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Karlsruhe Die Gleise kommen: Spatenstich für Südostbahn

Mit dem Spatenstich durch Erste Bürgermeisterin Margret Mergen, Walter Casazza, Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) sowie Elmar Steinbacher, Leitender Ministerialrat im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr, ist heute der offizielle Startschuss zum Bau der Straßenbahn Südost in Karlsruhe erfolgt.

Die 2,2 Kilometer lange Strecke verbindet ab Ende nächsten Jahres die Südstadt, das neue Stadtquartier im Osten der Südstadt sowie die Oststadt miteinander. Als "Kulturlinie" schafft sie eine bessere Erreichbarkeit der kulturellen Einrichtungen entlang der nördlichen Schlachthausstraße mit der Musikhochschule, dem Tollhaus und dem Substage sowie mit dem Staatstheater an der Baumeisterstraße. Rund 30 Millionen Euro wird der Bau der neue Trasse kosten.

"Das Karlsruher Straßenbahnnetz wird mit der neuen Strecke im Südosten der Stadt deutlich aufgewertet“, sagte Karlsruhes Erste Bürgermeisterin Margret Mergen beim Spatenstich am Gebäude der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), unter dem die neue Strecke im Bereich der Ludwig-Erhard-Allee, der Henriette-Obermüller- sowie der Philipp-Reis-Straße hindurchführen wird.

Die künftige Straßenbahn Südost beginnt im Westen an der Kreuzung Baumeisterstraße/ Rüppurrer Straße. Über die Philipp-Reis-Straße und die Henriette-Obermüller-Straße führt sie auf die Ludwig-Erhard-Allee. Über den freigehaltenen breiten Mittelstreifen erreicht die Trasse den Kreisel an der Kreuzung mit der Wolfartsweierer beziehungsweise Stuttgarter Straße. Nach dessen Querung führt sie durch die Schlachthausstraße bis zur Durlacher Allee, wo sie an das bestehende Schienennetz angebunden wird.

Barrierefreier Ausbau der Haltestellen

Die neue Bahn wird überwiegend als Rasengleis angelegt, was zu einem verminderten Lärmausstoß führen soll. Auch die Fahrleitung soll an das städtebauliche Umfeld ange­passt und die Anzahl von Fahrleitungs- und Beleuchtungsmasten zugunsten des Stadtbildes optimiert werden. Die nördliche Schlachthausstraße wird ab 2012 ausschließlich Fußgängern, Radfahrern und der Straßenbahn zur Verfügung stehen. Entlang der Strecke entstehen vier neue Haltestellen, die barrierefrei ausgebaut und zusätzlich auch mit Bike+Ride-Anlagen ausgestattet werden.

Vor dem Gebäude der Verkehrsbetriebe in der Tullastraße wird die Tram-Trasse zweigleisig ausgebaut. Dazu gehört der barrierefreie Umbau der bisherigen Bedarfshaltestelle für den künfti­gen Regelbetrieb. Bei dieser Gelegenheit wird die Tullastraße zur Allee mit neuen Bäumen. Mit der Streckeneröffnung bedient die ab dem Bahnhofsvorplatz verlängerte Linie 6 die neue Strecke. Weitergeführt wird die Linie über die Tullastraße zum Hirtenweg/Technologie­park.

Artikel-Archiv:

Planfeststellungsbeschluss: Grünes Licht für die Südostbahn

Ab durch den Kreisel: Südostbahn fährt ab 2012

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Kommentare (37)
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (10 Beiträge)

    04.03.2011 13:04 Uhr
    ?
    Ich kanns kaum erwarten: grinsen Die Lichter gehn aus (Ampel) und JEDER hat Vorfahrt ... Und mitten drin noch 2 Bahnen. Yipii...
    Da blickt doch jetzt schon keiner durch wenn mal die Ampel ausfällt.
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  •   Karlsrator
    (2755 Beiträge)

    04.03.2011 12:28 Uhr
    ... man streiche ein "d"
    ---
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  •   Karlsrator
    (2755 Beiträge)

    04.03.2011 10:57 Uhr
    Tja, ...
    ... oberirdisch ist nicht genehm, unterirdisch ist nicht genehm, Vorrangschaltung für die Straba ist aus Autofahrersicht nicht genehm und Integration in die "normale" Ampelschaltung ist aus Sicht der Strabefahrer nicht genehm.

