85  

Karlsruhe "Erschreckende Zustände": Stadträte fordern mehr Kontrollen in Bahnen

Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) und die Polizei Karlsruhe haben vor rund zwei Wochen eine gemeinsame Schwerpunktkontrolle durchgeführt. Die "Allianz für mehr Sicherheit in Karlsruhe" fordert nun, dass solche Kontrollen häufiger stattfinden sollen.

Nach eigener Aussage fertigten Fahrausweisprüfer der VBK während der Schwerpunktkontrolle Ende Juli insgesamt 244 Anzeigen wegen des Erschleichens von Leistungen an. Sowohl die Kontrolleure als auch Polizei berichteten im Anschluss von "alkohol- und rauschgiftbedingter Aggressivität in unerwartet hohem und erschreckendem Maße". Bei der Aktion waren über 20 Polizeibeamte und mehr als 30 Fahrscheinprüfer im Einsatz. 

In einer Pressemitteilung fordern die beiden Stadträte Jürgen Wenzel (Freie Wähler) und der parteilose Stefan Schmitt von der "Allianz für mehr Sicherheit in Karlsruhe" die Stadt zum Handeln auf. Die Ergebnisse der Schwerpunktkontrollen in den Karlsruher Bahnen seien erschreckend. Laut Polizeipräsidium sollen solche Aktionen das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste stärken. "Dafür sind diese Aktionen viel zu selten. Im Gegenteil, sie bestätigen die Bürger in ihren Ängsten, abends oder nachts in eine Straßenbahn zu steigen", erklären Wenzel und Schmitt. 

Sie wenden sich nun mit einer Anfrage an die Stadt Karlsruhe. Hierbei wollen die beiden Stadträte nach eigener Aussage erfahren, "warum diese Kontrollaktionen nicht wöchentlich an unterschiedlichen Wochentagen durchgeführt werden", heißt es in der Pressemitteilung. Denn nur so hätten sie auch eine abschreckende Wirkung auf potenzielle Straftäter.

 

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (85)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   Rahmdieb
    (685 Beiträge)

    08.08.2017 22:13 Uhr
    Mal die Kirche im Dorf lassen..
    ich erinnere mich noch an Zigarette rauchen im T4 und vor allem im B4 von Doorlach nach Karlsruh, kein Schwe.. hats interessiert. Spucke uff de Bode war für die meisten auch okay. Trinken (auch Alkohol) und Essen (Currywurst mit Pommes, die hälfte auf dem Boden) auch. Bei Rumgröllen kam ein Gegengröllen.
    Heute sind wir Gendergerecht, Unterdrücken unsere sozialen Ansprüche und eigene sozialen Werte, motzen über alles, ohne eigenes Unrechtsbewusstsein und geben das an unsere Kinder weiter. Schreien aber gleichzeitig nach einem STARKEN Staat und verdammen gleichzeitig den Verlust unser Freiheit.
    Ich zitiere einen (für mich) schönen Satz aus Wikipedia:
    [i]Ein mit sozialer Kompetenz verwandter Begriff ist die soziale Intelligenz als „Fähigkeit", andere zu verstehen sowie sich ihnen gegenüber situationsangemessen und klug zu verhalten. Soziale Intelligenz .. wird mittlerweile nicht mehr allein dem Menschen zugesprochen, sondern auch Primaten, Hunden, Hauskatzen oder Ratten.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Aussie
    (545 Beiträge)

    08.08.2017 15:47 Uhr
    Preisliste bei uns:
    Legen der Füße auf den Sitz im Zug 150 AUD.
    Schwarzfahren 150 AUD.
    Fluchen in den öffentlichen Verkehrsmitteln 150 AUD.
    Alkohol trinken in der Öffentlichkeit ab 200 AUD.

