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Karlsruhe Erfolg für die Karlsruher Ermittler: Polizei gelingt Schlag gegen Autoschieber-Bande

Nach jahrelangen Ermittlungen hat die Polizei nun fünf Beschuldigte festgenommen, die gestohlene Autos weiterverkauft haben sollen. In dem Zusammenhang wurden auch Wohnungen im Zuständigkeitsbereich der Karlsruher Polizei durchsucht. Die gestohlenen Autos sollen alle mit dem Keyless-Go-System ausgestattet gewesen sein.

Die "Keyless-Go"-Funktion, also das Aufschließen und Starten eines Autos, ohne den Schlüsse in die Hand zu nehmen, ist mittlerweile in vielen hochwertigen Autos verbaut und soll eine Erleichterung für die Nutzer darstellen. Doch genau dieses System wird immer wieder von Dieben ausgenutzt: Die Technik wird überbrückt und das Fahrzeug so gestohlen und weiterverkauft.

Und genau hier hat die Karlsruher Polizei nun nach eigenen Angaben zugeschlagen: "Nach jahrelangen Ermittlungen ist der Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Karlsruhe unter Beteiligung von Europol sowie Unterstützung der polnischen Behörden ein Schlag gegen eine international agierende Bande von Autoschiebern gelungen", heißt es in einer entsprechenden Pressemeldung.

Gestohlene Autos wurden auseinander genommen

Fünf Personen wurden festgenommen, bis auf eine Person befinden sich derzeit alle in Untersuchungshaft. "Sie stehen im dringenden Verdacht, zumindest seit Ende 2016 überwiegend in Deutschland gestohlene Fahrzeuge der Luxusklasse - vorwiegend der Marken Mercedes, Range Rover und Porsche - bei mutmaßlichen Autodieben im polnischen Breslau angekauft und weiterverschoben zu haben. Teilweise sollen sie die Diebstähle zuvor in Auftrag gegeben haben."

Ausgebauter Motor nach Diebstahl
Foto der in den beiden Containern sichergestellten Fahrzeugteile | Bild: Polizei Karlsruhe

Die Autos seien dann zerlegt worden und die Einzelteile mittels Container dann von Polen in den Libanon und die Vereinigten Arabischen Emirate verschickt werden.

Bande konnte viele Auto-Diebstähle nachgewiesen werden

Auf der Grundlage der im Vorfeld erlassenen Haftbefehle und Durchsuchungsbeschlüsse wurden am 22. und 23. November entsprechende Maßnahmen in Deutschland und Polen durchgeführt. Dabei wurden im Bereich des Polizeipräsidiums Karlsruhe und des Polizeipräsidiums Offenburg insgesamt neun Objekte und weitere elf in Polen durchsucht.

Aufgrund der Durchsuchungsmaßnahmen gelang es, der Bande eine Vielzahl von Diebstählen hochwertiger Fahrzeuge zuzuordnen. Darüber hinaus stellten die Ermittlungsbehörden Bargeldbeträge in Höhe von 220.000 Euro und hochwertigen Schmuck sicher. Derzeit bedürfen die sichergestellten Unterlagen und Datenspeicher noch umfangreicher Auswertungen.

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