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Karlsruhe Die Stellplätze in der Karlsruher City fair aufteilen: Mehr Parkraum für Anwohner - weniger für Stadtbesucher

In Karlsruhe sind Parkplätze Magelware. Damit Anwohner einen Stellplatz finden, ist in vielen Straßen der Innenstadt das Parken nur mit einem entsprechenden Parkausweis erlaubt. Menschen, die hier in der Stadt wohnen, sollen bei der Stellplatzsuche einen Vorteil haben. Doch reichen die ausgewiesenen Parkflächen für die Anwohner aus?

Kostenfreie Parkplätze gibt es in Karlsruhe nicht viele und die wenigen, die es gibt, sind stark umkämpft. Stadtbesucher von außerhalb und Anwohner konkurrieren um die freien Parkflächen. Einige Straßen wurden deshalb zur Bewohnerparkzone deklariert, hier darf nur sein Auto abstellen, wer einen entsprechenden Parkausweis hinter die Windschutzscheibe legt.

Anwohnerparkzonen in Karlsruhe.
Anwohnerparkzonen in Karlsruhe. | Bild: Mobilitätsportal der Stadt Karlsruhe

Innerhalb der Parkzonen sind allerdings nicht alle Stellplätze für Bewohner reserviert: Tagsüber dürfen dort maximal 50 Prozent der Parkplätze für die Anwohner ausgewiesen werden, ab den Abendstunden 75 Prozent. So sollen nach Feierabend, wenn die Bewohner in der Nähe ihrer Häuser ihr Auto anstellen möchten, genug freie Flächen geschaffen werden.

Mehr Parkausweise als verfügbare Plätze

Doch damit ist das Problem längst nicht aus der Welt: Denn ein Anwohner-Parkausweis ist keine Garantie für einen Parkplatz. "Die Erteilung der Ausweise erfolgt in größerer Anzahl als die der vorhandenen Stellplätze", teilt die Stadt Karlsruhe im Gemeinderat mit.

Die Eisenloher Straße ist ein Beispiel für die "Karlsruher Kreativität", was die Umsetzung des Gehwegparkens angeht.
Die Parkplatzsuche ist in Karlsruhe nicht leicht. | Bild: Florian Kaute

Es steht die Frage im Raum: Wie kann der Parkraum zwischen Anwohnern und anderen Autofahrern fair aufgeteilt werden? Mit dem Ausweisen der Bewohnerparkzonen hat die Stadt ein Mittel in der Hand, um genau darauf Einfluss zu nehmen.

Deshalb fordert die Linke-Gemeinderatsfraktion die Stadt dazu auf, den Karlsruher Bürgern die Parkplatzsuche weiter zu erleichtern und die Anwohnerparkzonen auszuweiten. In einem solchen Fall wären von außen kommende Autofahrer die Leidtragenden: Sie sollen künftig stärker kostenpflichtige Stellplätze und Parkhäuser in Anspruch nehmen müssen.

Da Parken in der Stadt nicht erst seit heute ein Thema ist, das die Gemüter erregt, wurde in der Vergangenheit das Projekt "Faires Parken" ins Leben gerufen. Mit ihm sollten Straßen und Plätze mit heiklen Parksituationen ausfindig gemacht und entschärft werden. Das Projekt an sich ist mittlerweile abgeschlossen, doch: "Die Stellplatzanzahl verändert sich nach wie vor durch die Nacharbeiten", so die Stadt Karlsruhe.

Solange sich die Anzahl der Stellplätze noch verändert, können laut der Stadt aktuell keine belastbaren Aussagen zur Parkplatzsituation getroffen werden. Noch Ende dieses Jahres sollen diese Nachjustierungen beendet sein. Dann wird erneut zur Diskussion stehen, ob die Anwohner genügend Vorteile bei der Stellplatzsuche haben - oder mehr Straßen in Karlsruhe zur Bewohnerparkzonen werden.

Wie angespant die allabendliche Parkplatzsuche ist, das können die Anwohner selbst wohl am Besten sagen. Ob sie zu Wort kommen werden und die Stadt Karlsruhe unter ihnen eine Befragung durchführt, wird nun in Karlsruher Ausschüssen diskutiert. 

