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Karlsruhe Es gibt eine neue Baustelle an der Südtangente - den Verkehr wird sie aber nicht stören

Die Stadtwerke Karlsruhe bauen die Fernwärme in Karlsruhe weiter aus. Mit einer rund vier Kilometer langen Leitung werden der Dammerstock und Rüppurr erschlossen. Ein kleiner Teil dieser Strecke verläuft unterhalb der Südtangente. Nicht ganz einfach und auch nicht ganz so günstig - und doch die einzige Möglichkeit, will man nicht die Südtangente lahmlegen.

Das dürfte viele Karlsruher freuen: Endlich eine Baustelle, die kaum einen Autofahrer stört. Mit einem neuen Verfahren, der Micro-Tunneling-Technik, verlegen die Stadtwerke Karlsruhe unter der Südtangente Rohre für die Fernwärme nach Rüppurr. Ein aufwendiges Verfahren, doch so bleibt die wichtige Achse durch Karlsruhe für den Verkehr offen und muss nicht tagelang gesperrt werden. 

Bild: Thomas Riedel

Doch die Bauherren stehen auch vor einigen Herausforderungen. 150 Meter Länge messen die Hülsrohre, die unter der Straße durchgepresst werden. Angst, dass die Südtangente einstürzen könnte, muss keiner haben. Ein Messsystem registriert eventuelle Hebungen oder Senkungen der Straße. Bei kleinsten Veränderungen sollen die Bauarbeiten unterbrochen werden. "Die Autofahrer müssen sich in den kommenden zwei Wochen nicht sorgen, die Südtangente zu befahren", so Markus Ulmer von den Stadtwerken Karlsruhe.

Abschluss der Bauarbeiten im Herbst 2021

Start zum Bau der Fernwärmeleitung war bereits im Herbst 2017. Abschluss der Baumaßnahmen, um Dammerstock und Rüppurr an die Fernwärme anzuschließen, soll im Herbst 2021 sein. Die Leitung soll dann am Diakonissenkrankenhaus in Rüppurr ankommen.

 

Wie das Micro-Tunneling-Verfahren funktioniert im Video: 

 

 

 

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Kommentare (12)
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  •   Revoluzzer
    (1 Beiträge)

    22.05.2019 10:51 Uhr
    Fernwärme
    Das kann mann für die hälfte haben wen mann die Rohre an die Brücken anflanscht und der Verkehr läuft weiter aber die sind ja noch Stolz so ein Schweine Geld zu verballern
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  •   likeka
    (471 Beiträge)

    21.05.2019 15:43 Uhr
    2/2
    Während beim Stadtbahntunnel ein Tunnelring aus mehreren Segmenten (Tübbinge genannt) besteht, die in einer Druckkammer vorne direkt hinter dem Bohrkopf zusammengesetzt werden, besteht der "Fernwärmetunnel" aus einzelnen Betonrohren. Das führt dazu, dass beim Fernwärmetunnel die Rohre von der Startgrube aus "nachgedrückt" werden. Das heißt: Das erste Rohr, dass in der Startgrube direkt hinter der Bohrmaschine gesetzt wird, ist im fertigen Tunnel dann auf der anderen Seite an der Zielgrube.
    Beim Stadtbahntunnel bleibt der erste Tunnelring an seiner Stelle, es wird quasi direkt nach vorne gebaut.

    Ich hoffe, das ist einigermaßen verständlich :D
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  •   likeka
    (471 Beiträge)

    21.05.2019 15:44 Uhr
    Ups
    sollte unter die Frage von andip
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  •   Vollbürger
    (61 Beiträge)

    21.05.2019 13:05 Uhr
    FlowTex
    ... da müssen wir heute noch dem Manni dankbar sein
    ;-)))
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  •   mueck
    (10822 Beiträge)

    21.05.2019 12:44 Uhr
    !
    "Die entspannteste Baustelle Karlsruhe"s

    Jungs, packt die Liegestühle ein und lasst uns dort 'ne Runde chillen gehen! Gibt bestimmt nur Axel-Nässe heute ... zwinkern

    "Um Verkehr durch Bauarbeiten nicht zu stören"
    ... stimmt allerdings nicht ...
    Radfahrer auf dem Langenbruchweg sind da anderer Meinung ...
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  •   kommentar4711
    (2289 Beiträge)

    21.05.2019 15:08 Uhr
    ANTWORT AUF "!"
    Wenn man die Bauarbeiten im Bereich Langenbruchweg in den vergangenen Monaten beobachtet hat, dann kann man den Eindruck der entspannten Baustelle durchaus teilen...
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  •   andip
    (9772 Beiträge)

    21.05.2019 12:02 Uhr
    Neues Verfahren?
    Ist diese Micro-Tunneling-Technik nicht die gleiche, die damals Flow-Tex angeboten hat? zwinkern
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  •   likeka
    (471 Beiträge)

    21.05.2019 15:36 Uhr
    flowtex (1/2)
    flowtex hat mit Wasserdruck gearbeitet. Sprich ganze (elastische) Rohre wurden U-förmig unter etwas hindurchgespült. Dieses Verfahren gibt es immer noch. Allerdings eignet sich das nur für kleinere Durchmesser und eben elastische Leitungen (Gas, Wasser, Strom, Telekommunikation).
    Durch die U-förmige Durchspülung braucht man auch nicht zwingend einen Start- und Zielschacht. Man kann quasi von Oberfläche zu Oberfläche arbeiten und dann die Leitung an die bestehenden anschleißen (oft in ca. 1m Tiefe).

    Das Verfahren, welches jetzt die Stadtwerke benutzen, ist ähnlich wie beim Stadtbahntunnel. Es gibt eine Tunnelvortriebsmaschine und der "Tunnel" wird aus einzelnen Betonringen zusammengesetzt. Am Startpunkt und am Zielpunkt braucht es Schächte, da (größtenteils) waagerecht gebohrt wird und auch genug Boden (genannt Überdeckung) über der Röhre liegen muss, damit die Stabilität gewährleistet ist.

    Hier fangen jetzt aber die Unterschiede zum Stadtbahntunnel an... (1/2)
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  •   likeka
    (471 Beiträge)

    21.05.2019 15:45 Uhr
    2/2
    Während beim Stadtbahntunnel ein Tunnelring aus mehreren Segmenten (Tübbinge genannt) besteht, die in einer Druckkammer vorne direkt hinter dem Bohrkopf zusammengesetzt werden, besteht der "Fernwärmetunnel" aus einzelnen Betonrohren. Das führt dazu, dass beim Fernwärmetunnel die Rohre von der Startgrube aus "nachgedrückt" werden. Das heißt: Das erste Rohr, dass in der Startgrube direkt hinter der Bohrmaschine gesetzt wird, ist im fertigen Tunnel dann auf der anderen Seite an der Zielgrube.
    Beim Stadtbahntunnel bleibt der erste Tunnelring an seiner Stelle, es wird quasi direkt nach vorne gebaut.

    Ich hoffe, das ist einigermaßen verständlich :D
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  •   andip
    (9772 Beiträge)

    22.05.2019 08:30 Uhr
    Danke für die Aufklärung
    zwinkern zwinkern
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