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Karlsruhe Demo-Woche in Karlsruhe: Pegida am Dienstag, HoGeSa am Sonntag?

Am kommenden Sonntag, 19. April, will die rechte Gruppierung "Hooligans gegen Salafisten" (HoGeSa) in Karlsruhe demonstrieren. Das vermelden zahlreiche Internetseiten. Die Stadt Karlsruhe hat eine Kundgebung vor dem Hauptbahnhof bestätigt. Diese soll ab 14 Uhr stattfinden - mit rechtem Gedankengut soll die Veranstaltung laut Versammlungsleiter nichts zu tun haben.

"Am Sonntag ist eine Kundgebung von 14 bis 16 Uhr am Hauptbahnhof angekündigt", bestätigt Karlsruhes Pressesprecher Bernd Wnuck gegenüber ka-news. Jedoch habe sich der Anmelder im Rahmen des Kooperationsgespräches mit der Stadt sowohl von HoGeSa als auch von rechtsradikalem Gedankengut distanziert. Dem entgegen steht ein Flyer, der auf rechten Internetseiten für die Kundgebung wirbt.

Kein Demo-Zug durch Karlsruhe

Bislang kursiert als Motto der Kundgebung "Bürger Deutschlands gegen den Terror der Antifa und gegen den radikalen Islamismus" im Netz - geworben wird für die Veranstaltung mit einem entsprechenden Flyer. "Das Motto will der Veranstalter noch ändern", so Wnuck. Ebenfalls soll kein Alkohol ausgeschenkt werden und keine Live-Musik auf der Bühne stattfinden, darauf habe man sich im Kooperationsgespräch geeinigt. Der Veranstalter selbst möchte vonseiten der Presse nicht kontaktiert werden - bekannt ist, dass er laut Angaben der Stadt nicht aus Karlsruhe stammt.

In den Gesprächen, die im Vorfeld jeder öffentlichen Versammlung stattfinden, habe sich der Anmelder kooperativ gezeigt. "Er verzichtet auf Anraten des Ordnungsamtes auf einen Demonstrationszug", so Wnuck, "es wird eine stationäre Kundgebung." Angemeldet sind bislang 500 Teilnehmer - das Ordnungsamt und die Polizei wollen die Entwicklung in den kommenden Tagen weiterhin beobachten und bewerten.

Antifa macht gegen Kundgebung mobil

Bei der Stadt rechnet man mit Gegenveranstaltungen am Sonntag - offiziell angemeldet waren am Montagmorgen jedoch noch keine. Die Antifa Karlsruhe macht auf ihrer Homepage gegen die HoGeSa-Demonstration mobil. Dort ruft man zum "ungemütlichen Empfang" des "HoGeSa-Marschs" auf, um "dem rechten Treiben in der Stadt ein Ende zu bereiten".

Ein Verbot des Aufmarsches steht bislang nicht im Raum. Wie bereits in Hinblick auf die Pegida-Demos in Karlsruhe, weist die Stadt auf das Demonstrationsrecht hin. "Ein Verbot ist wenn überhaupt möglich, wenn von der Veranstaltung eine Gefahr für die Sicherheit und Ordnung der Stadt ausgeht", so Wnuck.

In dieser Woche soll ein Gespräch zwischen Oberbürgermeister Frank Mentrup und dem Netzwerk gegen Rechts stattfinden - bislang nicht vor dem Hintergrund der HoGeSa-Demo am Sonntag. Dies hatte Mentrup im Rahmen eines Pressegesprächs am Freitag angekündigt.

ka-news Hintergrund:

Karlsruhe steht eine Demo-Woche bevor. Am Dienstag findet die 6. Pegida-Demo mit Gegenveranstaltungen in der Innenstadt statt. Am Sonntag ist eine Kundgebung mit 500 Personen am Karlsruher Hauptbahnhof angemeldet.

Im Mai 2013 versuchte die Stadt Karlsruhe eine geplante Nazi-Demo am Hauptbahnhof zu verbieten. Das Bundesverfassungsgericht untersagte schließlich den Marsch der zirka 200 Rechtsextremen durch die Karlsruher Innenstadt. Damals erschienen 2.500 Gegendemonstranten.


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  •   ckckck
    (425 Beiträge)

    14.04.2015 11:07 Uhr
    sicherlich gibts Unterschiede
    aber die linken Volldeppen stellen sich halt auch nunmal genre als Gutbürger hin und das sind sie halt nicht. (wer kann schon was dafür, das er blöder weiße sein Auto zur falschen Zeit am falschen Ort abgestellt hat und es später brennt)

    Wenn man schon aufräumt, dann richtig, und dann gehören die rechtsaußen und die linksaußen weg.
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  •   ckckck
    (425 Beiträge)

    14.04.2015 11:12 Uhr
    und solange es
    nicht gerade wenige linke Volldeppen gibt, ist es halt schwierig dem Otto-Normal-Bürger klar zu machen, das rechts schlecht ist.

