Karlsruhe Feuerwehr im Dauerstress: "Viele Brände entstehen durch Unachtsamkeit"

Am vergangenen Wochenende hatte die Feuerwehr rund um Karlsruhe alle Hände voll zu tun. Gleich mehrere Brände hielten die Wehren in Alarmbereitschaft. Insgesamt wurden die Helfer zu 18 Einsätzen gerufen - sieben davon allein im Karlsruher Stadtgebiet.

Hinter der Feuerwehr liegt ein anstrengendes Wochenende, wie Ronald Richter von der Karlsruher Branddirektion im Gespräch mit ka-news erklärt. Bei den meisten Einsätzen handelte es sich um Flächenbrände. Durch die warme Luft, die hohe Sonneneinstrahlung und den trockenen Boden bestand ein erhöhtes Brandrisiko. "Gerade der trockene Untergrund sorgt für eine große Brandgefahr", so Richter. Oft entstünden Brände dann durch Unachtsamkeit. 

Flächenbrände sind nach Einschätzung Richters zudem besonders tückisch, da sie sich relativ rasant und zügig ausbreiten. "In vielen Fällen bekommen die Einsatzkräfte die Flammen aber schnell in den Griff, sodass sich die Brandfläche in einem überschaubaren Bereich um die 100 Quadratmeter bewegt."

Gleich mehrere große Einsätze in der Region 

Doch es gibt auch Ausnahmen, so wie der etwa Flächenbrand bei Bruchsal am Sonntag, bei dem die Feuerwehr mit 28 Fahrzeugen im Einsatz war. Damit gehörte dieser Einsatz zu den größten des gesamten Wochenendes. Auf einem Feld zwischen Hambrücken und Forst zerstörten die Flammen etwa 5.000 Quadratmeter Ackerfläche.


Auch nach Malsch musste die Feuerwehr ausrücken, hier brannte es ebenfalls auf einem Feld. Insgesamt waren hier 14 Fahrzeuge im Einsatz. Ein weiterer Vorfall ereignete sich nahe der B36. Am Sonntag brannte bei Linkenheim ein Teil des Grünstreifens, acht Fahrzeuge waren hier zur Brandbekämpfung vor Ort. Und auch auf der B36 Höhe Neureut brannte der Grünstreifen, hier rückten die Einsatzkräfte mit fünf Fahrzeugen aus.

Darüber hinaus musste die Feuerwehr mit fünf Fahrzeugen zu einem Buschbrand nach Grötzingen ausrücken. Bei zwei weiteren Einsätzen am Sonntag, in Hambrücken und Linkenheim, waren ebenfalls Gebüsche in Brand geraten und lösten einen Einsatz mit sieben beziehungsweise vier Feuerwehrfahrzeugen aus.

In einem Fall konnte die Feuerwehr allerdings noch rechtzeitig eingreifen: Dank einer aufmerksamen Anruferin konnte in Graben-Neudorf ein weiterer Flächenbrand verhindert werden. An mehreren Stellen eines Roggenfeldes hatte es bereits gebrannt, durch die präzisen Angaben der Anruferin war die Feuerwehr jedoch schnell zur Stelle und konnte ein größeres Feuer verhindern.

Vollbildanzeige

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (0)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
Sie sind der Erste, der einen Kommentar schreibt – vielen Dank!
Schreiben Sie Ihre Meinung
Fett Kursiv Link Zitat Sie dürfen noch Zeichen schreiben
Informiert bleiben: