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Karlsruhe Ditib zum Moscheebau: "Von Geheimverhandlung kann keine Rede sein"

Seit über einer Woche diskutiert Karlsruhe über den Bau einer neuen Moschee für die Ditib-Gemeinde. Die CDU hatte dem Vorwurf, die Stadt führe Geheimverhandlungen, die Diskussion wieder ins Rollen gebracht. In einer Pressemitteilung meldet sich jetzt Ditib selbst zu Wort.

In ihrer Pressemitteilung verweist die Karlsruher Ditib-Gemeinde darauf, dass das aktuelle Gemeindezentrum aus mehreren umfunktionierenden Lagerräumen besteht. Wegen des unzureichenden baulichen Zustands habe man bereits 2012 in Abstimmung mit dem Gemeinderatsmitgliedern die Entscheidung getroffen, die Situation zu verändern.

Seit 2013 habe man sowohl Oberbürgermeister Frank Mentrup als auch anderen Gemeinderatsvertretern der Stadt im Rahmen einer Veranstaltung informiert, heißt es in der Pressemitteilung. "Das Ergebnis dieses sehr aufschlussreichen Austausches war, dass ein solches Gemeindezentrum sich nicht im Industriegebiet, sondern an einem geeigneten, würdevolleren und repräsentativen Standort befinden sollte", teilt Ditib mit. "Es bestand von allen Fraktionen Konsens darüber, dass die in Karlsruhe lebenden Muslime eine würdevollere Gebetstätte zur Praktizierung ihrer Religion brauchen."

"Vorschlag hatte keine bindende Wirkung"

Seit 2013 haben Ditib nach eigener Aussage an unterschiedlichen Informationsveranstaltungen teilgenommen. In ihrer Pressemitteilung bestätigt die Ditib-Gemeinde, dass bei der Suche nach einem passenden Standort für die neue Moschee festgestellt wurde, dass ein in Frage kommendes Grundstück am Mühlburger Bahnhof frei steht.

"Daraufhin hatten wir in der Ditib- Gemeinde nach ausführlichen Informationen an alle Gemeindemitglieder, uns darauf geeinigt, dass ein grundsätzliches Interesse an diesem Grundstück und insbesondere an ihrem Standort besteht", heißt es weiter.

Dieser Vorschlag der Stadt habe zu keinem Zeitpunkt eine bindende Wirkung gehabt, betont Ditib. "Es handelte sich lediglich um einen Vorschlag und kein Angebot, welches in irgendeiner Form hätte angenommen werden können." Ditib wehrt sich gegen den Vorwurf, man habe hier im Geheimen verhandelt. Von einer Geheimverhandlung könne in keinster Weise die Rede sein.

"Wir, als ein fester Teil der Karlsruher Bürger, wären sehr besorgt, wenn unsere Wünsche und Bedürfnisse, die wir seit Jahren äußern und mit Geduld auf deren Verwirklichung warten, politisch instrumentalisiert werden und dadurch zu einer Spaltung der Gesellschaft führen", heißt es abschließend.

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Kommentare (190)
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  •   oscar
    (14 Beiträge)

    30.08.2016 21:11 Uhr
    Die Erfahrungen aus Regensburg
    mit einem geplanten Bau einer Moschee kann man in diesem Video sehen .

    https://youtu.be/wCPX9NNeyBs
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  •   andi-b7
    (3012 Beiträge)

    30.08.2016 18:48 Uhr
    Wer will die schon in Deutschland ?
    Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e. V. (türkisch Diyanet İşleri Türk İslam Birliği, abgekürzt DİTİB) ist ein bundesweiter Dachverband für die Koordinierung der religiösen, sozialen und kulturellen Tätigkeiten der angeschlossenen türkisch-islamischen Moscheegemeinden. Der Verband mit Sitz in Köln-Ehrenfeld ist ein seit dem 5. Juli 1984 beim Amtsgericht Köln eingetragener Verein. Er untersteht der dauerhaften Leitung, Kontrolle und Aufsicht des staatlichen Präsidiums für Religiöse Angelegenheiten der Türkei, welches dem türkischen Ministerpräsidentenamt angegliedert ist. Er ist Gründungsmitglied des Koordinierungsrats der Muslime.
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  •   andi-b7
    (3012 Beiträge)

    30.08.2016 18:55 Uhr
    Teil2
    Der Vorsitzende der DITIB ist in Personalunion auch türkischer Botschaftsrat für religiöse und soziale Angelegenheiten. Zudem werden die an staatlichen theologischen Hochschulen in der Türkei ausgebildeten Imame der DITIB für fünf Jahre nach Deutschland geschickt und sind de facto Beamte des türkischen Staates, von dem sie auch bezahlt werden.[1]
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  •   andi-b7
    (3012 Beiträge)

    30.08.2016 18:56 Uhr
    Was hat dies mir Religon zu tun ?
    Das ist Staatliche Unterwanderung und sonst nichts.
    Kein Erdowan in Deutschland !
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  •   Originalteil
    (1242 Beiträge)

    30.08.2016 19:30 Uhr
    Wenigstens
    einer ders kapiert. Ok, gibt noch ein paar mehr, aber alleine hier gibts noch genug die einfach die Augen zumachen.

