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Karlsruhe/ Ehemaliger Karlsruher Student auf der ISS-Kommandobrücke: Alexander Gerst fliegt heute erneut ins All

Am Mittwoch startet der deutsche Astronaut Alexander Gerst für sechs Monate ins All - als Kommandeur der Internationalen Raumstation ISS. Bekannt wurde der Gerst durch seine Social-Media-Aktivitäten: Regelmäßig postete und Videos aus dem Weltall. Das will er auch bei seiner anstehenden "Horizons"-Mission erneut machen. Die Fans freuen sich auf "Astro-Alex" - und in Karlsruhe ist man natürlich besonders stolz auf den ehemaligen Studenten.

Wenn Alexander Gerst am Mittwoch, 6. Juni, zu seiner zweiten Raumfahrt-Mission ("Horizons") aufbricht, werden bestimmt auch in Karlsruhe viele Menschen gespannt vor dem Fernseher sitzen. Denn der 42-jährige ESA-Astronaut studierte unter anderem in der Fächerstadt Geophysik - an der Vorgänger-Uni des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).

Dort freut man sich, dass ein ehemaliger Student so erfolgreich in der Raumfahrt-Wissenschaft arbeitet und heute zu seiner zweiten Mission ins All fliegt, äußert man sich am KIT auf Nachfrage von ka-news.

Alexander Gerst
Astronaut A. Gerst blickt von der Internationalen Raumstation ISS auf die Erde. | Bild: NASA/Archiv

Doch nicht nur Gersts ehemalige Weggefährten am KIT sind stolz auf "ihren" Astro-Alex, wie sich der Raumfahrer selbst auf seinen Social Media-Profilen nennt. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel drückt ihm die Daumen und wünscht gutes Gelingen auf der Internationalen Raumstation ISS. 

Für "Astro-Alex" ist es bereits die zweite Reise ins Weltall: Am 28. Mai 2014 startete er als Bordingenieur in seiner wissenschaftlichen "Blue Dot"-Mission für sechs Monate auf die ISS. Bekannt wurde Gerst durch seine Aktivität auf den Socia-Media-Kanälen Facebook, Instagram und Twitter - regelmäßig schickte er während seiner Mission Impressionen aus dem Weltraum.

Start live im TV, Facebook und Twitter

Auch in seiner anstehenden Mission will Gerst wieder zahlreiche Bilder aus dem Weltraum senden -  natürlich darf da auch die Live-Übertragung des Starts nicht fehlen. Um kurz nach 13 Uhr deutscher Zeit soll die Rakete ins All starten.

Im TV gibt es den Start von Gersts Rakete ebenfalls live zu sehen: Die Fernsehsender Welt, n-tv und ARD-Alpha wollen ab 12.30 Uhr vom Start berichten.

Wie sich Gerst vor dem Start der neuen Mission fühlt, erzählte er seinen Fans auf Facebook: In einem Posting berichtet er von letzten Vorbereitungsmaßnahmen und anstehenden wissenschaftlichen Experimenten auf der Raumstation.

Gerst fliegt zusammen mit Sergej Prokopjew (Russland) und Serena Auñón-Chancellor (Amerika) zur ISS, wo sie gemeinsam forschen und experimentieren.

Juri-Gagarin-Kosmonautentrainingszentrum
Der deutsche Astronaut Alexander Gerst (r-l) und seine Kollegen, der Russe Sergej Prokopjew und die US-Amerikanerin Serena Auñón-Chancellor, im Juri-Gagarin-Kosmonautentrainingszentrum bei Moskau. | Bild: Thomas Körbel

Etwa 6.000 Trainingsstunden hat Gerst zur Vorbereitung auf die Weltraum-Mission "Horizons" absolviert, um perfekt auf alle Szenarien hoch über der Erde vorbereitet zu sein.

Alexander Gerst
Der Astronaut Alexander Gerst steht in einem Trainings-Modul bei der European Space Agency (ESA). | Bild: Oliver Berg/Archiv

Auf 408 Kilometern über der Erde befindet sich für sechs Monate das neue Wohnzimmer von Alexander Gerst. Mit einer Geschwindigkeit von über 27.000 Kilometer bewegt sich die Raumstation in ihrer Umlaufbahn und umfliegt die Erde so in etwas mehr als 90 Minuten. Die Raumstation ISS, die seit 1998 ausgebaut wird, dient für wissenschaftliche Experimente in der Schwerelosigkeit, um so weitere Erkenntnisse über die Bedingungen im Weltall zu erlangen. 

