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Karlsruhe Filmabende gegen Ängste: Karlsruher Kino will Flüchtlinge integrieren

Das Flüchtlingsthema könnte aktueller nicht sein - die Sorgen der Bürger sind nach den aktuellen Ergebnissen des ARD-Deutschland-Trends vom 5. November unterdessen kein Geheimnis mehr. Demnach seien 44 Prozent der Bundesbürger darüber besorgt, dass so viele Flüchtlinge ins Land kämen. Um dieser Angst zu begegnen haben der Caritasverband und das Diakonische Werk Karlsruhe mit dem Kino Kurbel ein gemeinsames Projekt für die Fächerstadt gestartet. "Kino ohne Grenzen" soll Barrieren brechen - kann das funktionieren?

Wenn man im Trailer zum Projekt den Worten von Yankuba Saidykhan, einem Flüchtling in Karlsruhe, lauscht, dürfte es keine Zweifel darüber geben, ob das Kinoprojekt verbindet. In seiner Heimat Gambia treffe man sich regelmäßig zum gemeinsamen Kino in Videoclubs: "Da ein typischer Filmraum klein ist, rückt man nah an einander", so der Protagonist.

Filme aus den Herkunftsländern

Unterdessen dürfte die Situation von Flüchtlingen nach umfangreicher Berichterstattung der vergangenen Monate an kaum jemandem vorbei gegangen sein. Zwar nimmt der Flüchtlingsstrom wegen sinkender Wintertemperaturen aktuell ab, an Lösungen für die Integration besteht aber nach wie vor Bedarf. Berührungsängste wolle man mit Begegnungen abbauen: "Miteinander statt übereinander sprechen", heißt es in der gemeinsamen Presseerklärung vom Caritasverband, dem Diakonischen Werk Karlsruhe, und dem Kino "Die Kurbel".

Einmal im Monat soll die Filmreihe "Kino ohne Grenzen" Karlsruher und Flüchtlinge gemeinsam vor die Leinwand bringen. Gezeigt werden sollen Filme aus den Herkunftsländern der Geflüchteten in Originalsprache mit entsprechenden Untertiteln in Deutsch oder Englisch.

Finanziert werden soll das Ganze aus den Mitteln des Flüchtlingsfonds der Stadt Karlsruhe sowie Eigenmitteln der Kurbel, des Caritasverbandes und des Diakonischen Werks. "Zusätzlich haben die Besucher die Möglichkeit, den Fortbestand der Reihe durch einen freiwilligen Soli-Preis zu unterstützen", heißt es weiter im Text. Demnach soll ein Ticket dann 11 bzw. 9 Euro ermäßigt statt 8,50  bzw. 6,50 Euro kosten. Asylsuchende zahlen einen Mindesbeitrag von 0,50 Euro pro Ticket.

Startschuss für den ersten Film "Tickets" ist der 10. Dezember um 19 Uhr. "Darin treffen schottische Fußballfans mit albanischen Flüchtlingen zusammen und werden mit der Frage konfrontiert, welchen Wert ein Ticket haben kann.", heißt es in der Pressemittelung weiter - Eine Frage die  aktueller nicht sein könnte.

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Kommentare (32)
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  •   Fluxgate
    (87 Beiträge)

    10.12.2015 16:01 Uhr
    War das hier:
    "Kinobesuch endet mit Schlägerei im Filmpalast!"?
    Ein Überschrift vor 2 Tagen...
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  •   RechterRand
    (971 Beiträge)

    10.12.2015 15:05 Uhr
    Ich stelle es mir schwierig vor,
    passende Filme zu finden.

    Filme, die Mord und Todschlag zeigen(wie z.B. James Bond) gehen gar nicht- schließlich sind die traumatisiert und genau davor weggerannt.

    Filme, mit zuvielen hübschen westlichen, eventuell leichtbekleideten Frauen gehen auch nicht, das beleidigt die religiösen Gefühle und verleidet nur zu hormongetriebenen Kurzschlusshandlungen.

