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Karlsruhe Dog-Diving in Karlsruhe: Wenn Hunde zu Wasserratten werden

Anlauf nehmen, abspringen, apportieren: Nach diesem einfachen Prinzip funktioniert eine neue Hunde-Sportart aus den USA. Beim sogenannten Dog-Diving geht es allerdings nicht nur um die Weite, sondern auch um Spaß und Vertrauen. ka-news war beim Training in einer Karlsruher Hundeschule dabei- und wurde ordentlich nass.

Obwohl die Sonne bereits tiefer steht, ist es an diesem Donnerstagabend gegen 18 Uhr noch immer sommerlich warm. Der inmitten des Rasens aufgebaute Swimmingpool wirkt mit seinen etwa 30.000 Litern kühlem Nass nur allzu einladend. Leider ist das Riesenbecken nicht für Menschen gedacht- nein, hier soll der beste Freund des Menschen seinen Spaß haben.

Hunde-Trend schwappt über den großen Teich nach Karlsruhe

Der etwa 7,50 Meter lange Pool ist nämlich nicht zum Planschen gedacht, sondern eine sportliche Herausforderung für Vierbeiner. Jeden Donnerstag treffen sich Karlsruher Hundebesitzer auf dem Gelände der Hundeschule "Frei Schnauze" zum sogenannten Dog-Diving. Während sich die Trendsportart in den USA bereits größter Beliebtheit erfreut, ist Dog-Diving in Deutschland noch weitgehend unbekannt, verrät Hundetrainer Jörg Winter.

Dog Diving

Zusammen mit anderen Hundetrainern betreibt er eine Hundeschule mitten im Grün vom Karlsruher Stadtteil Bulach. Nachdem er bei einer Messe Dog-Diving entdeckte, war ihm sofort klar: "Das machen wir auch!". Gesagt, getan: "Die erste Schwierigkeit war, einen passenden Aufstell-Pool zu finden", erzählt er Hundeexperte. Im Internet wurde er dann tatsächlich fündig, die notwendige Absprungrampe baute Winter in Eigenregie.

Bei diesem Hundesport gibt es verschiedene Disziplinen, in der Karlsruher Hundeschule wird bislang nur das typische Dog-Diving angeboten. Dabei nimmt der Hund Anlauf, springt von einer Rampe ab und versucht, möglichst weit zu springen, bevor er im Wasser landet. Den passenden Anreiz gibt das Lieblingsspielzeug des Vierbeiners, welches von den Besitzern geworfen wird. Im Anschluss muss das Spielzeug aus dem Wasser zurück zu Herrchen oder Frauchen apportiert werden. In Zukunft will Winter aber auch "Big Air" anbieten können. Hierbei ist das Ziel nicht die Weite, sondern die Höhe. "Die Hunde springen hier bis zum Überschlag", erklärt er.

"Der Hund wird nicht ins Wasser geschubst!"

Neun Herrchen und Frauchen konnten sich seither einmal wöchentlich für den etwas anderen Hundekurs begeistern. So auch Hundebesitzerin Susanne Richardson, die mit ihrer zweijährigen Hündin Bella den "Hundeweitsprung" trainiert. "Nach meinem Hundeführerschein bei 'Frei Schnauze' wurde ich auf Dog-Diving aufmerksam", meint sie im Gespräch mit ka-news. Sie sieht in der wöchentlichen Abkühlung mehr als nur Spaß: "Der Hund lernt zu hören und der Mensch, mit dem Tier umzugehen. Man wird zu einem Team."

Nicht allen Vierbeinern ist der Sprung gleich geheuer. "In der Regel sind Hunde zunächst sehr gehemmt und springen eher selten gleich ins Wasser", so Hundeexperte Winter. So würden manche auf der Rampe sitzen bleiben, mancher Hund verweigert das Dog-Diving sogar komplett. Eines ist für Hundetrainierin Nadia Winter dennoch wichtig: "Der Hund wird nicht ins Wasser geschubst", meint sie. "Das nimmt dem Tier nicht nur den Spaß an der Sache, sondern zerstört auch das Vertrauen zwischen Hund und Halter."

Hündin Bella allerdings hatte keinerlei Berührungsängste, meint ihre Halterin. Seit einem Jahr trainiert Richardson bereits mit Bella- und zwar mit Erfolg: Inzwischen springt die junge Hündin 5,50 Meter weit. Damit ist Bella momentan das größte Talent im Karlsruher Dog-Diving-Kurs. Und sie lässt es sich auch nicht nehmen, das am Donnerstag unter Beweis zu stellen: Immer wieder springt die Hündin beinahe schon übermütig los- und verschafft allen Umstehenden dabei eine Abkühlung. Hund müsste man sein!

Dog-Diving-Talent Bella macht vor wie's geht:

 

 

Weitere Informationen zu Kursen, Preisen und Anmeldung zum Dog-Diving in Karlsruhe finden Sie bei "Frei Schnauze" oder auf der Facebook-Seite der Hundeschule.
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Kommentare (5)
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  •   Biker
    (852 Beiträge)

    18.07.2015 23:45 Uhr
    ....................
    aus jedem amerikanischen scheiß wird geld gemacht. wenn einem hundebesitzer nichts anderes einfällt als mit seinem hund für sowas geld auszugeben, dem ist nicht mehr zu helfen.
    aber für den fiffi tut man ja alles und die hundeschule freut sich über die kohle ...................
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  •   JuliusM
    (2002 Beiträge)

    18.07.2015 23:52 Uhr
    Siehst du
    und um solchen unnötigen Hundeschulen das Geld nicht in den Rachen zu werfen, lasse ich meinen Hund im See (kein Badesee) oder im Rhein schwimmen.
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  •   Unglauber
    (153 Beiträge)

    18.07.2015 14:34 Uhr
    Welcher normale Hund
    macht so was nicht freiwillig?
    Oder gibts da auch schon Weicheier?
    Selten so einen Scheiss gelesen...
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  •   ObenLang
    (2745 Beiträge)

    18.07.2015 12:17 Uhr
    Gute Idee, am Baggersee ist das nämlich oft weniger lustig!
    Außer natülich für die lachenden Besitzer der ***** die sich für unser Mitgebrachtes interessiert oder ihre tierischen Exkremente hinterlässt.
    Rücksicht ist leider sehr oft nicht zu bemerken!
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  •   JuliusM
    (2002 Beiträge)

    18.07.2015 09:57 Uhr
    Das Training
    in einem Schwimmbecken, ist nut etwas für Hunde und deren Halter, welche kein Schwimmbecken im Garten haben. Unsere Hündin würde, wenn ich Ihr dieses Training erlauben würde, ständig in unserm Schwimmbecken im Garten rumplanschen und zwar mit dem Nachteil, dass sie nicht mehr raus käme, da unser Becken nur eine Leiter zum Aussteigen besitzt. Ich ziehe ein Training an einem See dem Schwimmbecken eindeutig vor.
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