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Karlsruhe "Bunte Liebe statt brauner Hass!": CSD-Parade am Samstag in Karlsruhe

Bunt, schrill und ausgefallen: Was einst der erste Aufstand von Homo- und Transsexuellen in der Christopher Street in New York war, ist heute der Anlass für die Demoparade "Christopher-Street-Day" (CSD). So wird auch in Karlsruhe am Samstag, den 3. Juni, wieder farbenfroh für die Vielfalt und Akzeptanz demonstriert.

Die rund 30 teilnehmenden Gruppen ziehen im Rahmen des CSD schon zum siebten Mal durch die Straßen der Fächerstadt. Dieses Jahr soll unter dem Motto "Bunte Liebe statt brauner Hass!" - das mit besonderem Blick auf die gleichzeitig stattfindende  Nazi-Demo in Durlach  gewählt wurde - für Vielfalt, Akzeptanz und Toleranz auf die Straße gegangen werden. 

Los geht die Parade ab 14 Uhr auf dem Stephanplatz - schon ab 11 Uhr kann dort das ganztägige Familienfest besucht werden. Die Umzugsstrecke ist folgende: Stephansplatz – Waldstraße – Kaiserstraße – Adlerstraße – Lidellplatz – Markgrafenstraße – Rondellplatz – Erbprinzenstraße – Ludwigsplatz – Waldstraße – Stephansplatz.

"Zeigen, wie vielfältig Lesben, Schwule und Transsexuelle sein können"

Doch eine Frage bleibt? Wird auf der Demoparade demonstriert oder gefeiert? Wie Karsten Kremer vom CSD Karlsruhe verrät, fände an diesem Samstag auf jeden Fall eine politische Demo für eine offene und tolerante Gesellschaft statt. Aber natürlich gibt es inzwischen auch vieles zu feiern: So können gleichgeschlechtliche Paare beispielsweise seit 2001 Ehen schließen, die den heterosexuellen Ehen immer ähnlicher werden. Daraus ergeben sich dann auch die Gründe warum die Veranstaltung am kommenden Samstag gerne als Demoparade bezeichnet wird: Während des CSD sollen die Menschen nämlich sowohl demonstrieren als auch feiern.

Des Weiteren solle die Veranstaltung alle Menschen - egal ob homosexuelle oder nicht - verbinden: Denn "wir wollen auch zeigen, wie vielfältig Lesben, Schwule und Transsexuelle sein können. Die schrillen Klischees aus dem Fernsehen gibt es tatsächlich, aber die Mehrheit von uns ist äußerlich nicht von heterosexuellen Menschen unterscheidbar", so die Verantwortlichen auf ihrer Internetseite.

Einschränkungen im ÖPNV:

Da die Parade durch die Innenstadt ziehen wird, teilt der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) in einer Pressemitteilung mit, dass es an diesem Tag zwischen 14 und zirka 16.30 Uhr zu Änderungen und Einschränkungen im Stadt- und Trambahnverkehr kommen wird und teilt das in drei verschiedene Phasen ein:

  • Phase 1: 14 bis 14.30 Uhr: "Die Karlstraße ist zwischen Europaplatz und dem Gleisviereck auf Höhe der Mathystraße gesperrt. Zeitgleich ist die Kaiserstraße zwischen Kaiserplatz und Gleisdreieck Kronenplatz voll gesperrt. Die Haltestellen Marktplatz, Herrenstraße, Europaplatz (Kaiserstraße), Europaplatz (Karlstraße) und Karlstor sind ersatzlos aufgehoben. Am Kronenplatz wird nur die Haltestelle in der Fritz-Erler-Straße bedient. Am Weinbrennerplatz bedient die Linie 1 nur die Ersatz-Haltestelle im Bypass", so der KVV.
  • Phase 2:  14.30 bis 15.30 Uhr: "Die Kaiserstraße ist zwischen dem Gleisdreieck Europaplatz und Kronenplatz gesperrt. Die Haltestellen Marktplatz und Herrenstraße sind ersatzlos aufgehoben. Am Kronenplatz wird nur die Haltestelle in der Fritz-Erler-Straße bedient."
  • Phase 3:  Zirka 16 bis 16.30 Uhr: "Die Karlstraße ist erneut zwischen dem Gleisdreieck Europaplatz und dem Gleisviereck auf Höhe der Mathystraße gesperrt. Die Haltestellen Karlstor ist ersatzlos aufgehoben. Am Europaplatz wird nur die Haltestelle in der Kaiserstraße bedient."

