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Karlsruhe Bürger finden: Karlsruhe muss sicherer werden! In Oberreut und der Innenstadt will die Stadt nun zuerst aktiv werden

Dunkle Straßen und Plätze, betrunkene Personen oder auch fehlende Sauberkeit - die Liste der Gründe, warum sich Menschen in Karlsruhe nicht sicher fühlen, ist lang. Daher hat die Kriminologie der Universität Heidelberg in den vergangenen Monaten Sicherheitaudits für die Karlsruher Innenstadt und den Stadtteil Oberreut erstellt. Die Ergebnisse werden am heutigen Dienstag dem Hauptausschuss vorgestellt. Das Ziel: Das subjektive Sicherheitsempfinden der Karlsruher wieder zu verbessern. ka-news.de tickert live von der Sitzung im Rathaus.

Die Karlsruher fühlen sich in ihrer Stadt nicht sicher - das hat bereits der Bericht über das subjektive Sicherheitsempfinden ergeben. Daraufhin trat der Gemeinderat in Aktion - und forderte die Stadtverwaltung auf, zwei erste Sicherheitsaudits in Oberreut und der Innenstadt durchzuführen. Daraus sollen dann konkrete Maßnahmen für die Steigerung des subjektiven Sicherheitsempfindens abgeleitet werden. Darüber soll am heutigen Dienstag der Hauptausschuss entscheiden. ka-news.de berichtet ab etwa 16.45 Uhr live aus dem Rathaus.


Live Ticker 

Der Live-Ticker ist beendet.

17.48 Uhr

Über die Beschlussvorlage wurde mit einem positiven, einstimmigem Ergebnis abgestimmt.

17.36 Uhr

"Wir müssen vor allem schauen, wo die Kriminalität stattfindet", so Stadtrat Lüppo Cramer von der Karlsruher Liste. "In der Innenstadt spielt der Europaplatz eine zentrale Rolle. Solche Hotspots gibt es fast in jeder Stadt", so Dieter Hermann. "Dadurch sind die Probleme lokalisier- und behandelbar". 

17.22 Uhr

"Das Unsicherheitsgefühl bei den Karlsruhern die sich nachts draußen aufhalten, ist um drei Prozent angestiegen", so Dieter Hermann. "Der Anstieg der Kriminalitätsfurcht in Karlsruhe ist allerdings geringer als bundesweit". Es gehe laut des Heidelberger Professors vor allem um fehlendes Vertrauen in die Politik und in die Mitmenschen.

17.10 Uhr

Auf dem zweiten Tagesordnungspunkt steht nun die Beschlussvorlage für die beiden Sicherheitsaudits. Dieter Hermann von der Universität Heidelberg stellt nun die Sicherheitsaudits in einer Präsentation vor. "Die Situation in Karlsruhe ist gut aber noch verbesserungsfähig", so der Professor.

16.58 Uhr

Mit einer knapp halbstündigen Verspätung eröffnet Frank Mentrup die erste Sitzung des neu zusammengesetzten Hauptausschusses. 

16.52 Uhr

Die ursprünglich auf 16.30 Uhr angesetzte Sitzung des Hauptausschusses verschiebt sich ein wenig nach hinten. Die Anwesenden warten unter anderem noch auf Oberbürgermeister Frank Mentrup. 


Angst vor Gewalt, Kriminalität - Wünsche nach mehr Polizeipräsenz und Sauberkeit.

Die Sicherheitsaudits wurden in Zusammenarbeit mit der Universität Heidelberg durchgeführt. Daraus geht hervor, dass sich die Bürger in ganz Karlsruhe vor Kriminalität, Schmutz und Müll sowie dem Straßenverkehr fürchten. "Die Kriminalitätsfurcht in Karlsruhe ist in den letzten Jahren moderat gestiegen, befindet sich aber noch immer auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau", heißt es in der Beschlussvorlage des Hauptausschusses.

Sicherheitsempfinden der Bevölkerung Innenstadt
Bild: Stadt Karlsruhe/Amt für Stadtentwicklung

In Oberreut hingegen werden neben Schmutz und Müll vor allem aggressive, gewalttätige Personen und frauenfeindliche Handlungen als besonders unsicher empfunden. Auch der Kommunale Ordnungsdienst werde "erheblich seltener" wahrgenommen als in anderen Stadtteilen. "Die Befragten aus Oberreut wünschen sich eine höhere Polizeipräsenz und mehr Kontrollen durch den Kommunalen Ordnungsdienst, sowie Maßnahmen zur Verschönerung des Stadtteils wie gestalterische Maßnahmen und mehr Sauberkeit", heißt es weiter.

Auch in der Innenstadt seien die Problemfelder ähnlich. Sie seien allerdings "lokal eindeutig zu verorten am Europaplatz und im Bereich Kronen-/Berliner Platz mit näherem Umfeld".

Ergebnisse bis 2020 erwartet

Die Verwaltung schlägt nun verschiedene Maßnahmen vor, um das Sicherheitsempfinden in beiden Stadtteilen zu erhöhen. In der Innenstadt sollen beispielsweise Abendspaziergänge mit Begleitung externer Personen durchgeführt werden. Aufgrund der Ergebnisse Maßnahmen soll im Anschluss bis zum Frühjahr 2020 ein Sicherheitskonzept für das Zentrum entwickelt werden. 

Für Oberreut sollen im Anschluss an die Sitzung des Hauptausschusses erste Maßnahmenvorschläge erarbeitet werden. Ebenso wie in der Innenstadt sollen auch im südwestlichen Stadtteil ein Spaziergang zum Thema Sicherheit durchgeführt werden. Anschließend soll eine Projektgruppe zum Thema Sicherheit gegründet werden. Im Sommer 2020 sollen dann die Ergebnisse im Hauptausschuss vorgestellt werden.

