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Karlsruhe Cold Cases aus Karlsruhe: Wie kommen die ungelösten Fälle in die Sendung "Aktenzeichen XY"?

Seit 1967 flimmert die Serie "Aktenzeichen XY...ungelöst" über die Bildschirme der Nation. Über 520 Ausgaben der Reihe wurden bisher ausgestrahlt, mit beachtlichem Erfolg. Darin wurden über 4.630 Fälle gezeigt. Auch aus der Fächerstadt waren schon einige Kriminalfälle dabei, die dank der Sendung aufgeklärt werden konnten.

In der Sendung vom Juli 2018 wurde öffentlichkeitswirksam der Überfall auf einen Supermarkt in Karlsruhe gezeigt, das Publikum von Aktenzeichen XY ist aufgefordert, Hinweise zu geben auf die Täter. Mit Erfolg, wie die Polizei vor wenigen Tagen bekannt gab. Drei Tatverdächtige konnten aufgrund von Hinweisen festgenommen beziehungsweise ermittelt werden. 

Festnahme durch Bundespolizisten
Festnahme durch einen Beamten (Symbolbild). | Bild: Thomas Riedel

Dank der Reichweite erhofft man sich neue Hinweise

Es ist nicht das erste Mal, dass Fälle aus der Fächerstadt oder der Region in der Sendung vorgestellt werden. Die Ermittler erhoffen sich durch die breite Öffentlichkeit neue Ermittlungsansätze. "Wenn wir das TV hinzuziehen, dann haben wir eine große Reichweite, bundesweit wird die Sendung geschaut, auch in Österreich und der Schweiz", sagt Ralf Minet, Pressesprecher der Polizei Karlsruhe. Eine höhere Fahndungsmöglichkeit als der Gang zu den Medien gebe es nicht. 

Das Logo von "Aktenzeichen XY" auf mehreren Monitoren
Das Logo von "Aktenzeichen XY" auf mehreren Monitoren. | Bild: Matthias Balk/Archiv

Mal kommt daher die Polizei auf die Redaktionen zu, mal ist es umgekehrt. "Wenn sie sehen, dass ein Fall interessant ist, dann fragen sie, ob sie das in der Sendung platzieren dürfen", so Minet weiter. Oder die Ermittlungen der Beamten geraten ins Stocken, dann wendet sich die Polizei an die Redaktion.

Morde und Raubüberfälle sind guter Stoff fürs TV

"Wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, gehen wir so massiv an die Öffentlichkeit. Das darf man auch nicht einfach so, da braucht es einen Beschluss der Staatsanwaltschaft, dass die Ermittlungen nicht mehr weiterkommen und einen gerichtlichen Beschluss, dass wir Bilder veröffentlichen dürfen", erklärt Ralf Minet die Vorgehensweise.

Polizeiabsperrung
Bild: Thomas Riedel

Für die Vorstellung in der Sendung eignen sich besonders Raubüberfälle. "Aber auch Kapitaldelikte wie Mord oder gewerbsmäßige Betrügereien", so Minet gegenüber ka-news. 

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