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Karlsruhe Bundesverfassungsrichterin übernimmt CSD-Schirmherrschaft in Karlsruhe

"Der Christopher-Street-Day macht Vielfalt sichtbar. Gerade Karlsruhe als Stadt des Rechts, auch der Grundrechte und der Menschenrechte, steht für die gegenseitige Wertschätzung, die die Grundlage unserer Gesellschaft bildet", so Susanne Baer. "Die Botschaft des CSD passt daher gut zum Selbstverständnis, mit dem ich hier arbeite und zu der Art und Weise, wie ich selbst lebe", heißt es in einer Mitteilung an die Presse.

 Die Karlsruherinnen und Karlsruher lädt sie ein, "begeistert zu umarmen, was sich an Vielfalt in dieser Stadt bietet und was auf dem Christopher-Street-Day sichtbar werden wird." Der CSD Karlsruhe findet am 28. Mai statt und steht unter dem Motto "In Vielfalt angekommen. Sicher?" Ein buntes Familienfest lädt ab 11h bis in die Abendstunden auf den Stephanplatz ein; die Demoparade selbst zieht ab 14 Uhr durch die Stadt.

Die Veranstalter rechnen wie in den Vorjahren mit etwa tausend Paradenteilnehmer und hoffen auf viele Mitfeiernde am Straßenrand und auf dem Stephanplatz. Susanne Baer lebt in einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft und ist seit fünf Jahren Richterin im Ersten Senat des Bundesverfassungsgerichts. Die in Saarbrücken geborene Juristin studierte an der FU Berlin Rechts- und Politikwissenschaft, wurde 1991 promoviert und habilitierte sich im Jahr 2000.

Ihre wissenschaftliche Laufbahn führte sie unter anderem nach Ungarn und in die USA. Schwerpunkt ihrer Forschung sind Antidiskriminierungsrecht und vergleichendes Verfassungsrecht, interdisziplinäre Rechtswissenschaften und Gender Studies. Die engagierte Feministin wurde für ihr couragiertes offenes Auftreten als lesbische Frau mit dem Augspurg-Heymann-Preis ausgezeichnet.

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  •   ALFPFIN
    (7271 Beiträge)

    28.04.2016 10:26 Uhr
    Da könnte die Frau Bundesverfassungsrichterin
    das Antidiskriminierungsrecht Neubürgern aus anderen Kulturkreisen einmal nahe bringen. Der CSD wäre ein guter Anlass dazu. Das
    Antidiskriminierungsrecht gilt für beide Seiten. Gerade durch ihre persönliche Partnerschaft und Lebenseinstellung wäre sie genau die richtige Persönlichkeit hierzu. Und zwar bedürfen insbesondere die männlichen Neubürger Aufklärung.

    Allerdings gibt es auch genug einheimische Mitbürger, die für eine "andere" Lebensform kein Verständnis zeigen.
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  •   Handelsreisender
    (1444 Beiträge)

    28.04.2016 10:44 Uhr
    Wird Ihnen nicht selber schwindlig ...
    ... bei Ihrem Geschwurbel? Warum bitte sollte ausgerechnet eine deutsche Lesbe besser geeignet sein, Ausländern das richtige Verhalten gegenüber Frauen beizubringen, als der gemeine deutsche Mann mit all seinen Defiziten?

    Schön ist auch, dass Sie Schwulsein als eine "andere Lebensform" bezeichnen - also sowas wie Einzeller, Flechten, etc. Aber wahrscheinlich fehlt auch Ihnen als einheimische Mitbürgerin nur ein bisschen Verständnis...
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  •   Ulan
    (191 Beiträge)

    28.04.2016 12:59 Uhr
    Wer nicht in der Lage ist einen doppelt belegten Begriff zu verstehen
    sollte sich vielleicht mal bei Kindergärtnern nach dem "Teekesselchen"-Spiel erkundigen.

    "Lebensformen" kann sowohl biologisch verstanden werden (wie du es offenbar tust), als auch als Beschreibung der Lebensgestaltung Wie Alfpfin es tat).

    Ob jemand biologisch als Mann oder als Frau geboren wird hat zwar einen starken Einfluss, aber keine ausschließliche Bestimmung, welchem Geschlecht die Person sich zugehörig fühlt oder welche Rolle sie gegebenenfalls in einer Beziehung ausfüllen mag.

    Allerdings halte ich eine Unterscheidung beim Geschlecht von Angehörigen fremder Kulturkreise für unberechtigt - Borniertheit ist kein Geschlechtsmerkmal.

