Karlsruhe/Berlin Bundesanwalt ermittelt wegen Hackerangriff auf Stiftung

Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat wegen eines Hackerangriffs auf die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin Ermittlungen aufgenommen.

Die Behörde vermute die russische Hackergruppe "APT28" als Täter, schreibt das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe. Ermittelt wird wegen des Verdachts auf geheimdienstliche Agententätigkeit. Die Stiftung berät den Bundestag und die Bundesregierung in außenpolitischen Fragen.

Die Vorgänge bei der Stiftung wurden demnach einem größeren Verfahren zugeordnet, in dem es um Angriffe von "APT28" geht. Die Attacke sei mit einer E-Mail im Dezember 2016 ausgeführt worden, die vermeintlich im Namen einer damaligen SWP-Buchhalterin an andere Mitarbeiter verschickt wurde. In der E-Mail hieß es, sie schicke "anbei" Informationen über Weihnachtsgeldzahlungen. Im Anhang befand sich eine Datei mit dem Namen "Weihnachtsgeldzahlungen.xls", vermutlich ein Schadprogramm, das das Stiftungs-Netz infiltrieren sollte.

Die SWP teilte dem "Spiegel" mit, sie sei nach eigenem Kenntnisstand nicht "erfolgreich gehackt worden". Sie befinde sich mit den Sicherheitsbehörden im Austausch.

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