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Karlsruhe Daniel Fluhrer bezieht Platz auf der Bürgermeisterbank: "Ich will für Karlsruhe gute Lösungen finden"

Am Dienstagnachmittag wurde Daniel Fluhrer, der seit 1. Oktober im Amt ist, offiziell als neuer Bürgermeister im Karlsruher Rathaus von Oberbürgermeister Frank Mentrup begrüßt und vereidigt. Als Bürgermeister im Dezernat 6 wird Fluhrer für die Bereiche Bau, Planung, Immobilien- und Flächenmanagement sowie den Zoo zuständig sein. Der 43-jährige Diplomingenieur, Regierungsbaumeister, Architekt und Stadtplaner kann bereits eine vielfältige Vita vorweisen.

In der vergangenen Woche wurde der bisherige Baubürgermeister Michael Obert (65) offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger Daniel Fluhrer wurde im Juli gewählt und am Dienstagnachmittag von Oberbürgermeister Mentrup in sein Amt eingeführt. Bisher war Fluhrer Leiter des Stadtplanungsamtes in Esslingen am Neckar.

Mit der Wahl zum Baubürgermeister geht für ihn ein Kindheitstraum in Erfüllung, erklärt der fünffache Familienvater bei seiner Vorstellung im Rathaus. "Ich will mit Ihnen für Karlsruhe gute Lösungen finden", sagte Fluhrer bei seiner Rede zu den versammelten Stadträten. Durch seine jahrzehntelange Erfahrung als Diplomingenieur, Architekt oder Stadtplaner will Fluhrer dazu beitragen, Karlsruhe für die Zukunft zu entwickeln.

Auf Fluhrer wartet eine Reihe an Großprojekten

Mit Hinblick auf anstehende Großprojekte wie der geplante Neubau des Wildparkstadions, die Sanierung des Staatstheaters oder der Stadthalle, die Zukunft der Europahalle oder auch die Neugestaltung des Marktplatzes und der Kaiserstraße warten auf Fluhrer jede Menge Herausforderungen. "Die nächsten Großprojekte stehen vor der Tür und die Bürger teilweise auch", so Mentrup in seiner Rede auf den neuen Bürgermeisterkollegen, was für reichlich Lacher im Rathaussaal sorgte.

Baubürgermeister Daniel Fluhrer
Bild: Tim Carmele

Mit Hinblick auf Fluhrers Wahl auf die Bürgermeisterbank sprach Mentrup "gewissermaßen von einem Novum", denn Daniel Fluhrer ist parteiunabhängig, saß zuvor nicht im Gemeinderat, war auch nicht in der Karlsruher Stadtverwaltung tätig und stammt nicht aus Karlsruhe.

Als Stadtoberhaupt und Gemeinderatsvorsitzender zeigte sich Mentrup erfreut, dass es gelungen sei "einen Mann gefunden zu haben, der den fachlichen und persönlichen Anforderungen der Stadtverwaltung entspricht." Fluhrer hatte sich bei seiner Wahl gegen sieben Mitbewerber durchgesetzt.

Fluhrer will Fachwissen aus der Bauthematik aktiv mit einbringen

"Die Aufgaben in Karlsruhe sind spannender, herausfordernder und in der Summe deutlich anspruchsvoller und hat eine sehr kompetente Mannschaft mit der es Spaß macht, die anstehenden Projekte anzugehen", erklärte Fluhrer im Bezug auf seinen Wechsel vom Esslinger Stadtplanungsamt auf die Karlsruher Bürgermeisterbank. 

Baubürgermeister Daniel Fluhrer
Bild: Tim Carmele

"Ich wurde vom Gemeinderat als Fachmann für das Dezernat gewählt, von daher ist es für mich Verpflichtung die fachliche Diskussion mit mehr Raum zu stärken und zusammen mit meinem Team voranbringen.", so der 43-Jährige studierte Architekt und Diplomingenieur am Rande seiner Amtseinführung gegenüber ka-news. In den kommenden Wochen will Fluhrer einen Überblick über die vielfältigen Themen verschaffen und zu gegebener Zeit über einzelne Themen sprechen.

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  •   Suedweschter
    (403 Beiträge)

    04.10.2018 15:54 Uhr
    Vielleicht könnte er gleich mal eine Neuigkeit einführen
    Jedes Unternehmen, das hier herzieht, bzw. sich vergrößert (ja, damit ist auch das KIT gemeint!) muss für jeden Mitarbeiter, bzw. Studierenden in zumutbarer Entfernung (max. 30 Min. mit den Öffis) Wohnraum nachweisen können. Sonst sollte diesen Unternehmen und Bildungseinrichtungen ein Baustopp angedroht werden. Nachverdichten ist nicht und Wachsen erst recht nicht. Die Lebensqualität und vor allem die Bezahlbarkeit der Wohnungen ist für viele Karlsruher in den letzten Jahren den Bach heruntergegangen. Im Rheinland-Pfalz und im Saarland ist noch genug Platz! Hier verdienen mittlerweile nur noch die schon Schwerreichen am Zuwachs.

    Ach ja, und alle Bürgermeisterstellen sollten nach beruflicher Qualifikation belegt werden; die Laien haben wir ja schon im Gemeinderat.
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  •   malerdoerfler
    (5963 Beiträge)

    04.10.2018 07:47 Uhr
    Hat sich doch wirklich mal
    Qualität vor dem Parteibuch durchgesetzt?