Mehr zum Thema
Parken in Karlsruhe | ka-news.de: Parkstreifen oder Parkhaus? Wo ist Parken noch erlaubt und wo wird es verboten? Ab 2018 ist das Gehwegparken in Karlsruhe Vergangenheit. Alle aktuellen Infos rund um das Thema Parkraum und -regeln in Karlsruhe gibt es hier in unserem Dossier.
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  •   patrickkk
    (1931 Beiträge)

    21.11.2019 15:05 Uhr
    ...
    Du bist nicht überheblich. Nein.
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  •   schmidmi
    (2822 Beiträge)

    21.11.2019 13:58 Uhr
    Falls Du beim Gehwegparken
    mal ein Knöllchen bekommst, lass es vor Gericht gehen und erzähle dem Richter Deine Story grinsen
    Das Ergebnis dann aber bitte auch hier posten. Danke!
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  •   patrickkk
    (1931 Beiträge)

    21.11.2019 15:04 Uhr
    ...
    Erfinde mir die Zeitmaschine um dass in der Zeit als es gedulded war zu machen und ich poste es hier. Kein Problem.
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  •   schmidmi
    (2822 Beiträge)

    21.11.2019 15:13 Uhr
    Das Thema des Threads
    ist die Situation heute und nicht vor 30 Jahren....
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  •   patrickkk
    (1931 Beiträge)

    21.11.2019 15:19 Uhr
    ...
    und ich kritisiere die Änderung die zu dieser Situation geführt hat, wo liegt das Problem?

    (Vielleicht ist es etwas untergegangen aber mueck behauptet immer dass in Karlsruhe bis zu dieser Änderung alles ganz Gesetzlos war. Dem wiederspreche ich).
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  •   schmidmi
    (2822 Beiträge)

    21.11.2019 16:32 Uhr
    Natürlich war es gesetzlos
    aber es gilt eben auch:
    Wo kein Kläger, da kein Richter.
    Da nun die Klagen immer lauter geworden sind ( zu Recht!), musste die Stadt eben handeln....
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  •   mueck
    (12110 Beiträge)

    21.11.2019 13:59 Uhr
    !
    Wir haben eh schon zu wenig Richter!
    Wir sollten sie nicht auch noch durch Totlachen dezimieren!

    zwinkern
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  •   schmidmi
    (2822 Beiträge)

    21.11.2019 11:40 Uhr
    Alles, was nicht explizit verboten ist
    ist implizit auch erlaubt!
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  •   DangerMouse
    (234 Beiträge)

    21.11.2019 00:18 Uhr
    <=>
    Ich hatte es so verstanden, dass durch Änderungen der Vorschriften auf Landesebene, die Kommunen das übliche Gehwegparken nicht mehr dulden dürfen. Früher durften die Kommunen das. Somit kann man schon argumentieren, dass viele Parkplätze weggefallen sind. (Das Geld in Form von Steuern und Abgaben der berufstätigen Pendler nehmen die Kommunen und das Land aber immer noch gern)

    Ob Schilder oder Markierungen schöner sind überlasse ich den geneigten Lesern. Man kann in KA beide Varianten sehen und von Schilderwald kann echt keine Rede sei. Eine hohe "Präzision der Festlegung" ist auch nicht notwendig.

    Was ich allerdings schon oft ausserhalb von KA gesehen habe sind verkehrsberuhigte "shared space" Lösungen, welche die Lage auch in anderen Gesichtspunkten stark Entspannen können. Das würde aber Geld kosten...
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  •   schmidmi
    (2822 Beiträge)

    21.11.2019 10:30 Uhr
    Es wurde auf Landesebene nichts erlaubt
    Das kann das Land auch nicht, das es hier um Bundesgesetze geht.
    Man hat in Karlsruhe eben über lange Zeit das geltende Recht einfach nicht angewendet oder durchgesetzt.
    Die Änderung besteht nur darin, dass Karlsruhe vom Land angewiesen wurde, geltendes Recht auch durchzusetzen. In dem Bundesland, aus dem ich stamme, hat man schon vor mehr als 30 Jahren die Gehwegparker kostenpflichtig weggeräumt...
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