Karlsruhe "Carl Benz und Carlsruhe" -Stadtmuseum widmet Automobilpionier Ausstellung

"Carl Benz und Carlsruhe" heißt ab 16. Juli die Sonderausstellung im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais. Eine nachgestellte Werkstatt und ein 1:5-Modell des ersten Automobils der Welt zum Beispiel kann das Publikum aus nächster Nähe betrachten. Im Eingangsbereich ist das älteste Automobil von Karlsruhe aus dem Besitz der Gründerfamilie der Firma S & G - ein Benz Comfortable von 1898 - aufgestellt.

Der Autopionier Carl Benz wurde am 25. November 1844 im heutigen Karlsruher Stadtteil Mühlburg geboren. Zu dieser Zeit fuhr Karl von Drais noch mit dem pedal- und kettenlosen Laufrad durch die Stadt. Benz' Vater war Lokomotivführer bei der badischen Eisenbahn. Karlsruhe wurde noch mit "C" geschrieben, war großherzoglich badische Haupt- und Residenzstadt und hatte rund 24.000 Einwohner.

Hier besuchte Carl Benz das Lyceum, 1856 war er Schüler in der "Secunda". Die 1836 von Emil Kessler und Theodor Martiensen gegründete Maschinenbaugesellschaft lieferte im Januar 1842 die erste badische Lokomotive, die "Badenia", aus. Dort arbeitete Carl Benz nach seinem Maschinenbaustudium an der Polytechnischen Hochschule Karlsruhe, bevor er 1866 die badische Residenz Richtung Mannheim verließ.

In der Ausstellung werden Leben und Wirken von Carl und Bertha Benz anhand von vielen Originalobjekten, Filmen und Bildschirminstallationen dargestellt. Bei einem virtuellen Stadtrundgang kann man auf den Spuren von Carl Benz im alten "Carlsruhe" wandeln. Thema ist zudem die erste Fernfahrt von Bertha Benz mit dem Automobil, die von Mannheim nach Pforzheim führte und dabei auch Grötzingen berührte. Der Eintritt in die bis 29. Januar 2012 laufende Schau beträgt zwei, ermäßigt einen Euro, wie die Stadt Karlsruhe mitteilt.

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