    Um es nochmal mit aller Deutlichkeit zu sagen: Hier wird versucht unter dem Deckmäntelchen eines gemeinnützigen e.V. (Status sollte aberkannt werden) deutschen Grund und Boden zu erwerben. So etwas ist vollkommen unüblich. Staat X hat keine Grundstücke in Staat Y zu besitzen und umgekehrt auch nicht. Das gibt es nur im Falle einer Besatzung.

    Das kann doch nicht so schwer zu kapieren sein.
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  •   game.over
    (224 Beiträge)

    30.08.2016 20:52 Uhr
    @andi-b7 und @Originalteil
    ...hier gibts noch genug die einfach die Augen zumachen.
    Vorsicht! Wenn die den hervorgeholten Artikel erlickern, laufen in der Redaktion die Telefone heiß und dann heißt es:
    "Es ist nicht mehr möglich, Kommentare zu diesem Artikel zu verfassen."
    Denn es kann nicht sein, was nicht sein darf. Die Wahrheit muss mit allen Mitteln unterdrückt werden. Und die "tagesschau" macht's vor:
    http://www.achgut.com/artikel/was_die_tagesschau_warum_verschweigt
    Warum die Tagesschau die Evakuierung eines Bremer Einkaufszentrum aufgrund einer terroristischen Gefährdungslage verschweigt, wollte ein Bürger aus Bremen von der Redaktion wissen. Er schrieb deshalb folgende E-Mail:
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    Am 27.7.2016 wurde aufgrund einer angenommenen terroristischen Gefährdungslage ein großes Einkaufszentrum „Weser Park“ in Bremen evakuiert........


    Die Antwort der ARD folgt im nächsten Kommentar.
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  •   game.over
    (224 Beiträge)

    30.08.2016 20:55 Uhr
    Teil der Antwort der ARD:
    Die zurückliegenden Wochen mit zahlreichen Schreckensnachrichten haben in unserer Redaktion einen Diskussionsprozess in Gang gesetzt, in dessen Verlauf wir uns einmal mehr intensiv mit unserer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft auseinandergesetzt haben. Wir sind dabei zu dem Schluss gekommen, uns eine gewisse freiwillige Zurückhaltung aufzuerlegen, was die Berichterstattung über Bluttaten angeht. Das hat zwei Gründe. Zum einen ist es erwiesen, dass Amok- und sonstige Bluttaten Nachahmer animieren. Die Ereignisse der vergangenen Wochen dürften diese These mit erschreckender Deutlichkeit belegt haben. Zum anderen aber entsteht bei der Bevölkerung durch die Berichterstattung über Bluttaten ein überproportionales Gefühl der Unsicherheit und Angst. Zwar steigt die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Terrorangriffs oder einer Amoktat zu werden, in keiner Weise an; das subjektive Sicherheitsempfinden der Menschen aber wird empfindlich gestört.
    Dafür zahlen wir GEZ!
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  •   andi-b7
    (3012 Beiträge)

    30.08.2016 19:03 Uhr
    Erdowann :
    „Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“
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  •   udoh
    (1790 Beiträge)

    28.08.2016 23:34 Uhr
    Kein Geheimnis: Wir wollen keine Moschee Nr. 10 in Karlsruhe
    Bis auf Einzelfälle dürfe man glauben 9 Stück reichen und von Erdonahen Vereinen schon mal garnicht!

    Das ist keine Sache von Religion sondern expansiver, kompromisloser Politik
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  •   Pflichtfeld
    (438 Beiträge)

    28.08.2016 19:39 Uhr
    Das "House of One"- Projekt in Berlin...
    ....einem interreligiösen Zentrum mit einer Kirche, einer Synagoge und einer Moschee, ist m. E. vorbildlich!

    Ich finde schon bezeichnend, dass für dieses „Lehr- und Bethaus der Religionen“ die Gülen-Bewegung die islamische Partnerin ist und nicht zum Beispiel die Türkisch-Islamische Union Ditib.
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