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Karlsruhe Einbrüche, Terrorgefahr, Demos: Kann die Karlsruher Polizei das stemmen?

Erhöhte Terrorgefahr, verstärkte Kontrollen und Demonstrationen: Die jüngsten Entwicklungen in der Bundesrepublik halten die deutsche Polizei in Atem. Seit längerem klagt man über Personalmangel. In der Fächerstadt kommt vor allem die Zunahme der Einbrüche zum Tragen. Können die Karlsruher Polizisten das noch stemmen?

"In ganz Baden-Württemberg hat die Polizei zu wenig Personal. Das trifft auch auf Karlsruhe zu", sagt Joachim Lautensack, Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DpolG). Baden-Württemberg habe den geringsten Personalansatz aller Bundesländer in Deutschland, macht Lautensack deutlich.

Zu wenig Personal?

Wenn "außergewöhnliche" Ereignisse hinzukommen, spitze sich die personell ohnehin angespannte Lage in ganz Deutschland weiter zu, so der Landesvorsitzende der Gewerkschaft. Außergewöhnliche Ereignisse, das seien beispielsweise Krawalle bei Fußballspielen, Sonderbewachungen von Gebäuden in Zeiten erhöhter Terrorgefahr oder Pegida-Demonstrationen.

Während letztere im Moment noch keinen großen Personalmehraufwand im Gebiet des Karlsruher Polizeipräsidiums fordern, haben die Beamten in der Fächerstadt vermehrt mit anderen Brennpunkten zu kämpfen. So erfordern beispielsweise Einsätze bei Streitigkeiten in Asylbewerberheimen derzeit gesonderte Aufmerksamkeit.

Auch die explodierende Zahl der Einbrüche macht den Beamten in der Fächerstadt zu schaffen: "Dieses Problem nehmen wir sehr ernst", sagt der Sprecher der Karlsruher Polizei. 2013 lag die Aufklärungsquote bei 4,7 Prozent. Die Zahlen für vergangenes Jahr liegen noch nicht vor - man gehe jedoch von einer Verbesserung aus. Daran will man auch 2015 anknüpfen und den Einbrecherbanden weiterhin den Kampf ansagen. Im November 2014 hat das Polizeipräsidium Karlsruhe eine Aktion gestartet, bei der Polizisten die Anwohner an ihren Haustüren für das Thema Einbrüche sensibilisieren.  

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