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Karlsruhe Drei Absagen kassiert: AfD-Event in Karlsruhe nicht erwünscht

Was lange währt wird endlich gut? So ganz fest steht das für die Karlsruher AfD aktuell nicht. Schon morgen, am Freitag, 23. Oktober, soll die Partei-Veranstaltung "Mut zur Wahrheit" in Karlsruhe stattfinden. Als Location war zunächst das KSC-Clubhaus angedacht. Proteste führten jedoch zu einer Absage. Einen Rückzieher machten schließlich auch der Kühle Krug sowie das Siedlerheim. Fällt die Veranstaltung jetzt ins Wasser?

Eigentlich hatte die Karlsruher AfD geplant, ihr Treffen im KSC-Clubhaus abzuhalten. Der Gastwirt hatte zugestimmt. Doch es kam anders: Auf Drängen des Vereins wurde die Veranstaltung abgesagt. "Der Karlsruher SC hat seinem Clubhauswirt empfohlen, der für kommenden Freitag geplanten AfD-Veranstaltung keine Räumlichkeiten im KSC-Clubhaus zur Verfügung zu stellen", heißt es öffentlich einsehbar auf der Homepage des KSC.

AfD kassiert drei Absagen

Auch SPD-Stadtrat Parsa Marvi schlug Alarm - wollte nicht zulassen, dass der Karlsruher Sportclub "rechten Hetzern" eine Bühne gebe. Er bezeichnete die Veranstaltung als "geschmacklos".

Bei den Veranstaltern traf diese erste Absage auf Verwunderung: "Wieso der nun bevorstehende Abend mit AfD-Bundesvorstandsmitglied Alexander Gauland nun auf einmal 'geschmacklos' sein soll, warum Herr Marvi auf einmal massiv Druck auf den KSC ausübt, seinen Gaststättenpächter zum Vertragsbruch zu nötigen, können wir uns nur mit der derzeit hoffnungslosen Lage der SPD in den Baden-Württembergischen Umfragen erklären", so AfD-Kreisverbandssprecher Gerhard Lenz.

Ein Plan B schien zunächst schnell gefunden, wollte man doch am angekündigten Freitagstermin festhalten. So gab die Karlsruher AfD am Mittwoch bekannt, dass die Veranstaltung nun in den Kühlen Krug verlegt wurde. 'Zu früh gefreut' hatte man sich jedoch auch hier: Trotz erster Terminbestätigung, sagten die Betreiber wenige Stunden später ab, wie die Politiker selbst gegenüber ka-news mitteilten.

Vereine stellen sich quer

Am Donnerstagmorgen, endlich, schien eine endgültige Lösung gefunden: Die AfD äußerte, dass man die Räumlichkeiten dies Siedlerheims in der Heidenstückersiedlung gemietet hätte. Doch auch hier traf die Reservierung auf Unbehagen Dritter: "Mit Entsetzen haben wir aus der Presse entnommen, dass die AfD ihre Veranstaltung "Mut zur Wahrheit" in unserem Siedlerheim in der Heidenstückersiedlung abhalten möchte. Dieser Sachverhalt war uns bisher nicht bekannt, die Zusage zur Vermietung erfolgte durch den Pächter unserer Gaststätte", gibt der Vorstand des dortigen Vereins der Siedler und Eigenheimer Heidenstücker e.V. nur eine Stunde später bekannt.

Der Protest zeigt einen Tag vor dem Event ein drittes Mal Wirkung: "Nach Rücksprache mit unserem Pächter wurde die Veranstaltung umgehend abgesagt. Sie wird nicht im Siedlerheim stattfinden", so der Vereinsvorstand weiter. Damit ist das Siedlerheim der dritte Karlsruher Veranstaltungsort, der der AfD nachträglich eine Absage erteilt.

Aktualisierung

Die geplante AfD-Veranstaltung wird nach den drei Absagen der Veranstaltungsorte nicht stattfinden. Am Freitag äußert sich die AfD in einer Pressemeldung am Freitag zu den aktuellen Vorkommnissen: "Die Veranstaltung  "Mut zur Wahrheit - das Scheitern der Alternativlosen Politik" kann nun leider aufgrund von Drohungen und Diffamierungen nicht stattfinden. Nach mehreren Absagen war es der AfD leider nicht möglich, so kurzfristig einen Versammlungsraum für den geplanten Vortragsabend mit Alexander Gauland zu organisieren. Wir, die AfD Karlsruhe-Stadt, sehen uns jedoch leider in unserer großen Sorge um die Demokratie, die Meinungsfreiheit und die Diskussionskultur in unserem Land bestätigt."

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Kommentare (406)
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  •   AngeloMerte
    (231 Beiträge)

    24.10.2015 18:35 Uhr
    Selig
    sind die Skifahrer.
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  •   veneno
    (118 Beiträge)

    24.10.2015 17:04 Uhr
    Ich bin
    multitaskfähig, keine Angst.
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  •   rheiniheini
    (1453 Beiträge)

    24.10.2015 09:47 Uhr
    Danke, Marvi, danke
    Tagelang DAS Topthema bei KA-News, zwei Artikel in den BNN... und viele Leute fangen auf einml an, sich ihre eigenen Gedanken zu machen.

    Besser kann's für die AfD gar nicht laufen.

    Ohne diese Publicity wäre die Veranstaltung mit Gauland ziemlich unbeachtet über die Bühne gegangen.

    So ist bei der Landtagswahl in KA auf jeden Fall ein zweistelliges Ergebnis drin.
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  •   fistelka
    (20 Beiträge)

    24.10.2015 09:57 Uhr
    Sehe ich genauso,
    die Hetze von diesem "el patron" ist penlich und unwichtig wie eine Hundekacke.
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  •   Eiermann
    (315 Beiträge)

    24.10.2015 12:42 Uhr
    So wie er auftritt
    ist es eine Werbung FÜR die AfD. Zum Totlachen.
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  • unbekannt
    (486 Beiträge)

    24.10.2015 14:58 Uhr
    Er meint
    Dein verzweifeltes Ankämpfen gegen die AfD.
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  •   xpeace
    (8 Beiträge)

    24.10.2015 09:41 Uhr
    Argumentationslose Medienhetze Antidemokratischer Parteien
    Der Plan geht voll auf. Dumm nur wenn in Karlsruhe Wohnraum in Zukunft nun noch teurer wird, und die importierten LowBudget Arbeitskräfte heimische Facharbeiter verdrängen. An der Tafel wird schon jetzt ums Essen konkurriert. Hauptsache alle Oppositionsparteien sind Nazis. Vielleicht sind auch die hier lebenden Deutschen alle Nazis, und “Deutschland muss von außen eingehegt, und von innen durch Zustrom heterogenisiert, quasi verdünnt werden.” Letzteres übrigens ein Zitat von Joschka Fischer.
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  •   Liessl
    (264 Beiträge)

    24.10.2015 08:23 Uhr
    GASTRONOMIE LÄSST SICH GÄSTE DIKTIEREN
    das wäre die passende Überschrift

    und vom Diktat zur Diktatur isch´s nimmee weit
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  •   Liessl
    (264 Beiträge)

    24.10.2015 09:11 Uhr
    ich
    denke, SIE wissen das eher.
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  •   RechterRand
    (971 Beiträge)

    24.10.2015 08:57 Uhr
    Neu Bindestrich Nazis
    Schön, dass die lokale Antifa endlich Selbsterkenntnis erkennen lässt.
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