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Karlsruhe Blitzmarathon in Karlsruhe: 237 Verstöße im Stadtkreis - "voller Erfolg"

"Zu hohe, nicht angepasste Geschwindigkeit ist Ursache Nummer Eins bei schweren Verkehrsunfällen mit Personenschaden" unter diesem Motto stand der diesjährige zweite bundesweite Blitzmarathon an dem sich neben den landesweiten Polizeidienststellen auch das Polizeipräsidium Karlsruhe gemeinsam mit den hiesigen örtlichen Kommunen beteiligt hat.

24 Stunden lang wurde zwischen Philippsburg und Nagold an über 100 Kontrollstellen die Geschwindigkeit gemessen, Gurt und Handyverstöße geahndet und Personenkontrollen durchgeführt. Hierbei waren insgesamt mehr als 140 Beamte des Polizeipräsidiums Karlsruhe im Einsatz.

48 Stundenkilometer zu schnell!

Im Ergebnis kann zusammenfassend festgestellt werden, dass die Beanstandungsquote ähnlich wie im letzten Jahr war, so heißt es seitens der Polizei. Offensichtlich sind die Verkehrsteilnehmer wie geplant durch die öffentlichkeitswirksame Vorankündigung sichtlich sensibilisiert worden, was sich in dem positiven Messergebnis niederschlägt. Teilweise waren Fahrzeugführer aus übermäßiger Vorsicht sogar so langsam unterwegs, dass sie unnötig den Verkehr behinderten. Auch hier mussten Verwarnungen ausgesprochen werden. Für die Kontrollen im Bereich des Polizeipräsidiums Karlsruhe ergaben sich im Einzelnen nachfolgende Messergebnisse (inklusive Messungen der örtlichen Behörden):

Insgesamt wurden 45.879 Fahrzeuge gemessen, dabei 1.210 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt und damit eine niedrige Beanstandungsquote von 2,6 Prozent erreicht. Die Beanstandungen reichten von sechs ausgesprochenen Fahrverboten über 110 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen und 1.096 Verwarnungen.

Stadt Karlsruhe: 3.982 Verkehrsteilnehmer kontrolliert

Die höchste gemessene Geschwindigkeit mit 148 Stundenkilometer bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern wurde im Landkreis Karlsruhe durch die Verkehrspolizei des Polizeipräsidiums Karlsruhe festgestellt. Erfreulicherweise waren keine Verkehrsteilnehmer unter Alkoholeinfluss kontrolliert worden. Lediglich bei einer Person war eine Drogenbeeinflussung beanstandet worden. Darüber hinaus waren von den Ordnungshütern zwei Handyverstöße und 22 Fälle von Gurt- und Helmpflichtverstößen beanstandet worden.

In der Stadt Karlsruhe kam es so ingesamt zu 237 Beanstandungen bei 3.982 kontrollierten Verkehrsteilnehmern und einer höchsten polizeilichen Geschwindigkeitsmessung von 78 Stundenkilometern bei erlaubten 59 Stundenkilometern. Im Landkreis zählten die Beamten 243 Beanstandungen von 12.790 gemessenen Verkehrsteilnehmern.

Aus polizeilicher Sicht könne der zweite bundesweite Blitzmarathon auch dieses Mal als Erfolg gewertet werden. Das Ziel einer niederschwelligen Beanstandungsquote und der damit einhergehenden Tatsache, dass sich die Verkehrsteilnehmer an die vorgegebenen Geschwindigkeitsbeschränkungen gehalten haben, sei erreicht. Auch die überwiegend positive Resonanz der kontrollierten Verkehrsteilnehmer und die unerwartet große Bürgerbeteiligung mit über 800 gemeldeten sogenannten Aufregerstellen - im letzten Jahr waren es nur knappe 350 Meldungen - beweisen laut Polizei, dass der bundesweite Blitzmarathon ein wichtiger Bestandteil der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit geworden ist.

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