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Karlsruhe Das digitale Bürgerbüro kommt: Einrichtung am Marktplatz wird für einen Umbau geschlossen

Am Freitag, 11. Januar, schließt das Bürgerbüro Mitte seine Pforten - vorerst! Noch in der ersten Jahreshälfte 2019 soll es wieder öffnen. Der Umbau sei nötig um dem Kundenwunsch nach mehr Digitalisierung nachzukommen. Alle anderen Bürgerbüros an den verschiedenen Standorten in Karlsruhe bleiben geöffnet.

Im Zuge der Digitalisierung wird das Bürgerbüro Mitte ab Freitag, 11. Januar, geschlossen sein.  Das berichtet die Stadtverwaltung in einer Pressemeldung. Bei der Neugestaltung können Nutzer direkt an der Weiterentwicklung von Onlineangeboten mitwirken, indem sie der Stadtverwaltung ihre Erfahrungen und Wünsche mitteilen. "Wir wollen die Prozesse gemeinsam mit den Menschen entwickeln, die sich mehr Digitalisierung wünschen", betont Bürgermeister Albert Käuflein heißt es in einer Pressemitteilung weiter.

Selbstbedienungsterminals und E-Authentifizierung

Mithilfe der "eID-Funktion" ihres Personalausweises können sich Bürger an den Selbstbedienungsterminals selbst authentifizieren. Persönliche Daten, Passbild und Unterschrift werden digital erfasst. Grundlage ist das 2017 erlassende Onlinezugangsgesetz. Das verpflichtet Bund und Länder sämtliche Leistungen bis zum Jahr 2022 elektronisch über Verwaltungsportale anzubieten. 

Persönlichen Kundenservice gibt es für die Bürger weiterhin in der Kaiserallee 8, im Bürgerbüro Ost. Dort steht auch ein barrierefreier Schalter zur Verfügung. Ab dem 14. Januar unterstützt die Belegschaft des Büros am Marktplatz die Kollegen in der Kaiserallee.

Bürgerbüro
Das Bürgerbüro in Karlsruhe Mitte hat ab dem 11. Januar vorübergehend geschlossen. | Bild: ka-news

"Die Verfahren werden sich zunehmend digitalisieren, die Daten weiter vernetzt", kündigt Björn Weiße, Leiter des Ordnungs- und Bürgeramtes an. Bis 2022 sollen die Abwicklungen, wie beispielsweise beim Bewohnerparkausweis, voll automatisiert werden, kündigt er an.

Dreigleisiger Bürgerservice geplant

Wie die Stadt weiter berichtet, sei in Karlsruhe in naher Zukunft ein "dreigleisiger Bürgerservice" geplant. Demnach soll nach den Bedürfnissen der unterschiedlichen Altersgruppe unterschieden werden. Die Menschen über 60 Jahren, die nur wenig mit der Digitalisierung zu tun haben, sollen weiter einen Ansprechpartner vor Ort haben.

Die Menschen zwischen 40 und 60 würden derzeit die Online-Terminvereinbarung nutzen und sich im Netz auch über den Service und die Beratungszeiten informieren. Die Erledigungen würden zumeist aber weiter bei einem persönlichen Gespräch am Schalter erledigt - was auch weiterhin möglich sei.

Für die jüngere Zielgruppe sei beispielsweise ein Student stellvertretend. Er wolle alle Behördengänge idealerweise online über das Smartphone abwickeln. Insgesamt sei es ein Modell, wie es in Karlsruhe künftig umgesetzt werden könnte.

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  •   Toleranz
    (222 Beiträge)

    13.01.2019 12:08 Uhr
    Falsche Mitarbeiter, Falsch Führungskräfte, falsche ...
    Planer, falsche Abteilungsleiter und Falsche Behördenleiter, ist die Wahrheit hinter all den Problemen die seit 30 Jahren künstlich am Leben gehalten werden. - Ein Freund ist gerade deswegen von dort nach seiner Ausbildung weg. Es wird gezielt nach jungen zur hörigkeit neigenden Azubis gesucht, denen dann eingeredet wird sie wären etwas ganz besonderes, die Speerspitze der Bürokratie und weiteren Käse. Man ist gerne geneigt den Gesellschaftsvertrag zu kündigen, wenn derart mit Geld umgegangen und Kunde derart pampig behandelt wird.
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  •   Anonymous
    (44 Beiträge)

    10.01.2019 08:56 Uhr
    digitales Bürgerbüro...
    Kann ja bei diesem Saftladen nur besser werden:

    Hatte Anfang letzten Monats einen Ummelde-Termin bzgl. meines Sohnes, und es waren ca. 20 - 25 Personen mit einem Termin in der Warteschlange. Das Bürgerbüro war gerade mal mit 4 Personen besetzt, und das um 10:00 Uhr. Als ich danach an der Reihe war und meine Sache als erledigt ansah und Heim ging musste ich feststellen, dass mir gar keine Melde-Bestätigung ausgestellt wurde. Dabei dachte ich an eine postalischen Zustellung, bis heute nichts. Nach Anruf gestern hat es nun geheißen, ich müsste einen neuen Termin ausmachen und vorbei kommen, da Sie keine Auskünfte darüber geben dürfte und eine Zustellung per Post nicht möglich wäre. Wie bitte???
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  •   Suedweschter
    (375 Beiträge)

    11.01.2019 08:07 Uhr
    Diese stets pampigen Mitarbeiter dort
    möchte niemand mehr sehen. Insofern Daumen hoch zur Digitalisierung!
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  •   Route66
    (1758 Beiträge)

    11.01.2019 14:26 Uhr
    Da muss ich
    jetzt auch noch meinen Senf dazugeben. In den letzten Jahren wurden meine Angelegenheiten im Bürgerbüro immer schnell, freundlich und professionell erledigt.
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  •   Hartz4Bomber
    (619 Beiträge)

    11.01.2019 17:42 Uhr
    Meine auch.
    Und im Vergleich zum Jobcenter sind die sogar wirklich nett.
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  •   andip
    (9750 Beiträge)

    11.01.2019 15:39 Uhr
    Das kann ich bestätigen
    Terminvergabe funktionierte problemlos, deswegen musste ich nicht warten, und meine Angelegenheiten wurden schnell erledigt und die Mitarbeiter waren freundlich.
    Wer natürlich sich selber nicht benehmen kann, der wird sicher auch nicht freundlich behandelt.
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