7  

Karlsruhe/Waghäusel Erneut Gegenstände auf der Fahrbahn - Karlsruher Polizei sucht Täter

Durch absichtlich auf die Fahrbahn gelegte Gegenstände sind in der Nacht zum Freitag, 5. August, ein Pkw und auch ein Laster erheblich beschädigt worden. Die geschah auf der Bundesstraße 36 zwischen Waghäusel und Oberhausen. Dabei ist es ausschließlich glücklichen Umständen zuzuschreiben, dass Personen nicht zu Schaden kamen.

Auf der B36 zwischen Waghäusel und Oberhausen wurden zum wiederholten Male Fahrzeuge durch auf der Fahrbahn liegende Gegenstände beschädigt. Eine 29-jährige Autofahrerin aus Oberhausen-Rheinhausen fuhr gegen 1.40 Uhr mit ihrem Pkw in südlicher Richtung, als sie nahe dem Erlichsee plötzlich auf einen Betonbrocken prallte. Nachdem sich das rund 30 Kilogramm schwere Hindernis unter dem Motor verkeilt hatte, rutschte der Wagen noch rund 200 Meter weiter, ehe die junge Frau unverletzt aus ihrem Fahrzeug steigen konnte. An dem Pkw entstand allerdings Totalschaden in Höhe von knapp 7.000 Euro.

Fast zeitgleich und nur wenige Meter entfernt prallte ein  Speditionslaster, der in Richtung Neulussheimaus fuhr, auf den Standfuß eines mobilen Verkehrsschildes. Zwar blieb das schwere Fahrzeug im Gegensatz zu dem Pkw fahrbereit, doch auch hier sind die entstandenen Schäden an der Fahrzeugfront mit über 3.000 Euro beträchtlich. Nach Bekanntwerden der Taten fahndete die Polizei nach dem oder den unbekannten Tätern. Sämtlichen zur Verfügung stehenden Streifen, auch die Besatzung eines Polizeihubschraubers beteiligten, sich daran. Diese führte allerdings nicht zum Erfolg.

Suche nach Tätern bisher erfolglos

Die Polizei geht davon aus, dass die beiden neuerlichen Fälle zu einer seit März dieses Jahres festgestellten Serie von Straßenverkehrsgefährdungen im nördlichen Landkreis gehört. In nunmehr mindestens 15 Fällen legten wohl ein und dieselben Täter auf verschiedensten Straßen nördlich und westlich von Bruchsal Gegenstände wie Fernsehgeräte, Pkw-Reifen, ein mit Nägeln bewehrtes Brett, Rohre, Baumstämme und Gullydeckel auf die Fahrbahnen.

Mit ihrem lebensgefährlichen Handeln haben die Täter bislang mehrere zehntausend Euro an Schäden angerichtet. Glücklicherweise sind schwerere Folgen für Menschen bislang ausgeblieben.Trotz einer Reihe auch verdeckt geführter Maßnahmen und die Einrichtung einer eigenen Ermittlungsgruppe ist die Polizei bei ihrer Suche nach dem oder den Tätern bislang noch nicht den entscheidenden Schritt vorangekommen.

Verkehrsteilnehmer sollen Gegenstände nicht selbst entfernen

Bei ihrer Arbeit setzen die Ermittler auch auf Mithilfe aus der Bevölkerung. Hinweise auf den oder die Täter richten Sie bitte an den rund um die Uhr erreichbaren Kriminaldauerdienst in Karlsruhe unter Telefon 0721/939-5555. Außerdem weisen die Beamten auf die Möglichkeiten des vertraulichen Telefons 0721/939-6666 hin.

Die Polizei bittet Fahrzeuglenker im nördlichen Landkreis insbesondere zur Nachtzeit um eine besonders vorsichtige und langsame Fahrweise. Verkehrsteilnehmer, die Gegenstände auf der Fahrbahn entdecken, sollten diese unter keinen Umständen selbst entfernen. Besser ist es die Gefahrenstelle durch Einschalten des Warnblinkers und Aufstellen eines Warndreiecks abzusichern. Zugleich bitten die Polizisten unter der Notrufnummer 110 um sofortige Alarmierung.

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Links
Rechts
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen