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Karlsruhe E-Ladesäulen in Karlsruhe: Werden sie bald auch in Neubauten integriert?

Sollen Auflademöglichkeiten für Elektro-Fahrzeuge für Neubauten verpflichtend werden? Die Grünen-Fraktion des Karlsruher Gemeinderats wollte in einer Anfrage wissen, ob das auch für Karlsruhe möglich ist.

Die Europäische Union (EU) diskutiert bereits seit Längerem über die verpflichtende Installation von Auflademöglichkeiten für Elektroautos bei Neubauten. Nach dem Entwurf für ein Energieeffizienzpaket der EU sollten Einfamilienhäuser und andere kleinere Gebäude mindestens eine entsprechende Vorverkabelung aufweisen. Bei Neubauten mit mehreren Parkplätzen sollte jeder zehnte Parkplatz mit einer festen Ladestation ausgerüstet sein. Dafür ist auch eine einfache Haushaltssteckdose als Lademöglichkeit ausreichend.

Mit ihrer Anfrage an die Stadt will die Grünen-Fraktion wissen, welche rechtlichen Handhaben der Stadt Karlsruhe für bauliche Vorgaben zur Verfügung stehen und inwiefern diese Möglichkeit für neue Tiefgaragen und Parkhäuser bestehen. Außerdem wollten die Grünen wissen, wie die Stadt Karlsruhe den möglichen Nutzen zur Förderung der Elektromobilität sowie die möglichen Kosten für Bauträger bewertet. 

Gesetz bietet keine rechtliche Grundlage

"In der Landesbauordnung gibt es keine Forderung dieser Art, daher habe man auch keine rechtlichen Möglichkeiten beim Neubau privater Gebäude mit Garagen eine Steckdose zu verlangen", so die Stadt in ihrer Stellungnahme. Die Stadt Karlsruhe habe lediglich bei ihren eigenen Tiefgaragen oder Parkhäusern die Möglichkeit, auf freiwilligem Wege Steckdosen herzustellen. Allerdings gelte auch hier keine gesetzliche Verordnung, so dass eine rechtliche Forderung möglich wäre.

Die Kosten für die Installation einer Ladestation für Elektrofahrzeuge hängen laut Stadtverwaltung von mehreren Faktoren ab. Etwa von der Infrastruktur, bei der Faktoren wie die Stärke des vorhandenen Stromanschlusses oder die Entfernung des Versorgungspunktes eine wichtige Rolle spielen.

Ein anderer Faktor sei die Geschwindigkeit des Ladevorgangs, also ob man mittels einer Haushaltssteckdose oder per Schnell-Ladestation Energie tankt. Ein exakter Investitionsbetrag lasse sich auf Grund dieser Faktoren für die Realisierung einer Lademöglichkeit nicht nennen, so die Stadt. Der Investitionsbetrag kann zwischen 100 und mehreren 1.000 Euro variieren.

Die Stadt kann sich vorstellen, dass die Bauträger künftig mehr Lademöglichkeiten berücksichtigen werden, sobald dies von den Nutzern gewünscht wird. Derzeit sei die Nachfrage noch zurückhaltend.

Ladestationen in Karlsruhe

Wie ist Karlsruhe aktuell mit Ladesäulen für E-Autos ausgestattet? Nach Auskunft der Stadtwerke stehen 40 Ladestationen, die Strom aus erneuerbaren Energien liefern, im gesamten Karlsruher Stadtgebiet. Darunter sechs neue Ladesäulen, die in Kürze ans Stromnetz gehen sollen.

Zwei Ladesäulen gibt es zudem für das Aufladen von Pedelecs.Während sich 18 Ladestationen in Tiefgaragen oder Parkhäusern befinden, sind weitere 18 Ladesäulen im öffentlichen Straßenraum verteilt. Zwei befinden sich etwas außerhalb, auf dem Messegelände. 

Hier gibt es eine Übersicht mit Ladestationen im Karlsruher Stadtgebiet

 

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Kommentare (24)
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  •   krabb344
    (26 Beiträge)

    27.11.2017 14:14 Uhr
    Die Option
    emmissionsfreier Verbrennungsmotoren dank synthetischer Kraftstoffe wird wieder ausgeklammert...
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  •   warrenblake
    (1 Beiträge)

    26.11.2017 19:20 Uhr
    Das Grünmöchtegernpäderastenvolk...
    richtet einen Schaden nach dem Anderen an - getützt durch die Erzkommunistin in Berlin. So ein Schwachsinn exp. 10!!! Es fehlt für flächig ausgerollte Ledestationen jegliche Stromversorgungsinfrasturktur in ALLEN Wohngebieten. Nur und NUR in Industriegebieten gäbe es ausreichend groß dimensionierte Stromversorgungsleitungen. Diese grün geprägten Entscheidungen könnten von meinen Kindern stammen - nein eigentlich nicht, die haben bereits mehr Hintergrundwissen.
    Deutschand, gute Nacht!
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  •   107
    (419 Beiträge)

    26.11.2017 18:16 Uhr
    GRÜNE ? Im Gemeinderat ? Gibts die wirklich ???
    Hallo !!!

    Seit 26. April 2013 fehlt eine Steckdose auf einem Taxi-Halteplatz.
    Das sind mehr als viereinhalb Jahre.
    Statt abgasfrei durch die Stadt zu fahren, wie geplant, muß das Plug-In Hybrid Taxi als UMWELTSAU seine Fahrgäste zum Ziel bringen.