    Man sollte halt immer mit gutem Beispiel voran gehen und das machen die linken nicht, egal wer für oder gegen was ist, das ist ein prinzipielles Problem. Wenn linke Gewalt, Chaos und Unruhe anwenden, können sie sich nciht besser hinstellen als rechte Spinner.

    Und auch an dieser Stelle werde ich nicht müde zu erwähnen, das nicht jeder, der bei pedigda und co mitläuft automatisch ein Rechter ist. Sicherlich sind sehr viele dabei und viele Rechte instrumentalisieren diese Demonstrationen, aber nicht jeder dabei ist rechts. Viel schlimmer noch, mit den linken Parolen und einigen politischen Äußerung werden die "moderaten" noch in die Arme der Rechten getrieben... sehr gefährlich. Und das halt täglich Straftaten in Karlsruhe von Ausländern (nicht nur!) begangen werden, ist halt kein Einzelfall sondern tägliche Realität ...
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  •   JOBA
    (86 Beiträge)

    14.04.2015 19:54 Uhr
    Dem ist nicht so!
    Wer an Pegida Demonstrationen teilnimmt, der hat auch schon die Hetzparolen der Pegidaführer wahrgenommen. Er gutiert diese und stellt sich mit seiner Teilnahme auch hinter die falschen Behauptungen mit denen die Pegida die nicht denkenden Mitbürger zu ködern versucht. Die da sind: Deutschland wird von Flüchtlingen „überflutet“; die Zuwanderung nimmt zu und das ist schlecht; Ausländer belasten unsere Sozialkassen; es droht eine Islamisierung der Gesellschaft und weiteren derartigen Unsinn. Rechtsextremisten fühlen sich bestärkt, Ausschreitungen gegen Flüchtlingsunterkünfte und Flüchtlinge und wie man sieht auch gegen Komunalbeamte nehmen zu. Das alles bewirkt PEGIDA und wer daran teilnimmt muß sich als rechtslastig bezeichnen lassen.
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  •   dipfele
    (5865 Beiträge)

    14.04.2015 10:37 Uhr
    satt die soziale Schieflage.....
    ... in unserem CDUSPD-Staat anzugehen, müssen Ausländer als Prügelknaben herhalten. Wer von den Demonstranten regt sich auf , wenn ein Herr Ackermann 10-12 Mio Jahresgehalt bekommt? So viel Geld setzt ein mittelstänsiches Unternehmen mit 80-90 Mitarbeitern um. Und wer regt sich auf, wenn unter der Kaiserstrasse eine Milliarde (1000 Mio) verbrannt werden? Machen das "Rechte" oder "Linke" ?
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  •   FrankMaier
    (16 Beiträge)

    14.04.2015 08:22 Uhr
    Na, da kann ja der IQ bei Antifa-SA nicht so groß sein!
    Wenn man die Antifa bei der Pegida-Demos so betrachtet, kann man von ihrer These wegen dem niedrigen IQ echt bestätigen.

    Die stehen da rum um brüllen 2 Stunden am Stück, wie die Brüllaffen im Zoo. Dann gab es einige die schlugen stundenlang Holzlatten wie verrückt auf den Boden. Das ganze erinnerte an ein bestimmtes Gehege im Karlsruher Zoo. Andere spuckten Poliizeibeamte an und warfen alles was sie in der Hand hatten. Auch große Steine in Menschenmengen und machten dabei komische affenartige Laute.

    Werde das nächste mal ein paar Erdnüsse und Bananen für die Antifa mitnehmen.
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  •   Der_Geaechtete
    (927 Beiträge)

    14.04.2015 00:28 Uhr
    Jo, Barlon.
    Oder war es Marlon?
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  •   FrankMaier
    (16 Beiträge)

    13.04.2015 21:39 Uhr
    Die Antifa ist die SA der Neuzeit!
    +++ Das Posting enthält beleidigende Inhalte und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   Joker1894
    (3060 Beiträge)

    13.04.2015 21:09 Uhr
    ...
    Da klingelts wieder im Geldbeutel der Antifa. Die freuen sich doch über jede Demo.
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  •   FrankMaier
    (16 Beiträge)

    13.04.2015 21:46 Uhr
    Die Antifa-Schläger kommen ganz schön in Streß!
    Mussten die Antifa-Schläger jeder Woche aufmarschieren um wie bei der Pegida-Demo Andersdenkende niederzuschreien und Steine zu werfen (gegen 50 Antifa-Nazis laufen Ermittlungsverfahren!) so müssen diese Politchaoten diese Woche richtig arbeiten.

    Wenn es nach mir ginge sollte Pegida diese Woche drei oder vier Demos anmelden. Das würde die Antifa ins Schwitzen bringen.
    Und da haben die weniger Zeit zu saufen und zu kiffen. Das würde den Antifa-Nazis auch mal gut tun!
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  •   dipfele
    (5865 Beiträge)

    14.04.2015 10:40 Uhr
    wieso sind...
    ... Antifaschisten Nazis?
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