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Karlsruhe Brennpunkt Kaiserpassage: Neue Lösungen gefordert

Die Kaiserpassage fällt seit Jahren durch Larmbelästigung, zugeparkte Anwohnerparkplätze und herumliegenden Müll auf. Trotz Gesprächen und einem neuen Konzept der Stadt hat sich noch nichts gebessert. Nun sollen endlich Lösungen gefunden werden.

Wer aufmerksam die Entwicklungen im Hof der Kaiserpassage beobachtet, wird feststellen, dass sich in Bezug auf den Lärm, das Verkehrsaufkommen und den achtlos weggeworfenen Müll, nicht viel geändert hat. Vor allem für die Anwohner der Kaiserpassage ist es frustrierend, dass auch nach vielen Gesprächen und einem neuen Konzept der Stadt keine Besserung der Situation eingetreten ist. Auch der Gemeinderats-Fraktion Gemeinsam für Karlsruhe (GfK) ist das ein Dorn im Auge.

Die Lärmbelästigung käme durch die sogenannten „Autoposer“, die mit aufheulenden Motoren durch den Passagehof fahren. Dazu kämen zugeparkte Anwohnerparkplätze und weggeworfener Müll im Areal, heißt es in einer Pressemitteilung der GfK. Die Stadträte der Fraktion, Friedemann Kalmbach und Eduardo Mossuto, begleiten das Geschehen seit rund zwei Jahren immer wieder durch Gespräche mit Anwohnern und Behörden, heißt es weiter. 

Passagehof 2017
(Symbolbild) | Bild: Melissa Betsch

"Wir mussten feststellen, dass die Konzeption zur Verkehrsberuhigung und Parkordnung gescheitert ist", sagt Kalmbach, "selbst der Poller, der die Einfahrt von der Akademiestraße in die Passage regeln sollte, hat versagt. Wir müssen hier Lösungen für die Anwohner finden, vor allem für das Parkplatzproblem!"

Die beiden Stadträte wenden sich nun mit einer Anfrage an die Stadtverwaltung und fordern unter anderem ein härteres Vorgehen bei Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung. "Der Passagehof muss aufgewertet werden", so Stadtrat Mossuto weiter. Dabei sollen alle Beteiligten und vor allem der Bürgerverein und die Anwohner mit einbezogen werden. 

Passagehof 2017
(Symbolbild) | Bild: Melissa Betsch
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Kommentare (19)
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  •   goofy196
    (37 Beiträge)

    11.03.2018 12:55 Uhr
    Fortsetzung "Sukzessive..."
    ....am Wochenende zwischen 3.00 und 5.00 Uhr enden? Darunter 2 Sisha-Bars in direkter Nachbarschaft zueinander? Das man auf diese Weise an einem akkustisch zugegebenermaßen problematischen Ort einen erhöhten Lärmpegel bereits durch die Anzahl der Anwesenden bis in die frühen Morgenstunden "züchtet" verwundert wohl niemand wirklich. Und der gemeine "Autoposer" ist auf eines ganz sicher angewiesen: Publikum.
    Was einen möglichen Verfall der Sitten hinsichtlich Müllablagerungen im öffentlichen Raum angeht: Nach Jahrzehnten der Abstinenz bin ich vor 4 Jahren im Rahmen einer KaMuNa des Nächtens mal wieder durch den Schlossgarten spaziert und war erschüttert (klingt jetzt melodramatisch, beschreibt meine Emotion aber leider am besten) über den Müll und Dreck, den mehrere Ansammlungen Jugendlicher und junger Erwachsener auf der Schloßturmterrasse und davor produziert haben. In meiner Jugend war sowas einfach nur "assi" obwohl wir ganz sicher keine Kinder von Traurigkeit waren.
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  •   goofy196
    (37 Beiträge)

    11.03.2018 12:40 Uhr
    Sukzessive Verschlechterung über Jahrzehnte hinweg,
    scheint mir das eigentliche Problem der Kaiserpassage zu sein. Angefangen beim Publikum, dass sich in den späten Abend- und Nachtstunden auf Grund der anliegenden Lokalitäten dort mittlerweile versammelt über die Versäumnissehinsichtlich eines Nutzungs- bzw. Belegungskonzeptes, welches Eigentümer, Stadt und Betreiber miteinader hätten aushandeln können. Dabei wäre vielleicht ja auch mal eine Lösung hinischtlich der Attraktivität des Standortes der hinteren Passage (vorderer Durchgang in Richtung Akademiestr.). Gefühlt wird dieses "Loch" immer dunkler, liegt aber sehr wahrscheinlich an meinen Augen, die in den letzten 40 Jahren denn doch gelitten haben. Warum hat hier nicht bereits vor Jahren eine Eigentümergemeinschaft z.B. einen Wettbewerb für z.B. ein neues, attraktives und nachhaltiges Lichtkonzept gestartet?
    Warum konzessioniert die Stadtverwaltung, der die Probleme der Örtlichkeit sicherlich schon längst bekannt sind, im direkten Umfeld 4 Lokale, deren Öffnungszeiten.....
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  •   Insider
    (746 Beiträge)