    Da bin ich jetzt aber 'mal gespannt, was die selbsternannten Verkehrsexperten - sorry, natürlich auch die VerkehrsexpertInnen - als Ideallösung vorschlagen.
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    04.03.2011 12:16 Uhr
    ganz einfach
    alle fahren Auto. Das wird toll.
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  •   Petrolhead
    (972 Beiträge)

    04.03.2011 11:27 Uhr
    Vielleicht
    ... ein neues Mäntelchen für die Warnbake Mergen.

    Seitdem der Winter angebrochen ist, sieht man unsere EBM auf jedem Photo nur noch mit dieser Augenpeitsche "Modell Schottenrock".
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    04.03.2011 09:06 Uhr
    Was ich nicht verstehe
    Zitat: "[...] sowie mit dem Staatstheater an der Baumeisterstraße"

    Zitat: "Die künftige Straßenbahn Südost beginnt im Westen an der Kreuzung Baumeisterstraße/ Rüppurrer Straße [...]"

    Zitat: "Mit der Streckeneröffnung bedient die ab dem Bahnhofsvorplatz verlängerte Linie 6 die neue Strecke."

    Die 6 fährt dann über? Die Rüppurrer oder über die Ettlinger? Wenn die Südostbahn an Baumeister/Rüppurrer beginnt, verbindet sie doch nicht das Staatstheater mit irgendetwas. (?)

    Was ich hingegen verstanden habe, ist dass die Anbindung an den Bereich Alter Schlachthof für die Waldstädter besser wird, weil sie nicht mehr über das Durlacher Tor fahren müssen. Und sie verbessert sich für die Südoststadt und die östliche Südstadt, weil den Bewohnern dort Haltestellen zur Verfügung stehen, die näher sind als die in der Ettlinger. Durch die Rüppurrer fährt nur die 3, welche nicht zum Schlachthof fährt.
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  •   chrisrut
    (423 Beiträge)

    04.03.2011 10:20 Uhr
    Streckenführung
    Also die neue Linie kann nicht über den Tivoli fahren, da an der Baumeisterstrasse die Bahnden, die vom Tivoli kommen nicht rechts abbiegen können. Diese Fahrbeziehung fehlt.
    Die Bahn muss also vom Hauptbahnhof erstmal über die Ettlingerstrasse zum Kongresszentrum und dann durch die Baumeisterstrasse.
    Korrigiert mich wenn ich falsch liege.
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  •   Sput
    (1023 Beiträge)

    04.03.2011 12:10 Uhr
    !
    Genauso ist es geplant. Den neuen Liniennetzplan gibt's im Übrigen auf kvv.de.
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    04.03.2011 12:19 Uhr
    danke
    .
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (1456 Beiträge)

    04.03.2011 00:34 Uhr
    Klarstellung
    Der einzige "Kulturbetrieb", der tatsächlich eine neue, besser angebundene Haltestelle bekommen wird, ist das Gottesauer Schloß. Für alle anderen (Jazzclub, Substage, Tollhaus, Alte Hackerei, usw,) ist die altbekannte Haltestelle Tullastraße weiterhin die nächstliegende, d.h. die haben keinen Vorteil durch diese Straßenbahnlinie.

    Der einzige Grund für diese neue Trasse ist der Ausbau des Liniennetzes hinsichtlich Entlastung der Baustellenbereiche bedingt durch das Fenrichdenkmal sowie aus Redundanzgründen. Aus letzteren Gründen war und ist eine Backup-Lösung schon lange überfällig, um beispielsweise bei einem technischen Problem am Durlacher Tor nicht zwei halbe Liniennetze zu erhalten. Aber gut, daß man andere Argumente zum Blenden gefunden hat, nur sind diese eher unglaubwürdig.

    Warum nur können "die" nicht einfach nur die Wahrheit sagen? Oder müssen wir auch hier noch 2 Wochen warten? zwinkern
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