Browserpush
37  

Karlsruhe Die Gleise kommen: Spatenstich für Südostbahn

Mit dem Spatenstich durch Erste Bürgermeisterin Margret Mergen, Walter Casazza, Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) sowie Elmar Steinbacher, Leitender Ministerialrat im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr, ist heute der offizielle Startschuss zum Bau der Straßenbahn Südost in Karlsruhe erfolgt.

Die 2,2 Kilometer lange Strecke verbindet ab Ende nächsten Jahres die Südstadt, das neue Stadtquartier im Osten der Südstadt sowie die Oststadt miteinander. Als "Kulturlinie" schafft sie eine bessere Erreichbarkeit der kulturellen Einrichtungen entlang der nördlichen Schlachthausstraße mit der Musikhochschule, dem Tollhaus und dem Substage sowie mit dem Staatstheater an der Baumeisterstraße. Rund 30 Millionen Euro wird der Bau der neue Trasse kosten.

"Das Karlsruher Straßenbahnnetz wird mit der neuen Strecke im Südosten der Stadt deutlich aufgewertet“, sagte Karlsruhes Erste Bürgermeisterin Margret Mergen beim Spatenstich am Gebäude der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), unter dem die neue Strecke im Bereich der Ludwig-Erhard-Allee, der Henriette-Obermüller- sowie der Philipp-Reis-Straße hindurchführen wird.

Die künftige Straßenbahn Südost beginnt im Westen an der Kreuzung Baumeisterstraße/ Rüppurrer Straße. Über die Philipp-Reis-Straße und die Henriette-Obermüller-Straße führt sie auf die Ludwig-Erhard-Allee. Über den freigehaltenen breiten Mittelstreifen erreicht die Trasse den Kreisel an der Kreuzung mit der Wolfartsweierer beziehungsweise Stuttgarter Straße. Nach dessen Querung führt sie durch die Schlachthausstraße bis zur Durlacher Allee, wo sie an das bestehende Schienennetz angebunden wird.

Barrierefreier Ausbau der Haltestellen

Die neue Bahn wird überwiegend als Rasengleis angelegt, was zu einem verminderten Lärmausstoß führen soll. Auch die Fahrleitung soll an das städtebauliche Umfeld ange­passt und die Anzahl von Fahrleitungs- und Beleuchtungsmasten zugunsten des Stadtbildes optimiert werden. Die nördliche Schlachthausstraße wird ab 2012 ausschließlich Fußgängern, Radfahrern und der Straßenbahn zur Verfügung stehen. Entlang der Strecke entstehen vier neue Haltestellen, die barrierefrei ausgebaut und zusätzlich auch mit Bike+Ride-Anlagen ausgestattet werden.

Vor dem Gebäude der Verkehrsbetriebe in der Tullastraße wird die Tram-Trasse zweigleisig ausgebaut. Dazu gehört der barrierefreie Umbau der bisherigen Bedarfshaltestelle für den künfti­gen Regelbetrieb. Bei dieser Gelegenheit wird die Tullastraße zur Allee mit neuen Bäumen. Mit der Streckeneröffnung bedient die ab dem Bahnhofsvorplatz verlängerte Linie 6 die neue Strecke. Weitergeführt wird die Linie über die Tullastraße zum Hirtenweg/Technologie­park.

Artikel-Archiv:

Planfeststellungsbeschluss: Grünes Licht für die Südostbahn

Ab durch den Kreisel: Südostbahn fährt ab 2012

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Links
Rechts
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (37)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   kscgrufti
    (3738 Beiträge)

    04.03.2011 15:55 Uhr
    Tatsächlich wirds dann
    wahrscheinlich werden wie am Brauerboulevard, wo man an gefühlten 10 Ampeln ungefähr neunmal zum halten kommt.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Hasehirn
    (154 Beiträge)

    04.03.2011 10:25 Uhr
    StraBa über den Kreisel ?!!
    also das kann doch - Gutachten hin oder her - nie wirklich in der Realität funktionieren! Da hatte man endlich mit der verlängerten Kriegstraße bzw. Ludwig-Erhard-Allee das jahrzehntelange Stau-Problem Richtung Osten über Kriegstr / Kapellenstraße / Durlacher Allee in den Griff bekommen, und jetzt fällt denen nichts besseres ein, als die Gleise ausgerechnet quer durch den Kreisel zu legen. Statt den Verkehrsfluß aufrecht zu erhalten, wird der Individualverkehr wieder (absichtlich?)blockiert. Denn bestimmt basteln dann wieder reihenweise IT-Experten daran, die sog. Lichtsignalanlagen so zu programmieren, dass - natürlich! - die Bahnen wieder absoluten Vorrang haben und am Ende wird wieder nur "Stau pur" herauskommen! *kopfschüttel*
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Sput
    (1023 Beiträge)

    04.03.2011 12:14 Uhr
    !
    Richtung Osten quert der Verkehr auf der B10 keine Gleise. Also von daher überhaupt kein Problem.

    Richtung Westen muss ein Gleispaar gequert werden, das kann man dann aber ampelphasentechnisch so einbauen, daß in der Zeit die Autofahrer aus Nord in den Kreisverkehr einfahren können.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Hasehirn
    (154 Beiträge)

    04.03.2011 13:00 Uhr
    ???
    Zitat von Sput Richtung Osten quert der Verkehr auf der B10 keine Gleise. Also von daher überhaupt kein Problem.


