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Karlsruhe Dreifach süß: Schneeleoparden-Babys im Karlsruher Zoo!

Der Klapperstorch ist im Jubiläumsjahr des Karlsruher Zoos Dauergast: Nachdem man sich dort bereits über zwei kleine Giraffen und ein Hippo-Baby freute, präsentierte der Zoo am Mittwoch stolz drei kleine Schneeleoparden.

Flusspferd Platsch und Schneeleopard Assam vereint momentan ein Schicksal: Sie müssen draußen bleiben. Die beiden Väter werden von ihrem neu geborenen Nachwuchs derzeit noch auf Abstand abgehalten. Während Platsch vergangene Woche stolzer Papa wurde, liegt die Geburt von Assams Nachwuchs knapp sieben Wochen zurück. Drei kleine Raubkatzen brachte die stolze Mutter Julika am 10. Mai zur Welt: Deleg, Dipendu und Dinata.

Baby-Raubkatzen auf Erkundungstour

Noch streunt der Schneeleoparden-Papa alleine durch das Himalaya-Gehege. Das kann sich aber bald ändern: Nach sechs Wochen in der Wurfbox beginnt der Schneeleoparden-Nachwuchs langsam, die Welt außerhalb zu erkunden. "Vor allem das Weibchen Dinata macht schon erste Ausflüge", verrät Tierärztin Anna Hein im Gespräch mit ka-news. Doch auch ihre Brüder Deleg und Dipendu reagieren beim Pressetermin am Mittwoch durchaus neugierig auf den Trubel um sie herum.

Weniger entspannt ist da Mutter Julika - sie musste mit Leckerchen bestochen werden, damit Tierpfleger Thomas Rann die kleinen Raubkatzen für einen kurzen Ausflug entführen durfte. "Man hat sie allerdings schon an der Tür kratzen hören", so Hein. Und wie geht es den Schneeleoparden-Babys? "Sie sind völlig fit", meint die Tierärztin. Bereits die Geburt sei problemlos verlaufen. "Ein Eingreifen unsererseits war nicht nötig", so Hein. Die Männchen hätten momentan noch eine leichte Augenentzündung, doch das sei nichts Ungewöhnliches. Als nächstes stehe die Impfung auf dem Plan.

Die Freude über den Nachwuchs ist im Karlsruher Zoo groß. "Der Nachwuchs bei den Schneeleoparden ist bei uns doppelt von Bedeutung", erklärt Clemens Becker, der kommissarische Chef des Karlsruher Zoos. Auf der einen Seite würden Schneeleoparden zu den hochbedrohten Tierarten zählen. Gleichzeitig feiere man im Zoologischen Stadtgarten derzeit das 150-jährige Bestehen des Karlsruher Zoos.

Zoobesucher, die das Schneeleoparden-Trio beobachten wollen, müssen sich allerdings noch etwas gedulden. "Bis sie das Außengehege selbstständig erkunden, kann es noch ein paar Wochen dauern", meint Anna Hein. Wann es genau soweit sein wird, kann die Veterinärin nicht abschätzen. "Wir müssen warten, bis die Mutter die Kleinen im Genick packt und nach draußen trägt." Becker rät den Besuchern, ihr Glück in etwa vier Wochen zu versuchen.

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  • unbekannt
    (960 Beiträge)

    24.06.2015 19:37 Uhr
    Tiere im Zoo
    kennen nichts anderes und sind folglich auf eine andere Art 'glücklich' und vermissen nichts.
    Der Mensch hat sich im Laufe der Zivilisation auch seiner neuen 'Umgebung' angepasst oder wer wollte heutzutage seine Wohnung mit einem Leben auf dem Baum tauschen und Feuermachen wie einst in der Steinzeit?
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  •   suedoschtkarle
    (187 Beiträge)

    24.06.2015 17:39 Uhr
    Oetti sagt:
    https://www.youtube.com/watch?v=XM_d_WtPfcc
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  •   hajmo
    (4178 Beiträge)

    24.06.2015 16:56 Uhr
    Im Knast geboren
    und keine Aussicht auf Begnadigung.
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  •   Holydiver
    (370 Beiträge)

    24.06.2015 17:30 Uhr
    Man müsst
    sie allerdings auch ziemlich weit wegbringen, die kleinen Putzelchen.

    Wunderschöne Tiere. grinsen
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  •   suedoschtkarle
    (187 Beiträge)

    24.06.2015 17:15 Uhr
    Besser imZoo geboren...
    ...als als Pelzmantel oder Potenzmittel
    enden!
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  •   hajmo
    (4178 Beiträge)

    24.06.2015 17:27 Uhr
    Klasse
    Du kennst dich aus, da kann man dann nichts mehr zu sagen. - Alles gschwätzt!
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  •   suedoschtkarle
    (187 Beiträge)

    24.06.2015 17:36 Uhr
    gschwätzt:
    http://www.iucnredlist.org/details/22732/0
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