Außerdem teilt der KVV mit: "Da die Umleitungsstrecken über das Konzerthaus nicht die gleiche Kapazität wie die Kaiserstraße hat, wird auf allen VBK-Linien - S2 sowie die Tramlinien 1 bis 6 - das Angebot zwischen zirka 13.45 und 15.45 Uhr auf einen 20-Minuten-Takt ausgedünnt."

Hintergrund bei ka-news:

Mit dem Christopher Street Day demonstrieren Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle in vielen Städten über den ganzen Sommer hinweg für ihre volle Gleichberechtigung überall auf der Welt. Mit dem CSD erinnert die Community einmal jährlich an den ersten Aufstand von Lesben und Schwulen 1969 in der New Yorker Christopher Street. Nähere Informationen zum CSD in Karlsruhe unter www.csd-karlsruhe.de

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  •   citron1985
    (43 Beiträge)

    09.07.2017 10:44 Uhr
    Volksverhetzung
    was soll mir dieser Ausspruch jetzt sagen? weil ich gegen massenmigration aus afrika bin, bin ich brauner hass? absoluter schwachsinn made by grün- und linksversifftem gedankengut. ihre homo und gender auftritte gehören ins privatleben, gleichermassen wie religiöse ansichten.
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  •   Ludwigsstammtischbruddler
    (765 Beiträge)

    04.06.2017 13:09 Uhr
    Sollen sie ihre,
    in meinen Augen widerwärtigen, Praktiken in den eigenen vier Wänden ausleben, aber öffentlich zur Schau stellen muss man das nicht.
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  •   ettlinger
    (184 Beiträge)

    03.06.2017 10:22 Uhr
    Demonstrationen
    Ich ziehe den CSD jeder Demo von braunen Glatzen vor.
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  •   RechterRand
    (971 Beiträge)

    03.06.2017 12:51 Uhr
    Zum Glück gibts nicht nur entweder oder
    Ich finde alle Demos überflüssig und nervig.

    Für mich gilt: je mehr mich eine Demo einschränkt und belästigt, desto weniger geneigt bin ich, deren Meinung zuzustimmen.
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  •   Ozeiger
    (1459 Beiträge)

    03.06.2017 12:56 Uhr
    So
    ist es und nicht anders.

    Die Anwohner und Geschäftsleute in Durlach tun mir echt leid.
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  •   zahlenbeutler
    (1269 Beiträge)

    03.06.2017 19:03 Uhr
    So
    so, von Geschäftsmann zu Geschäftsmann, verkauftst du wieder Lamborghinis ? Viellicht hätte einer von den Glatzen einen abgekauft, die zahlen in Reichsmark, die Währung der Zukunft.
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  •   Ozeiger
    (1459 Beiträge)

    03.06.2017 23:15 Uhr
    Was soll
    ich jetzt zu so einem Kommentar noch sagen? Am besten gar nichts.

    *kopfauftisch*
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  •   DerSpinner
    (1995 Beiträge)

    03.06.2017 15:48 Uhr
    Frag mal die Geschäftsleute in der Innenstadt.
    Während der ewig lan andauernden Sperrungen des Bahnverkehrs, kommt doch kein normaler Mensch mehr in die Stadt, oder zu den Geschäften. Die sind stocksauer.
    Ich frag mich eh, weshalb man denen nicht eine andere Route vorschreibt.
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  •   silberahorn
    (9847 Beiträge)

    03.06.2017 16:56 Uhr
    Stimmt eher nicht,
    weil ich vor ein paar Jahren zufällig in der Stadt war, als sie durch die Kaiserstraße zogen. Im Gegenteil saßen damals viele auch ältere Leute ganz interessiert in den Straßencafes und haben sich das angeschaut, fast wie bei einem Faschingsumzug.
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  •   Ozeiger
    (1459 Beiträge)

    03.06.2017 17:07 Uhr
    Mehr
    ist es ja auch nicht.
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