    Leider ist das nur sehr selten in Karlsruhe und ich kann nur hoffen, dass häufiger die Qualifizierung der Person im Vordergrund steht und nicht das Parteibuch.
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  •   maehdrescher
    (1259 Beiträge)

    04.10.2018 11:39 Uhr
    Sagen wir mal
    es hat sich Fachwissen und Erfahrung durchgesetzt. Ob das auch Qualität liefert, wollen wir abwarten. Zu wünschen wäre es auf jeden Fall.
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  •   teflon
    (2747 Beiträge)

    04.10.2018 08:46 Uhr
    Man sollte ihm zumindest
    12 Monate "Welpenschutz" gewähren, bevor man seine Arbeitsleistung überhaupt bewerten kann. Fachlich ist der Mann im Vergleich zu einem Obert um Lichtjahre voraus - die Hauptfrage ist, welchen Spielraum er wirklich bekommt und wie er mit dem dichten Karlsruher Filz klarkommt bzw. wie stark er sich vom Wischi-Waschi Mentrup gängeln lässt
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  •   Zwerchfell
    (118 Beiträge)

    03.10.2018 13:47 Uhr
    Zukunft braucht Raum
    Es ist gut, dass endlich ein Fachmann dieses Amt übernimmt. Organisationsmäßig scheint Vieles im Argen zu liegen. Angeblich zu wenig Personal im Bauordnungsamt, um den Missständen entgegenzuwirken.
    Zu viel eigensinniges Verhalten der Verwaltung.Ich wünsche dem neuen Baubürgermeister Weitsichigkeit, starke Nerven und ein Gehör für die Bedürfnisse der Einwohner.
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  •   Nico1966
    (355 Beiträge)

    03.10.2018 19:34 Uhr
    40 Jahre tat sich...
    Ja,und den Hauptfriedhof am besten auch noch umgraben oder besser im Zuge der Nachverdichtung überbauen.In der Günter-Klotz-Anlage und an der Alb findet sich sicher auch noch die eine oder andere Fläche auf der man mal kurz einen „Karls-Tower“ hinstellen kann.Und auf den Turmberg jetzt endlich einen Fenseh-Turm , das der Buckel mal seinem Namen gerecht wird . Aber natürlich höher als dieser Zwerg in Stuttgart.Wohl im Sandkasten zu kurz gekommen beim Sandburgen bauen . Hoffentlich geht diesen Bauwütigen die Investoren und das Geld aus.
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  •   chris
    (666 Beiträge)

    03.10.2018 11:14 Uhr
    40 Jahre tat sich nichts in Karlsruhe
    und plötzlich - seit rd. 8 Jahren - wird die Stadt total umgebaut. Neben der U-Strab, die Kriegsstrasse, zig Hotels, Bebauung des südlichen Bahnhofsareal, City-Park, Schlachthof, IKEA, Wildparkstadion. Weiterhin fehlen Karlsruhe 30.000 Wohnungen. Es bleibt spannend. Kommt die Verlegung des Messplatzes zumTivoli, könnte man dort viele neue Geschäfts- und Wohnräume bauen. Auch endlich einmal höher - nach dem Gemeinderatsbeschluss. Die Gestaltung des Berliner-, Kronen-, Markt- und Europaplatzes wird auch extrem spannend. Ich hoffe man wagt hier unterschiedliche Konzepte und keinen Einheitsbrei. Die Abgänge zu den U-Bahn-Stationen schreien nach altmodischen Metallarbeiten. Auch ein Lichtkonzept muss her. Gibt wirklich viel zu tun. Ganz nebenbei soll noch das Staatstheater renoviert werden (für das Geld hätte ich neu gebaut). Last, but not least die Europahalle, welche ich ebenfalls abreißen würde. Aber nun gut. Lassen wir uns überraschen. Private Investoren gibt es auch noch (Hotels).
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  •   80er
    (5692 Beiträge)

    03.10.2018 17:25 Uhr
    Es wird schon länger als 8 Jahre umgebaut.
    Siehe Brauerstraße, siehe ehemalige Ami-siedlung...
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  •   IchKA
    (744 Beiträge)

    03.10.2018 09:58 Uhr
    Endlich ein Mann vom Fach
    wenn auch aus der schwäbischen Provinz, aber immerhin kein hochgedienter fachfremder Versichderungsjurist wie Obert, dessen Amtsführung über weite Strecken nur noch peinlich und schädigend war.
    Es gilt die Tradition der Architekturstadt KA wieder zu beleben und ein Zeichen zu setzten, weg von biederer
    0815 Architektur á la Erhardallee, oder Wohnghettos wie die Südoststadt. Hin zu neuem Bauen wie es der weltweit preisgekrönte Ex- Karlsruher Ole von Scheren mit großem Erfolg zeigt. Schluss mit Innenverd(n)ichtung in gewachsenen Wohnquartieren. Die 3. heißeste Stadt Deutschlands braucht neue Konzepte, wie das wegweisende Bahnhofsviertel in Heidelberg, kluge Klimaplanung und als behördliche Vorgabe, sozial verträgliche Passivhäuser, die nur 3- bis 8% mehr kosten als konventionelles Bauen und das locker wieder einspielen, abgesehen vom ökologischen Fußabdruck, der Bauinvestoren und Spekulanten wenig interessiert. Viel Erfolg Herr Fluhrer mit hoffentlich endlich neuen und frischen Ideen.
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  •   Lipa
    (813 Beiträge)

    03.10.2018 08:56 Uhr
    DA
    kann Herr Fluhrer gleich das Projekt "Südstadt" in Angriff nehmen !!
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