    Das wäre mir aber neu, woher haben Sie diese Weisheit?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   andip
    (11230 Beiträge)

    04.03.2011 15:25 Uhr
    Bitte
    lesen und falls möglich dazugehöriges Bild in der BNN betrachten:
    "Über den freigehaltenen breiten Mittelstreifen erreicht die Trasse den Kreisel an der Kreuzung mit der Wolfartsweierer beziehungsweise Stuttgarter Straße"
    D.h.,die Bahn fährt zwischen den einzelnen Fahrbahnen und biegt am Kreisel ab,so dass die Fahrbahn Richtung Ost da nicht berührt wird.
    Und auch wenn die Bahnen dort nicht gleichzeitig aneinander vorbeifahren werden,öfters als schon jetzt wird es da nicht rot werden.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Sput
    (1023 Beiträge)

    04.03.2011 12:18 Uhr
    !
    Es werden natürlich auf Höhe des LBBW-Gebäudes auch Richtung Osten Gleise gequert, aber hier ging es ja um den Kreisel grinsen

    Hauptverkehrsstraßen, die von einer Tram-Linie gekreuzt werden, gibt es aber nun in Karlsruhe öfter, ohne daß es zu Katastrophen kommt.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   andip
    (11230 Beiträge)

    04.03.2011 10:48 Uhr
    Als wenn
    dann alle paar Sekunden eine Bahn den Kreisel kreuzen würde.
    Da fährt eine Linie,d.h. auch tagsüber kommt nur alle 5 Minuten eine vorbei.
    Und auch schon jetzt bekommt der Verkehr immer wieder mal rot,damit die Autos aus den Seitenstrassen rauskönnen.
    Es würde sich an dem Verkehrsfluss gar nichts ändern durch die neue Bahn.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Hasehirn
    (154 Beiträge)

    04.03.2011 11:55 Uhr
    Moment!
    Sicherlich wird der Kreisel nicht "alle paar Sekunden" von einer Tram gekreuzt! Aber focussieren Sie doch nicht auf den reinen "Kreuzungsvorgang" sondern spielen Sie das mal gedanklich durch: Gehen Sie mal von dem im Karlsruher Stadtgebiet üblichen 10-Minuten-Takt aus, und beziehen in Ihre Überlegungen noch den Umstand mit ein, dass die Straßenbahnen üblicherweise auch in die Gegenrichtung verkehren. Dann schauen Sie sich mal vor Ort das durchschnittliche Verkehrsaufkommen an und bedenken, wieviel Zeit die Verkehrsregulierung bzw. -Steuerung an so einem Knotenpunkt in Anspruch nimmt, bis alle Signalphasen durchgeschaltet sind, bis der Verkehr erst mal still steht, dann das Bähnchen angefahren kommt, den Kreisel überquert hat und dann die Signale wieder umschalten, der Autoverkehr langsam ins Rollen kommt, dann noch Wartezeiten wg. Seitenstraßen usw. usw.! Da sind wir ganz schnell wieder an dem Punkt, wo eben doch alle paar Sekunden der Verkehr ins Stocken gerät - oder stillsteht!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Karlsrator
    (2753 Beiträge)

    04.03.2011 12:25 Uhr
    ?
    10-Minutentakt + Gegenrichtung macht im Schnitt eine Strabadurchfahrt im 5-Minutentakt, wie Andip zutreffend bemerkt. Das macht bei etwa 30 s zusätzliche, durch die Straba bedingte Rotphase pro Durchfahrt 1 min Standzeit pro 10 Minuten (Tendenz eher weniger, falls sich zwei Bahnen gerade begegnen).

    Soddom und Gomorrha, der Infarkt des Individualverkehrs wird uns in Bälde ereilen!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Hasehirn
    (154 Beiträge)

    04.03.2011 14:00 Uhr
    Es besteht überhaupt kein Grund...
    meine Äußerungen ins Lächerliche zu ziehen! Ich habe weder von "Infarkt" noch von "Katastrophen" gesprochen, sondern nur etwas zu bedenken geben. Sie können noch so viel theoretische Mathematik betreiben, es wird sich in etwa 2 Jahren zeigen, wie weit die planerische Theorie von den dann herrschenden realen Zuständen abweicht. Nochmal zur Sache: Natürlich wiederholen sich diese sog. Rot-Phasen für den Individualverkehr in die jeweilige Richtung "nur" alle 10 Minuten, aber das ist doch pure Theorie u. an der Realität vorbeiargumentiert. Die Kurse einer Tram sind i.d.R. nicht so austariert, dass sich die Fahrzeuge z.B. am Kreisel exakt alle 10 Min "begegnen", durch die zwangsläufige zeitliche Versetzung werden die Rotphasen eben doch eher im 5 -6 Minuten-Takt liegen. Nun muß man zur eigentlichen Querungszeit noch die von mir beschriebenen Vor- bzw Nachlaufzeiten einrechnen u. schon liegen vielleicht noch max. 4 Minuten zwischen zwei Rot-Phasen. 4 Minuten fließender Verkehr - prima!!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten

Seite : 1 2 3 4 (4 Seiten)

Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.
ka-news-logo

Es gibt neue Nachrichten auf ka-news.de

Abbrechen