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Karlsruhe Falschgeld-Warnung kursiert in Facebook: "Das ist ein Einzelfall", sagt Polizei Karlsruhe

In der vergangenen Woche sorgte ein Facebook-Post in der lokalen Karlsruhe-Gruppe für Aufregung: Eine Nutzerin warnte vor Falschgeld. Sie hätte gefälschte Zwanzig Euro-Scheine erhalten und wollte die Community auf die Sachlage aufmerksam machen. Diese hat jedoch keinen Anlass zur Sorge, derzeit seien keine weiteren Anzeigen diesbezüglich bei der Polizei Karlsruhe eingegangen.

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der gefälschten Euro-Banknoten gesunken: Während sich 2018 noch 58.000 falsche Scheine im Umlauf befanden, waren es im Vorjahr 55.159. Nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) konnten Polizei, Handel und Banken ganze 559.000 falsche Euro-Scheine aus dem Verkehr ziehen.

Hierzu beigetragen haben dürften sicherlich die Maßnahmen der EZB, im Rahmen derer stets neue Banknoten herausgebracht werden, die verbesserte Sicherheitsmerkmale aufweisen. 

Falschgeld in Karlsruhe im Umlauf?

Dennoch kommt es immer mal wieder vor, dass Falschgeld in die Hände der Bürger gelangt. So auch bei diesem Fall: Eine Karlsruherin schreibt in einer Facebook-Gruppe, dass sie gefälschte Scheine erhalten hat. "Mir wurde gestern Falschgeld untergejubelt", schreibt die besorgte Nutzerin in der Gruppe "Karlsruhe", "10 und 20 Euro sind meist betroffen."

Bild: Screenshot Facebook

Die Scheine hätten immer die gleiche Seriennummer und auf beiden Seiten stünde "this is Not legal" in roter und blauer Schriftfarbe. Zudem fehle der silberne Streifen und das Wasserzeichen. Die Meldung wurde hundertfach geteilt - wie ist die Sachlage, sollten Karlsruher Bürger vermehrt ihre Geldscheine prüfen?

Laut der Öffentlichkeitsstelle der Karlsruher Polizei wohl eher nicht. Wie ein Polizeisprecher gegenüber ka-news.de verlautete, handele es sich bei dieser Meldung um einen Einzelfall. Bei der Polizei seien in den vergangenen Tagen und Wochen keine weiteren Anzeigen diesbezüglich eingegangen.

So erkennt man gefälschte Scheine und das ist zu beachten

Dennoch sollte man sich über gefälschte Banknoten oder Münzen informieren und richtig handeln. Um Falschgeld zu erkennen, bedarf es nicht immer einer besonderen Technik. Das Prinzip "Fühlen-Sehen-Kippen" reicht oft schon aus, um die Originalität von Scheinen zu ermitteln. Echte Geldscheine der aktuellen Europa-Serie unterscheiden sich nämlich in ihrer äußeren Form von Falschgeld und weisen besondere Effekte und Symbole auf.

Sollte man mit Falschgeld konfrontiert werden, ist es ratsam, umgehend die Polizei zu verständigen. Bei falsch verdächtigen Banknoten sollte eine Filiale der Bundesbank, ein Kredit-oder ein Finanzdienstleistungsinstitut aufgesucht werden, die sich mit der weiteren Überprüfung befassen.

Wichtig ist, dass Falschgeld umgehend gemeldet wird. Im Fall einer Weiter- oder Rückgabe kann man sich laut der Deutschen Bundesbank strafbar machen. Auch eine Geldstrafe in Höhe von bis zu 100.000 Euro droht bei Verstoß der Anhalte- beziehungsweise Meldepflicht.

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  •   mueck
    (11748 Beiträge)

    13.02.2020 16:56 Uhr
    ?
    Einzelfälle?
    Dann bin ich ja beruhigt ...
    Dachte schon, der 30er aus dem Automaten wäre falsch ...
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  •   timo
    (3175 Beiträge)

    13.02.2020 16:47 Uhr
    Falschgeld?
    Eher Requisite...die lässt sich sicher auch ein Haus aus Pappe andrehen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
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