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  •   silberahorn
    (9935 Beiträge)

    19.09.2019 07:55 Uhr
    Zuviel Dreck
    Schmutz und Müll - das ist auch eine Frage bei der man genauer werden kann. Sonst driftet das in Richtung Spießer und Reinlichkeitsfanatiker ab.
    Es fällt mir gerade ein, dass ich im letzten Monat zweimal die Reifen am Fahrrad flicken musste, weil ich über Scherben gefahren bin. Das sind zerbrochene Wodkaflaschen (helles Glas, dick) und ich kann natürlich nicht wissen, ob es Alkoholisierte waren, oder ob jemand das absichtlich macht.
    Zugenommen hat es aber an bestimmten Stellen. Deswegen könnte man auch die Mitarbeiter des Gartenbauamtes fragen, ob sie Schwerpunkte feststellen konnten.
    Die Stadt bemüht sich wirklich, es gab/gibt? auch eine Meldetelefonnummer. Aber wenn es immer die selben Stellen sind, dann weiß man auch nicht, ob die Scherben neu sind oder ob nicht gefegt wurde.
    Wenn alkoholisierte junge Männer aufeinander losgehen, dann könnte man darauf achten, dass sie nicht absichtlich abgefüllt werden. Das betrifft besonders die wiederholten Gruppenschlägereien.
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  •   Freigeist1
    (794 Beiträge)

    18.09.2019 23:42 Uhr
    Interessant, dass das Bild von massenweisen
    "rücksichtslosen Radfahrern" vor denen man sich fürchten muß, ganz offenbar fast zu 100% eine bloße Erfindung ist! Wer hat's erfunden - vielleicht eine interessierte Minderheit von PS-Freaks...? Schade, dass nicht nach Ängsten vor Autofahrern, Posern, SUV-Rittern, Beschleunigungsfetischisten, Lärmgiganten, betrunkenen Lkw-Fahrern gefragt wurde zwinkern
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  •   vielvornichtsdahinter
    (1080 Beiträge)

    19.09.2019 13:21 Uhr
    lustig,
    dass das mit den rücksichtslosen Autofahrern ebenso eine mär ist.
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  •   malerdoerfler
    (5740 Beiträge)

    18.09.2019 23:45 Uhr
    Davon gibt es in der Innenstadt
    in der Regel nicht so viele.
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  •   Freigeist1
    (794 Beiträge)

    18.09.2019 23:44 Uhr
    ...hatte ich überlesen
    , sorry.
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  •   timo
    (3093 Beiträge)

    18.09.2019 19:27 Uhr
    Wenn die Existenz von Ausländern/Migranten
    den Menschen mehr Angst macht als Kriminalität dann stimmt etwas mit den Menschen nicht.
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  •   dipfele
    (5535 Beiträge)

    18.09.2019 23:25 Uhr
    Es ist alles auch...
    … eine Erziehungsrage. Vor 40-50 Jahren waren die langhaarigen Gammler das Feindbild der Spiessbürger und Wirtshausschlägereien an der Tagesordnung. Wenn es um Mitternacht am Euro lauter zugeht als sonst, liegt das auch an der Frittenbude vom MC Donald, der grösste Abfallproduzent. Der zieht Besoffene so an, wie die Motten das Licht.
    Ich möchte wetten, dass sich Leute belästigt fühlen, die vor Mitternacht schon im Bett liegen. Daheim natürlich. 2020 ist OB Wahl da braucht der Mentrup als Feigenblatt solcherart Gutachten. Mit gesunden Menschenverstand und Präsenz des KOD könnten allfällige Pöbeleien eingedämmt werden. Das ist wie mit den Falschparkern, die kriegt man auch nicht in den Griff.
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  •   maehdrescher
    (1217 Beiträge)

    18.09.2019 20:23 Uhr
    Wo steht denn so etwas?
    In der Malscher Allgemeinen Zeitung? Verbreiten Sie doch keine Fake News. Niemand fühlt sich pauschal wegen Migranten verängstigt.

    Die Ergebnisse sagen aber: Zahlreiche Menschen fühlen sich von Gruppen junger männlicher Migranten in ihrem Sicherheitsempfinden beeinträchtigt. Wenn dem so ist, dann liegt es eben am Verhalten bestimmter Gruppen in der Öffentlichkeit. Von nix kommt nix. Da muss man ansetzen.
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  •   malerdoerfler
    (5740 Beiträge)

    18.09.2019 21:44 Uhr
    Genau!
    @timo
    Ich frage mich, ob denn alle schon einmal einer Gruppe junger Migranten (z.B. am Europaplatz) begegnet sind?

    Man sollte doch schon wissen wovon man redet
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  •   Malaika
    (195 Beiträge)

    18.09.2019 16:53 Uhr
    Unverständlich!
    Da werden Professoren engagiert, die wahrscheinlich ein fürstliches Beraterhonorar einstecken und das Ergebnis sind Plattitüden und Allgemeinplätze. Ich bezweifle, dass der Prof z. B. nach der Spätschicht allabendlich an der Hauptpost steht und auf seine Anschlussbahn warten muss. Genau so wenig kann er nachvollziehen, wie es den jungen Frauen geht, die sich die massive Pöbelei diverser männlicher Gruppen gefallen lassen müssen.
    Für die Kosten dieses "Ausschusses" könnte man wahrscheinlich ein paar Beamte jahrelang bezahlen. Wenn dieser Ausschuss dann erst noch per Gruppenspaziergang feststellen muss, was Sache ist und bis 2020 überlegen muss, was man da tun kann... Das ist eine Lachplatte!
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