Astro-Alex
In voller Montur: Astro-Alex macht sich nach der letzten Pressekonferenz auf den Weg zur Rampe. «Stimmung in der Crew ist super. Beobachten desinteressierte Kamele am Wegesrand», hatte der 42-Jährige während der Busfahrt vom Hotel zum Startkomplex getwittert. | Bild: Dmitri Lovetsky/AP/

Dabei wird "Astro-Alex" in diesem Jahr eine besondere Aufgabe zu Teil: Er wird als erster Deutscher überhaupt das Kommando auf der Internationalen Raumstation haben. Bei der Mission sollen mehrere Experimente von europäischen Universitäten und Instituten durchgeführt werden.

Er wird in unterschiedlichen Wissenschaftsgebieten wie Biologie, Medizin, Materialwissenschaften oder Physik forschen wie sich bestimmte Prozesse in der Schwerelosigkeit verhalten.

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  •   Toleranz
    (222 Beiträge)

    06.06.2018 18:17 Uhr
    .... was jucks?!
    .... hängt einem zu Hals raus, dieses ....oioioi wir sind die schönsten, tollsten, supermegawundervollweihrauchsten ! - Hier im Staate gibts handfeste Probleme. Nix gegen den Mann-Raumfahrer, nur hier in KA verarmt die Stadt, die Jugend bekommt kaum kaufkraft, Kann nicht auf Rente hoffen, die KV werden von Pharmakonzernen abgezockt. - Was soll das mit dieser Propaganda dann?
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  •   Mili
    (1273 Beiträge)

    07.06.2018 09:44 Uhr
    Wie bist Du denn drauf ?
    Das ist doch mal etwas erfreuliches. Es gibt Menschen, die freuen sich über solche Informationen.
    Du liebst wohl mehr die Nachrichten aus der Glotze: " Hier brennt's, da brennt's - hier tut's weh, da tut's weh - hier wird gehungert, da wird gehungert - hier wird gestorben, da wird gestorben........ ". Hauptsache etwas Negatives. Musst Du Hartz-TV einschalten. Dein Nickname ist auch nicht vollständig, zuvor fehlt das "In".
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  •   betablocker
    (4089 Beiträge)

    06.06.2018 21:30 Uhr
    Sagemol,
    du kannst doch nicht die Raumfahrt mit irgendwelchen sozialpolitischen Themen verwursten.
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  •   Mili
    (1273 Beiträge)

    06.06.2018 11:14 Uhr
    Angie drückt Ihm die Daumen
    Wie geht das denn bei der 'Merkel Raute' ? Hätte mal lieber mitfliegen sollen. Schwebt eh immer über Alle und Allem.
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  •   haku
    (4076 Beiträge)

    06.06.2018 09:10 Uhr
    Поехали!
    grinsen
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  •   haku
    (4076 Beiträge)

    06.06.2018 09:12 Uhr
    Ok....
    Das war der Versuch, Gagrins berümten Ausruf"Поехали!" im russischen Original in die Überschrift zu bringen. Heißt soviel wie "Los geht's!". Gleich werde ich wissen, ob hier Unicode nur in Überschriften nicht funktioniert oder generell. Heutzutage ein Armutszeichen, wenn das nicht geht...
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  •   motzmann
    (476 Beiträge)

    06.06.2018 08:17 Uhr
    Karlsruher Student..
    ..sind wir jetzt auch Weltraumhauptstadt ?
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  •   Mili
    (1273 Beiträge)

    07.06.2018 11:15 Uhr
    Ja sicher,
    weißt Du was überwiegend im Weltraum herrscht ? Gähnende Leeeeere.
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  •   beutelratte
    (66 Beiträge)

    05.06.2018 20:23 Uhr
    Überschrift auf BILD Niveau...
    "Karlsruher Student..." ... und eine Beleidigung von Dr. Alexander Gerst, der sicher aktuell zu den bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Wissenschaftlern zählt.
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  •   zozimura
    (1980 Beiträge)

    06.06.2018 22:58 Uhr
    Da steht EHEMALIGER
    Und das stimmt halt nun mal. Noch gibt es in KA Studenten. Ist ja alles sooo schlecht, mies, ekelhaft, usw. an den Unitäten und in der Stadt. Und niemand kann die Studies aus ihren scheixx Fahrrädern leiden. Diese Langschläfer und Abzocker. Jaja. Der Standort KA und dieses KIT sind schon mies. Da wäre es im "hier den Namen einfügen" mindestens wenn nicht noch mehr besser.
    Is mir aber wurschd. So als Steuerzahler und sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer im nichtstaatlichen Bereich zahle ich ja auch den Flug diese Doktors, der ja soooo beleidigt ist, wenn er als ehemaliger Student bezeichnet wird.
    Ach ja, der klassisch-rheinische Philosoph Jürgen von der Lippe sagte einst: Was genau sind Ärzte? Ehemalige Medizinstudenten. Recht hat er.
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