    Beim zweiten Mal erwischt werden verdoppelt sich das.
    An Feiertagen sind die Sätze doppelt so hoch.
    Das heißt, wer an einem Feiertag zum zweiten Mal beim Fluchen erwischt wird, zahlt 600 AUD grinsen

    1 AUD = 0,67 Euro
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Rahmdieb
    (685 Beiträge)

    08.08.2017 20:59 Uhr
    Na ja Eure Nachbarn sind ja auch nicht Ohne
    Zitat von Wikipedia Bekannt als Vormundschaftsstaat ist der Stadtstaat Singapur. Er ist geprägt durch eine große Zahl an staatlichen Vorschriften und Restriktionen, die das Leben der Bürger einschränken. Ehemaliger Premierminister und damaliger Senior Minister Lee Kuan Yew, der Architekt des modernen Singapur, sagte: Wenn Singapur ein Nanny-State ist, dann bin ich stolz darauf, einen solchen protegiert zu haben („If Singapore is a nanny state, then I am proud to have fostered one.“)[1] Häufig genannt wird die Restriktion, dass es bei hoher Strafe verboten ist, Kaugummi nach Gebrauch auf den Boden statt in einen Mülleimer zu werfen. Wer dagegen verstößt, riskiert jahrelange Freiheitsstrafen. Von 1992 bis 2004 war der Verkauf von Kaugummi in Singapur vollständig verboten. Seitdem dürfen Apotheken Kaugummi an registrierte Käufer verkaufen.[2]
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   udoh
    (1685 Beiträge)

    08.08.2017 20:54 Uhr
    Von den Australiern könnten wir noch sehr viel mehr lernen
    Klare Ansagen die auch durchgesetzt werden werden verstanden.
    Deren Regierung würde sich weder von verlorenen Papieren noch von NGOs die einfache Rechtsgrundlagen ablehnen auf der Nase rumtanzen lassen!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   RechterRand
    (965 Beiträge)

    08.08.2017 19:41 Uhr
    Wir sind fortschrittlicher.
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere Netiquette und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   peddersenn
    (962 Beiträge)

    08.08.2017 19:04 Uhr
    ich kenn ja den Rest nicht....
    ...aber scheint mal wieder ein typisch auf den Normalbürger zugeschnitenes Strafenprogramm zu sein. Alkohol trinken z.B. halte ich jetzt nicht per se für ne Verfehlung. Und Fluchen? Wahrscheinlich wird da eher der Rentner, der seine herauskullernden Münzen mit "Scheisse" kommentiert, zur Kasse gebeten.

    Wie wäre es denn mit "Mitreisende/fahrer" dumm anmachen/belästigen 2000 Dollar. Und körperlich bedrängen 5000 Dollar? Und körperlich schädigen 10 000 Dollar und Gefängnis?

    Ich bin ja nicht so der mit der Strafenerhöhung - aber daß man immer den Normalbürger zur Kasse bittet, aber für die wirklichen Bescheuerten keine Regelung findet, halte ich für bedenklich. Und bequem.

    Ist wie immer: der Normalo stellt kein Risiko dar, ist einsichtig, widerspricht nicht und zahlt prompt.

    DAS sollte aber keine Entscheidungsgrundlage für Strafen -oder Verfolgung- sein.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Aussie
    (545 Beiträge)

    09.08.2017 14:09 Uhr
    Ich hol mal noch etwas weiter aus.
    In Australien, speziell in Queensland, gibt es viele, zum Teil irrsinnig hohe Bußgelder für Dinge, die man in Deutschland Lappalien nennen würde. Die ausführenden Organe haben aber einen sehr großen Ermessensspielraum.
    Wir haben zum Beispiel einige wenige ausgewiesene Grillplätze im Park. Wenn da einer trotz Alkoholverbot sein Bier dazu trinkt, drücke ich meistens beide Augen zu. Falls er aber das Grölen anfängt lange ich dann doch hin.
    Anders bei Vogelbrutplätzen, die wir extra abgesperrt haben. Betreten kostet 1000 AUD, gnadenlos.
    Wegschmeißen von Kippen genauso, wegen der Brandgefahr.
    Das höchste Bußgeld, das mir bekannt ist, waren 40000 AUD für's Füttern eines Dingos. Was der Kollege sich dabei gedacht hat, weiß ich aber auch nicht. grinsen