    Irgend etwas, was nur entfernt die westliche Sicht auf arabische Staaten darstellt, oder noch schlimmer, amerikanische Helden verherrlicht, sind tabu.

    Bleiben noch Kinderfilme. Und aus erzieherische Grunde Filme von und mit Trans- und Homosexuellen. Weiterer Vorteil:die Resonanz wird sich in überschaubaren Grenzen halten.
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  •   Mentorius
    (109 Beiträge)

    11.12.2015 08:51 Uhr
    Sielmanns Tierleben
    wäre doch der ideale Film?!
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  •   Scheng_Gabeng
    (218 Beiträge)

    10.12.2015 12:53 Uhr
    Aha
    Sagen die wirklich die Wahrheit?
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  •   Saladin
    (102 Beiträge)

    10.12.2015 17:17 Uhr
    Nein
    die hormonell bedingten Straftaten sind nicht aufgeführt ...
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  •   Scheng_Gabeng
    (218 Beiträge)

    10.12.2015 17:47 Uhr
    Stimmt,
    also 5% der Straftaten durch Asylbewerber. Bei den Hauptdelikten Ladendiebstahl und Schwarzfahren muss auch noch der teils erhebliche Widerstand bei der Festnahme, bei der Polizisten verletzt werden, berücksichtigt werden.
    Rechnen wir mal: Ba-Wü hat fast 11 Millionen Einwohner, fünf Prozent davon sind 550000 (also die Grösse von Stuttgart). Hat Ba-Wü 550000 Asylbewerber? Eher nicht.
    Daraus schliessen wir auf streng mathematischer Grundlage, dass Asylbewerber im Gegensatz zu den Eingeborenen überproportional straffällig werden.

    Noch Fragen oder Anregungen? Oder irgendwelche Aussagen darüber, dass die Zahlen frei erfunden und viel zu hoch sind?
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  •   Familienvater
    (537 Beiträge)

    10.12.2015 12:47 Uhr
    Fragen
    a.) wenn sich Flüchtlinge integrieren sollen, da davon ausgegangen werden darf, kann und muss, dass diese länger bleiben, wäre dann die Vorführung in deutscher Sprache nicht sinnvoller?

    b.) wenn wir tatsächlich von einer befristeten Dauer der Aufenthalte ausgehen, da die Menschen in ihren Heimatländern ja auch irgendwann wieder gebraucht werden, was bringt dann ein "Heimatabend" mit deutschen Untertiteln? Wäre es nicht besser, sich auch hier um dringendere Fragen zu kümmern?
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  •   1@1
    (360 Beiträge)

    10.12.2015 09:03 Uhr
    die
    Schwul + lesbischen Filmtage mit Arabischen untertiteln
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  •   Karlsruher1986
    (422 Beiträge)

    10.12.2015 07:06 Uhr
    Was für ein Quatsch!
    Wenn ich im Ausland deutsche Filme schaue, dann integriere ich mich nicht, sondern isoliere mich.

    Vorschlag! Man zeigt die Filme mit deutscher Synchronisation und z.B mit arabischen Untertitel.

    So lernen die Flüchtlinge dann die deutsche Sprache und wir lernen etwas über die Herkunft.

    Oder irre ich mich? Alles andere macht doch keinen Sinn!
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  •   Daxlander
    (742 Beiträge)

    10.12.2015 06:49 Uhr
    Gute Sache
    Ich hoffe, sie zeigen dort nicht nur " Pippi Langstrumpf Filme " bei denen man die Hautfarbe der Darsteller ein wenig retuschiert hat. Vielmehr eine gute Gelegenheit, dort Filme zu spielen die in den Heimatländern der Asylsuchenden verboten sind. Oder Schauspielern und Regisseuren eine Plattform zu bieten, die wegen ihrer Arbeiten mit Gefängnis oder gar mit dem Tode bedroht sind.
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