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Karlsruhe Esel-Streit am Alten Flugplatz: Stadt will "umfassende Lösungen" finden

Die Stadt Karlsruhe ist im Einvernehmen mit dem Regierungspräsidium weiterhin daran interessiert, das Naturschutzgebiet "Alter Flugplatz" von Eseln beweiden zu lassen. Der bisher vertraglich mit der Stadt dazu verbundene Landwirt hatte sich vor kurzem über zu geringe Unterstützung durch die Stadt beklagt und angekündigt, das seit 2004 laufende Projekt nicht mehr fortzuführen.

Wie aus einer Pressmitteilung der Stadt Karlsruhe hervorgeht, suchen die obere Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium Karlsruhe (RP) und die Stadt nun nach Alternativen, um den guten Zustand des Naturschutzgebietes zu erhalten. Hierzu liegen bereits Interessenbekundungen vor.

Weiter heißt es in der Pressemitteilung, die Stadt Karlsruhe betone, dass auch der bisher beauftragte Landwirt weiterhin die Möglichkeit hat, die Flächen zu beweiden. Die Stadt widerspreche seiner öffentlichen Darstellung, keine Unterstützung erhalten zu haben. Sie habe ihm - auch aktuell in diesen Tagen - konkrete Hilfsangebote unterbreitet, um eine für ihn gute Lösung zu finden, beispielsweise hinsichtlich der vertraglichen Regelungen.

Wie in der Pressemitteilung bekundet, wird die Stadt die diversen Anregungen aufnehmen und in ein Gesamtkonzept zur Pflege und Beweidung aller Schutzflächen einfließen lassen und hierüber den Gemeinderat und die Öffentlichkeit informieren. Insgesamt sei das Ziel, die Fragen des Naturschutzes und die Unterstützung der Landwirtschaft auf den Weideflächen im gesamten Stadtgebiet noch stärker in den Fokus zu rücken und die künftige inhaltliche und förmliche Ausgestaltung der Beweidung in Karlsruhe neu zu bewerten und zu vereinheitlichen. Zudem sollen umfassendere Lösungen für Probleme gefunden werden - und zwar gemeinsam mit dem federführenden Regierungspräsidium und allen beteiligten Fachämtern der Stadt.

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Kommentare (6)
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  •   spital8katz
    (1178 Beiträge)

    08.08.2014 13:36 Uhr
    Der Flugplatz
    steht ja u.a. wegen des dort vorkommenden Magerrasens unter Schutz.

    Esel und andere "Beweider" düngen doch aber mit ihren Ausscheidungen den Boden und damit die Vegetation.

    Wie verträgt sich das mit der reinen "Grünen Lehre"?
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  • unbekannt
    (2169 Beiträge)

    07.08.2014 21:58 Uhr
    ....
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  •   karlsruher1955
    (1106 Beiträge)

    07.08.2014 19:30 Uhr
    wenn ich schon lese
    das Naturschutzgebiet "Alter Flugplatz"
    warum wächst denn dort kein Baum ? Weil der Boden verseucht ist, da die Amerikaner dort alles in den Boden laufen liesen.
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  •   spital8katz
    (1178 Beiträge)

    08.08.2014 13:39 Uhr
    Wie schön und gut,
    daß man wenigstens die Amis "verantwortlich" machen kann.

    Woher haben Sie denn die Informationen über "Verseuchung"?
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  •   andip
    (9225 Beiträge)

    08.08.2014 09:00 Uhr
    Da
    wächst deshalb kein Baum,weil eben durch die Esel und sonstige Massnahmen dafür gesorgt wird,dass keine Bäume wachsen bzw. sich ansiedeln können.
    Ansonsten,liesse man dieses Grundstück einfach in Ruhe,würde da relativ bald wieder ein Wald stehen.Genauso wie ganz Deutschland ein einziges Waldgebiet wäre,würde man nichts machen.
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    08.08.2014 00:46 Uhr
    Ich wär
    eh für einen Golfplatz auf dem Areal. Ging auch mit den Eseln und die Galloways aus Hagsfeld können sie grad noch mit dazunehmen.

    Golfer sind Tierfreunde.
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