    Das Maß, mit der Einzelne glauben, sie hätten das Recht anderen erklären zu können was geschlechtstypisch "richtiges" Verhalten sei ist gesellschaftstypisch. Solche Arroganz ist in Kultur mit hoher gruppenbezogener Privilegierung (z.B. faschistoider oder religiöser) mehr verbreitet als in liberalen, nach Gleichberechtigung strebenden.
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  •   Handelsreisender
    (1444 Beiträge)

    28.04.2016 14:44 Uhr
    Noch ein Schwurbler
    In Ihrem nächsten Soziologie-Semester sollten Sie unbedingt ein Aufbau-Seminar Schwerpunkt "Kommunikation mit Außenwelt" belegen, sonst bleiben sie mit den meisten Ihrer Fragen und Erkenntnissen alleine.

    Noch ein kleiner Typ: nicht gleich Jeden duzen - das wäre dann die dritte Dimension Ihrer "Lebensform" zwinkern
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  •   Ulan
    (191 Beiträge)

    28.04.2016 16:00 Uhr
    Soso, Seine Hoheit mag also nur mit distanzschaffendem Siezen bedacht werden
    Wollen Ihro Gnaden womöglich gleich in der 3. Person plural addressiert werden?

    Und wenn Dir mein Deutsch zu hoch ist, dann gib doch der von Dir wahrscheinlich besuchten Schule die Schuld. Ist einfacher als sich aus der eigenen Sozialisierung zu lösen.
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  •   ALFPFIN
    (7271 Beiträge)

    28.04.2016 11:16 Uhr
    @Handlungsreisender
    Ihre Antwort ist ganz typisch für Sie.
    Ich bin absolut tolerant auch gegenüber homosexuellen Lebensformen.
    Im Übrigen meinte ich mit meinem Beitrag, dass gerade die Frau Bundesverfassungsrichterin den Neubürgern aus einem anderen Kulturkreis, sprich vor allen Dingen Männern mit muslimischen Glauben überzeugend darlegen könnte, das in unserem Land auch andere Lebensformen, als der Glauben "vorschreibt"
    toleriert werden müssen (müssen, gilt auch für gewisse einheimische erzkonservative Kreise).
    Das würde sich ja auch anbieten, gerade weil sie Fachfrau im
    Antidiskriminierungsrecht ist.
    Ich habe in meinem Kommentar in erster Linie auf den CSD Bezug genommen, also auf homosexuelle Lebensformen, für die ja auch Frau Bear die Schirmherrschaft übernommen hat. In muslimisch geprägten Ländern ist mit Sicherheit eine homosexuelle Partnerschaft oder sogar eingetragene Ehegemeinschaft verboten. Darauf bezog sich mein Kommentar.
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  •   Handelsreisender
    (1444 Beiträge)

    28.04.2016 11:47 Uhr
    Soso typisch ...
    ... klar Sie denken halt anscheinend gerne in "Typen".

    Sie erwarten also von einer lesbischen Verfassungsrichterin, das sie sich als Tugend-Leuchtturm für in Ihren Augen fehlgeleitete muslimische Männer positioniert. Interessant.

    Das kann die gute Frau ja nicht einmal gegenüber Vertretern des mehrheitlichen einheimischen Spöckes - sorry Glaubensrichtung. Trennung von Staat und Kirche, und so. Oder warum ist Frauen immer noch der Zugang zu höheren (nicht-geweihten) katholischen Verwaltungsämtern verschlossen und Homosexualität nach wie vor ein tatsächlich erheblicher, weil nicht öffentlich justiziabler Kündigungsgrund an katholischen Einrichtungen?

    Sie sagen Sie sind tolerant, hmm: Für mich spielen Sie gerade Minderheiten gewollt oder oder ungewollt gegeneinander aus. Und was Ihre Argumentation gegenüber Muslimen anbetrifft, fällt mir eigentlich nur ein Wort ein: scheinheilig.
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  •   andip
    (10475 Beiträge)

    28.04.2016 08:19 Uhr
    Auch spannend wird sein
    wie die Reaktion gewisser ewiggestriger Altbürger auf diese Veranstaltung wieder sein wird.
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  •   Daxlander
    (742 Beiträge)

    28.04.2016 11:01 Uhr
    Die alten ( jungen ) Bürger im Vorgestern
    Sie meinen nicht zufällig auch jene Mitbürger die schon seit Jahrzehnten in dieser Stadt leben und immer noch ein Weltbild verbreiten und leben das erschreckend homophob ist?

    Einer Welt in der homosexuelle Jugendliche nicht in Straßencafes oder Clubs abhängen sondern z.B.an Baukränen.

    Einer Welt in der Homosexuelle am CSD nicht mit Konfetti und Luftschlangen, sondern mit Steinen und Peitschenhieben in Berührung kommen.
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  •   Handelsreisender
    (1444 Beiträge)

    28.04.2016 11:15 Uhr
    In Ihrer schönen deutschen Welt ...
    ... machen Frauen und Homosexuelle immer noch TROTZ ihres Geschlechts und offen gelebter sexueller Orientierung echte Karrieren.

    Das sollten auch selbst ernannte Moralapostel wie Sie erkennen.
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