    10.03.2018 14:42 Uhr
    Es gibt keine GfK Fraktion!!!
    Sollte man wissen! Immer wieder die gleichen Anfängerfehler!
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  •   freigeist
    (502 Beiträge)

    10.03.2018 10:26 Uhr
    Poser
    gab es schon vor über 30 jahren dort,also so alt ist dieses Problem schon mal nicht.Nur das in all den Jahren die meisten Parkplätze dort weggefallen sind.
    Das Müllproblem ist doch in der Zwischenzeit schon längst aus dem Ruder gelaufen.Es gab mal eine funktionierente Stadtreinigung und eine Erziehung die ein wegwerfen des Mülls auf die Straße aus Anstand verboten hat.
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  •   stoersender
    (1297 Beiträge)

    10.03.2018 11:14 Uhr
    Erziehung?
    Scheint für viele ein Fremdwort.

    Es ist halt inzwischen leider so, dass Fehlverhalten keine Konsequenzen hat.
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  •   BMWFahrer
    (213 Beiträge)

    11.03.2018 10:49 Uhr
    Nein, die Menschen waren schon immer so
    Schon immer wurde der Dreck einfach hingeworfen, hier hat sich erziehungsmäßig nichts geändert.

    Früher lagen überall leere Coladosen. Das wurde mit Einführung des Dosenpfandes besser. Dafür gibt heute überall diesen Take-Away-Scheiss in immer größeren Mengen. Konsequenterweise müsste auch auf diese Verpackungen Pfand erhoben werden, aber das würden sich unsere wirtschaftshörigen Politker nie getrauen.
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  •   stoersender
    (1297 Beiträge)

    11.03.2018 16:14 Uhr
    Heute
    geht es ja nicht nur ums Müllwegschmeissen. Inzwischen ist hierzulande der Respekt vor den Mitmenschen immer mehr gesunken und sogar Polizisten werden angegriffen. Dagegen waren die weggeworfenen Coladosen in den 80ern harmlos.
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  •   Prof.Baerlapp
    (667 Beiträge)

    10.03.2018 09:57 Uhr
    Nachts gehört diese Stadt
    leider immer öfter den Auto-Posern, den Ruhestörern und ähnlichem unangenehmen Publikum.

    Das ist nicht nur in Innenstadtlagen wie der Kaiserpassage der Fall, auch in Wohngebieten entwickeln sich Brennpunkte, wo sich lärmende betrunkene junge Menschen treffen und die Nacht zum Tag machen. Dass Anwohner stundenlang nicht schlafen können, ist dem Ordnungsamt und dem zuständigen Bürgermeister anscheinend egal, jedenfalls wird nichts ernsthaft unternommen. Da wird darauf verwiesen, dass der KOD Feierabend hat und man könne ja über 110 die Polizei rufen. Aber die hat dann leider anderes zu tun.

    Es ist ein Zeichen, dass der Staat immer mehr die Kontrolle darüber verliert, was sich auf den Straßen abspielt. OB, Bürgermeisterriege und Gemeinderat haben nicht verstanden, dass wir irgendwann hier Zustände wie in Neukölln bekommen, wenn man nicht endlich hart gegensteuert. Wirklich traurig.
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  •   Uhura
    (4 Beiträge)

    10.03.2018 13:32 Uhr
    Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu
    Ich wohne seit vielen Jahren in der Innenstadt und so schlimm wie im letzten Sommer war es noch nie. Da wird mitten in der Nacht mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit und aufheulendem Motor durch die Innenstadt gebrettert. Und das nicht nur einmal: Nein, es wird immer wieder ums Quadrat gefahren.
    Ich bin letzten Sommer JEDES Wochenende nachts mit Herzrasen aufgewacht.
    Es kann nicht mehr lange dauern, bis ein über die Straße torkelnder Betrunkener überfahren wird.
    Wir haben die Problematik auch nicht nur in den Nachstunden. Sonntags geht das auch untertags so.
    Warum muss immer erst etwas passieren, bis reagiert wird?
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  •   Uhura
    (4 Beiträge)

    10.03.2018 10:45 Uhr
    Da kann ich Ihnen nur zustimmen,
    ich wohne seite über 20 Jahren in der Innenstadt, im Sommer konnte man am Wochenende nachts noch nie die Fenster auf Kipp stellen, wenn man schlafen wollte und nicht auf Ohrstöpsel steht. Das ist besonders nett, wenn es heiss ist und man die Wärme gar nichts mehr aus der Wohnung bekommt.
    Was aber im letzten Sommer hier abging, hatten wir in all den Jahren noch nicht.
    Mitten in der Nacht fahren aufgemotzte Karren mit aufheulenden Motoren immer im Quadrat. Auf gerader Strecke wird Vollgas gegeben, sodass man mit Herzrasen im Bett sitzt.
    Sonntags passiert das auch gerne tagsüber. Muss denn erst jemand beim Überqueren der Straße überfahren werden, bis endlich mal jemand eingreift?
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