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Karlsruhe Enkeltrick und falscher Polizist: Betrugsmasche hat Hochkonjunktur - so schützen Sie Ihre Angehörigen

In der vergangenen Zeit hat sich die Fallzahl in Karlsruhe in einer Betrugsmasche erhöht: Der Enkeltrick ist wieder vermehrt im Einsatz. Immer mehr ältere Menschen fallen auf die Masche des Schockanrufers oder des falschen Polizeibeamten herein. Wie können Senioren vor den Betrugsversuchen gewarnt werden? ka-news.de hat Hans Matheis, Vizepräsident des Karlsruher Polizeipräsidiums, gefragt.

Schockanruf, Enkeltrick oder der falsche Polizeibeamte: Beim Polizeipräsidium Karlsruhe häufen sich aktuell die Fälle der Betrugsversuche - und die Betrüger werden immer dreister: Eine vierstellige Zahl von Betrugsversuchen gab es laut der Polizei im vergangenen Jahr, genaue Zahlen liegen allerdings noch nicht vor. "Die Dunkelziffer dürfte aber noch um einiges höher liegen", sagt Hans Matheis, Vizepräsident des Karlsruher Polizeipräsidiums, im Gespräch mit ka-news.de.

Einer dieser Fälle war auch in der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" ein Thema: Ein Rentnerehepaar aus Karlsruhe ist auf den Enkeltrick hereingefallen. Doch wie können die meist älteren Menschen vor solchen Betrugsversuchen geschützt werden?

(Symbolbild)
(Symbolbild) | Bild: © highwaystarz - Fotolia.com

"Wir sind darauf angewiesen, dass Familienmitglieder entsprechend reagieren"

In erster Linie gelte es, mögliche Betroffene und deren engsten Kreis auf die Maschen aufmerksam zu machen. "Wir sind darauf angewiesen, dass Familienmitglieder entsprechend reagieren", so Matheis im Gespräch mit ka-news.de. Zudem sei es wichtig, mögliche Verdächtigungen der Polizei zu melden: "Wir wollen darauf hinwirken, dass sich uns die Menschen anvertrauen", sagt Hans Matheis. 

Vizepräsident des Polizeipräsidiums Karlsruhe.
Hans Matheis, Vizepräsident des Polizeipräsidiums Karlsruhe. | Bild: Ingo Rothermund

Doch nicht nur das nähere Umfeld spielt laut des Vizepräsidenten des Polizeipräsidiums eine Rolle. "Wir sensibilisieren Banken und ihre Mitarbeiter. Die bilden eine wichtige Informationsquelle. Zudem Taxifahrer, die ältere Menschen zur Bank fahren", erklärt er gegenüber ka-news.de. 

Je mehr Personen geschult werden, desto besser. Denn: Die Täter wenden mehrere Tricks an, um ihre Opfer zu hintergehen. Welche das sind und wie Präventionsarbeit fortgeführt werden muss, erklärt Hans Matheis im ka-news.de-Video-Interview:

Herr Matheis, welche Maschen wenden die Täter an?

Wieso läuft Präventionsarbeit bei älteren Menschen oft ins Leere?

Wo muss man ansetzen, um die Präventionsarbeit fortzuführen?

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  •   myopinions
    (1105 Beiträge)

    03.02.2020 11:06 Uhr
    ...........es ist und bleibt für
    micht rätselhaft, wie man im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte auf solche Machenschaften hereinfallen kann.
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  •   paulmann
    (23 Beiträge)

    03.02.2020 12:11 Uhr
    es ist eigentlich ganz einfach
    denn so wie sich myopinions im vermuteten Vollbesitz seiner geistigen Kräfte anscheinend nicht vorstellen kann, gegebenenfalls auf Grund einer mangelnde Imaginationsfähigkeit , evtl. resultierend aus einer essenziellen nach unten abweichenden kognitiven Leistungsfähigkeit, dass Menschen "gutgläubig" sind,
    so können sich eben genau diese Menschen, die Opfer einer solchen perfiden Betrugsmasche werden, eben auf Grund gegebenenfalls gleicher mangelnder Imaginationsfähigkeit, nicht vorstellen, dass man sie jetzt im Augenblick belügt.

    Aber wer ist nun der "ärmere Wicht"? Der Gutgläubige oder der Verurteilende". Wahrscheinlich keiner - weil beide ja im Rahmen der nach gausscher Normalverteilung dislozierten Intelligenz nach ihren eigenen limitierten kognitiven Möglichkeiten handeln?
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  •   myopinions
    (1105 Beiträge)

    03.02.2020 13:26 Uhr
    ...........wow,
    also mein Herzschrittmacher hatte mal eine dislozierte Sonde, meine kognitiven Fahigkeiten hingegen sind nach meiner Einschätzung nicht limitiert und "Gutgläubigkeit" ist in der globalisierten Welt ohnehin ein Relikt aus der Vergangenheit!
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  •   Shmuel_K
    (518 Beiträge)

    03.02.2020 13:06 Uhr
    Danke!
    Treffender geht es nicht.
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  •   andip
    (10484 Beiträge)

    03.02.2020 11:55 Uhr
    Naja
    Die allermeisten fallen eben nicht darauf rein sondern legen auf.
    Und die Opfer dürften wohl auch kaum Kontakt zu ihren echten Enkeln haben, warum auch immer.
    Denn wer regelmässig seine Enkel sieht und mit ihnen spricht, dürfte auch nicht darauf reinfallen, wenn da plötzlich sich wer als Enkel ausgibt.
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  •   patrickkk
    (1582 Beiträge)

    03.02.2020 17:14 Uhr
    ...
    Ich weiß nicht, ich hab in den letzten Lebensjahren meines Opas mehrfach Wöchentlich mit ihm telefoniert, und häufig konnte er sich nicht an das jeweils letzte Gespräch erinnern. Er hat mich auch häufig mit anderen verwechselt.

    Trotzdem hat er sein Alltag weitesgehend selbstbestimmt leben können. Ich glaube wir unterschätzen da manchmal die herausforderungen die auf uns zukommen sollten wir das Glück haben hohes Alter zu erreichen.

    Den Opfern da irgendeine Schuld zuzusprechen halte ich für verfehlt. Es sind einzig die Täter die für ihr wiederliches Verhalten verantwortlich sind, und der Rest der Gesellschaft muss da probieren ein Auge drauf zu haben, wenn wir da irgendwas gegen machen wollen.

    Ich übe ja häufiger (auch heftige) Kritik an unserer Polizei, aber hier bin ich voll auf ihrer Seite und hoffe dass ihre Anstrengungen helfen.
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  •   kunvivanto
    (170 Beiträge)

    03.02.2020 18:35 Uhr
    Dass Menschen, die sich im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte wähnen(!),
    sich nicht vorstellen können, dass es bei anderen (und irgendwann auch bei ihnen) nicht so ist, ist ein uraltes Dilemma. Es ist tröstlich (im Sinne des Gerechtigkeitsempfindens), dass es für die besonders schlimm ist, wenn es dann mal sie trifft. Es ist leichter, eine Schuld zuzuweisen, als zu verstehen.
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