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Karlsruhe Festnahme in Bulach: Mann schlägt auf Ex-Freundin und Polizisten ein

Die Polizei hat am Donnerstag einen 35-Jährigen in Karlsruhe festgenommen. Dem Mann wird vorgeworfen, seine ehemalige Lebensgefährtin misshandelt und Polizeibeamte angegriffen zu haben. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wird der vorbestrafte Mann einem Haftrichter vorgeführt.

Wie aus einer gemeinsamen Pressemitteilung der Karlsruher Polizei und der Staatsanwaltschaft hervorgeht, hatte der 35-Jährige am Donnerstagabend seine ehemalige Lebensgefährtin um eine Aussprache gebeten. Beide seien daraufhin in einem Auto auf einen Feldweg im Unterweingartenfeld gefahren. Im Auto soll der Beschuldigte seine Ex-Partnerin am Verlassen des Fahrzeugs gehindert und massiv geschlagen haben. 

Als der  Geschädigten gegen 4.30 Uhr die Flucht aus dem Wagen gelungen sei, habe er sie verfolgt und überwältigt, berichten Polizei und Staatsanwaltschaft. Zeugen, die auf die Situation  aufmerksam wurden, kamen der Frau zu Hilfe und hielten den Beschuldigten bis zum Eintreffen der Polizei fest.

"Den Polizisten trat er aggressiv gegenüber, er schlug und trat nach ihnen. Gegen seine Festnahme wehrte er sich vehement. Bei den  Widerstandshandlungen zog er sich Verletzungen am Arm und Gesicht zu  und musste zunächst in einem Krankenhaus behandelt werden", heißt es im Pressebericht. Der Mann muss sich jetzt wegen Körperverletzung, Nötigung und tätlichem Angriff auf Polizeibeamte verantworten. 

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Kommentare (6)
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  •   Suedweschter
    (218 Beiträge)

    20.10.2017 20:24 Uhr
    Danke, liebe Zeugen!
    Die "Einmischer" können nämlich nicht laut genug gelobt werden! Das vermisse ich manchmal hier; jeder noch so blöde Vorfall mit einem Verwirrten, der mal wieder in der Öffentlichkeit seine Hose runterlassen musste, aber eigentlich vollkommen harmlos ist, wird hier mit allen Details erwähnt und wochenlang auf der Web behalten, aber die wirklich beispielhaften und couragierten Aktionen so mancher Bürger, die sicher viel Schlimmeres vereiteln und häufig obendrein noch ernsthaft was riskieren, werden meist nur beiläufig erwähnt. So wie jetzt, gerademal einen Satz war es der Redaktion wert, diese sicher sehr aufwühlende und entscheidende Aktion, die nicht nur Schnelligkeit und Kraft, sondern auch viel Mut erforderte, zu beschreiben. Voll stark.

    Wie wäre es denn mit einem Interview mit einem dieser Helden unserer Zivilgesellschaft, liebe Ka-News? Das würden wir sicher lieber lesen, als so manches andere, dessen Informationswert von null zu unterirdisch tendiert. Nur mal so als Idee.
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  •   mcclaney
    (1339 Beiträge)

    21.10.2017 11:43 Uhr
    ...
    Wieso, glauben Sie, sollte die Polizei die Daten der Zeugen heraus geben?
    Vielleicht wollen die das gar nicht. Es hat nicht jeder das Bedürfnis, ins Rampenlicht gestellt zu werden.
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  •   Suedweschter
    (218 Beiträge)

    22.10.2017 00:30 Uhr
    Das beruht auf Freiwilligkeit, ist doch klar.
    Aber Ka-News könnte mal auf die Polizei zu gehen und denen sagen, dass sie grundsätzlich solchen couragierten Helfern sagen könnten, dass man dort an einem Interview interessiert wäre und dass sie sich freuen würden, die Leute würden sich bei XYL melden! Es geht ja auch um Vorbilder die notwendig sind, damit uns das "Eingreifen" leichter fällt. Immer wieder sprechen Angegriffene davon, dass Zeugen weitergegangen sind. Dagegen könnte etwas unternommen werden.
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  •   Eckfaehnchen
    (1939 Beiträge)

    20.10.2017 21:41 Uhr
    Stimmt Südweschter,
    die Dame hatte mehr Glück wie Verstand daß sie um diese Uhrzeit Hilfe von Zeugen erhalten hat.
    Wie kann man auch so naiv sein und mit einem vorbestraften Ex auf einen Feldweg fahren wegen einer
    Aussprache ? Wußte die nicht wie der tickt ? Kopfschüttel.
    Aber auch ein Lob an die Zeugen.
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  •   Elfer4711
    (47 Beiträge)

    20.10.2017 22:01 Uhr
    Erschreckend..
    Erschreckend wie verbreitet das victim blaming ist. Der arme Mann musste ja quasi davon ausgehen, dass sie zusammengeschlagen werden will...

    Erst mal nachdenken bevor man das Opfer für die Tat verantwortlich macht.
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  •   Eckfaehnchen
    (1939 Beiträge)

    22.10.2017 03:53 Uhr
    Selber nachdenken.
    Ich habe lediglich Naivität unterstellt und bleibe auch dabei. Hätte sie ihre Aussprache mal besser in ein Lokal
    verlegt anstatt auf einen Feldweg im Auto mit einem Vorbestraften. Der wird ihr ja nicht ganz unbekannt ge-
    wesen sein.
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