    Auf den Brief mit den Begründungen warum, wieso und weswegen meine Stadtverwaltung es nicht schafft eine simple Steckdose auf einem Taxiplatz zu installieren, warte ich noch immer.

    Wenn das der erste in der Verwaltung wüßte.
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  •   ALFPFIN
    (6885 Beiträge)

    26.11.2017 17:00 Uhr
    Mich würde jetzt einmal interessieren,
    wenn ich morgen mit einem E-Auto von Karlsruhe nach Hamburg fahren wollte, mit vollem Akku und sagen wir einmal durchschnittlich 120 km/h Geschwindigkeit, wie weit komme ich bis ich nachladen muss und bitteschön, ohne Umwege auf der Strecke, wo ich nachladen kann. Sicher gibt es entlang der Autobahn noch nicht genügend Nachlademöglichkeiten. Wieviel Zeit braucht es, den Akku nachzuladen.
    Wir haben ja noch nicht einmal die Infrastruktur ausgebaut, um alle Kraftwerke zu ersetzen, gerne nehmen wir auch noch den (sicheren) Atomstrom von anderen Ländern. Wo kommt dann der erhöhte Strombedarf her für
    den E-Auto Verkehr?
    Das wird dann so gehen, wie mit der veganen Ernährung. Was schert es die Grünen, ob die Regenwälder abgeholzt werden, um ihr Palmöl und ihre Sojabohnen zu bekommen. Und Hauptsache unsere Kraftwerke sind abgeschaltet, wo wir doch nebenan den erhöhten Strombedarf einkaufen können.
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  •   yokohama
    (3390 Beiträge)

    26.11.2017 21:35 Uhr
    Für diese Strecke
    gibt es gut ausgebaute ICE-Verbindungen, die Mehrheit aller Fahrten findet im Nahbereich statt und dürfte problemlos mit einem E-Auto zu bewerkstelligen sein.
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  •   santana
    (1154 Beiträge)

    26.11.2017 18:16 Uhr
    Einfache Rechnung:
    KA-HH ca. 650 km. Bei einer Reichweite von etwa 150 km bedeutet das 4 Ladezyklen à 8 Stunden, also schon mal 32 Stunden. Dazu noch die reine Fahrzeit bei 120km/h von etwa 5,5 Stunden. Wenn Sie also z.B. Montags um 8:00 in KA starten, dann sind Sie am Dienstag Abend gegen 22:00 in HH, grob überschlagen. Schlafen müssten Sie dann während der Aufladezeiten. Na dann, viel Spaß.
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  •   ALFPFIN
    (6885 Beiträge)

    26.11.2017 20:03 Uhr
    Danke,
    für Ihre Info. Ich hatte gehofft, ein Mitglied der Grünen-Fraktion antwortet. Aber natürlich wird von den Grünen ausgeblendet, das das E-Auto für Langstrecken ungeeignet ist. Für Berufstätige, die viel Material mitnehmen müssen, ist die Dienstreise mit dem Zug nicht optimal.
    Ich vermute ja, wenn die Grünen jetzt an die Regierung gekommen wären, dass sie vorrangig das Fahrrad als Hauptverkehrsmittel gesetzlich vorgeschrieben hätten, egal welche Strecken man zurücklegen muss. grinsen
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  •   MRC89
    (1 Beiträge)

    27.11.2017 07:15 Uhr
    naja...
    unter Annahme Ihrer Vorraussetzungen (650km Strecke, Reichweite 150km bei 120km/h) und unter Benutzung von Schnellademöglichkeiten an der Autobahn ( 50KW-Lader) kommen Sie realistisch gesehen deutlich schneller ans Ziel grinsen Bei einem Verbrauch von 20 kWh/100km (bei den meisten Fahrzeugen eher 15-17 kWh) und einer Batteriegröße von 30 kWh ergibt sich nämlich folgendes Bild. Die benötigte Energie für die Strecke beträgt 130 kWh. Da sich die ersten 30 kWh ja schon bei der Abfahrt in der Batterie befinden, benötigt man noch 100 kWh. Diese lassen sich in 2h verteilt auf 4-5 Ladestops aufteilen. Da die Autobahnen mittlerweile flächendeckend (leider nicht immer redundant) ausgestattet sind, ist man eher nach 8h am Ziel... und hat dabei den chemischen Energiegehalt von ca 15l "Sprit" verbraucht zwinkern
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  •   Nachteule
    (689 Beiträge)

    26.11.2017 16:57 Uhr
    Es ist gar kein Problem, überall Ladestationen aufzustellen
    wenn man die Verkabelung weglässt. Denn unsere Stromkabel in der Erde sind leider viel zu dünn für flächendeckende Ladestationen. Und im übrigen verstehe ich nicht, warum man Ladestationen aufstellen soll, für Autos, die es gar nicht gibt. Im Sommer ohne Klimaanlage und im Winter ohne Heizung - nur so kommt man an sein Ziel. Deshalb gibt es keine. Danke - es darf gelacht werden.
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  •   Scheuerleiste
    (211 Beiträge)

    26.11.2017 18:09 Uhr
    Klimaanlage Heizung?
    @ Nachteule,
    kaufen Sie sich einen Stanley Steam Car, dann haben Sie beides. Und nachwachsenden Betriebsstoff gibt es genug. Oder ein Fahrzeug mit Holzgasreaktor, geht auch als Ökologisch durch. Die Heizung funktioniert, die Klimaanlage auch und die Grünen sind zufrieden. Schöne Heile Welt.
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