015 18:24 Uhr
    Für die militanten Fleischesser


    Guten und so.
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  •   ALFPFIN
    (6368 Beiträge)

    20.08.2015 15:18 Uhr
    Vegan
    [i][/i]Ich möchte keinem Lebewesen absichtlich Leid zufügen - eine vegane Lebensweise war daher die logische Konsequenz.

    Man auch sagen, vom Gemüse und sonstigem "Grünzeug", auch wenn es bewusst angepflanzt wurde und nicht "freilebend" irgendwo wächst und von den Veganern geerntet wird, nehmen die Herrschaften schon das Futter den Tieren weg. Da müssten sie eigentlich schon auf die Schnecken, die leidenschaftlich gerne Salat fressen Rücksicht nehmen. Von den sonstigen Krabblern ganz abgesehen. Kaninchen und so weiter wollen auch ihr Futter, vegan versteht sich. grinsen
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  •   andip
    (9291 Beiträge)

    20.08.2015 15:52 Uhr
    Auch Pflanzen sind Lebewesen
    Wer weiss wie die leiden,wenn man sie aus dem Boden rupft,kleinschnippelt und in kochendes Wasser wirft.
    Tot sind sie dann auf jeden Fall.
    Nur weil Pflanzen nicht bluten und einen nicht mit grossen Augen anschauen können...
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  •   Elim_Garak
    (310 Beiträge)

    21.08.2015 08:25 Uhr
    Ist schon nachgewiesen
    dass auch Pflanzen "um Hilfe schreien" bzw. ihre Nachbarn warnen, wenn sie angegriffen aka geerntet werden. Veganer sind ziemlich gut im sich selbst belügen. Diese wissenschaftlichen Untersuchungen werden aber wahrscheinlich nicht auf den Infoveranstaltungen gezeigt.
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  •   ALFPFIN
    (6368 Beiträge)

    20.08.2015 18:49 Uhr
    Ja und gerade habe ich gehört,
    dass unsere Angie in Brasilien anmahnt, den so wichtigen Regenwald zu schützen und zum Beispiel die Rodung, um Soja-Felder anzulegen, zu unterlassen. Die Veganer machen ja aus Soja ihre "Schnitzel und leckeren Rostbraten", sagen sie.

    Also die Veganer kurbeln den Sojaverbrauch an, Regenwald wird abgeholzt. Da leben auch Tiere. Deren Lebensgrundlage wird zerstört, weil man ihnen den Lebensraum nimmt, um unter anderen die Veganer mit ihrer Ideologie abzufüttern. Von der wichtigen Rolle des Regenwaldes für das Weltklima mal abgesehen.

    Wenn man so sehr die Tiere schützen will, sollte man als Veganer mal schon einmal über seinen Sojaschnitzel-Tellerrand blicken.

    Ich esse jetzt meinen Wurstsalat. grinsen
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  •   embr
    (5 Beiträge)

    20.08.2015 15:01 Uhr
    Erstaunlich...
    ... wie militant sich hier über die angebliche Militanz von Veganern beschwert wird. Antiveganer scheinen die neuen Radikalen zu sein, zumindest nerven die (wie man an der Post-Verteilung hier sieht) mehr als es Veganer tun. Not bad.
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