    Man sieht schon, es ist kein starrer Bußgeldkatalog, sondern Einsicht des Täters und die Umstände drumrum spielen eine große Rolle.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Irgendwas_mit_Medien
    (604 Beiträge)

    08.08.2017 23:35 Uhr
    Wichtiger Aspekt, wie ich finde
    Bei den schon länger hier Lebenden gilt es zu unterscheiden in die "schon länger hier Zahlenden" und "die schon länger hier Alimentierten".
    Während die erste Gruppe maximal moderat anwächst (wenn überhaupt), schickt sich die zweite an, durch, sagen wir, bunte, für die schon länger hier Zahlenden unkonventionelle Lebensentwürfe - böse Zungen wurden sagen: Scheissndreck Aldä, bin isch potente Mann mit 8 Kinder - die erste Gruppe numerisch zu überflügeln.

    Da nun die zweite Gruppe aus verschiedenen Gründen auch weniger obrigkeitshörig - was die sie alimentierenden staatlichen Strukturen anbetrifft - ist, und unter Umständen den Vertretern dieser Strukturen bei vorsichtigen Versuchen derselben, Vergehen allgemeingültig und gerecht zu ahnden, durchaus mit gewalttätigem Verhalten antwortet (natürlich nur im Einzelfall - soviel correctness muss immer sein grinsen ), ist es mehr als einsichtig, im Endeffekt auf Ihre Schlussfolgerung zu kommen.

    Ergo
    Zahlen tun die Kartoffeln. Und die greifen wir.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   peddersenn
    (962 Beiträge)

    09.08.2017 08:26 Uhr
    Da machstde es Dir zu einfach.
    Erstens mal gibts unzählige Ausländer, die sich benehmen - oft genug besser als Deutsche. Und gleichzeitig gibts genug Deutsche, die sich eben nicht benehmen. Wenn hier Horden von Bescheuerten im tarnanzug durch die Stadt hüpfen oder Samstags Fußballanhänger Stadt und Bahn verwüsten, sind ausländische Leute ziemlich weit weg.

    Es gibt halt Deppen und Nichtdeppen. DIE Einteilung genügt vollkommen. Das hat nix mit Ausweis. Nationalität, Harr- oder Hautfarbe oder Religion zu tun und da braucht man nix zu instrumentalisieren.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   udoh
    (1685 Beiträge)

    08.08.2017 14:24 Uhr
    Bitte nicht so tun als wären Schwarzfahrer DAS Problem
    Die ungestrafte Aggessivität sehe ich als - vom Staat geduldete - Prolbem. Dass die Provokationen gegen ein anständiges und den Rechtstaat anerkennenden Verhaltens durch einige Grüppchen nicht streng verfolgt wird ist ein Skandal. Dass Manche garnicht mehr zahlen müssen, weil (so Gerüchte?) die Freitickets für Behördengänge verkauft und dann doch schwarz gefahren wurde ist eine Kapitulation.
    Was bleibt ist das Gefühl, dass fleißige Steuerzahler auch noch teuere Fahrscheine zahlen und die einzigen sind die tatsächlich echte Strafen als Schwarzfahrer beführchten müssen.

    Resüme: Freie Fahrt, dann bekommen auch eigenen, sowieso für die teuere Luxusinfrastruktur zahlenden Bürger der Stadt wieder was zurück.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten

Seite : 1 2 3 4 5 6 7 8 9 (9 Seiten)

Schreiben Sie Ihre Meinung
Ein neues Posting hinzufügen
Fett Kursiv Link Zitat
Sie dürfen noch Zeichen schreiben