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Karlsruhe "Bleibt für uns daheim!" - Dieser Appell richtet sich an alle Karlsruher

Es ist Zeit, Danke zu sagen: An alle Menschen, die im Einzelhandel, bei den Einsatzkräften, an den Service-Telefonen und an vorderster Front in den Krankenhäusern im Einsatz sind. Und Danke sagt man in diesen Tagen am besten, indem man die sozialen Kontakte reduziert. "Bleibt daheim", ist die Bitte des Krankenhauspersonals.

"Wir bleiben für euch da!! Bleibt ihr bitte für uns zu Hause", ist der Appell der Mitarbeiter des Städtischen Klinikums. Er geht derzeit im Netz viral.

"Die Corona-Krise bietet die maximale Herausforderung", so der Medizinische Geschäftsführer des Städtischen Klinikums Karlsruhe, Dr. Uwe Spetzger in einem aktuellen Video. "Wir werden über unsere Grenzen hinaus gehen müssen."

"Jeder muss über seine Grenzen hinaus wachsen"

Man wird mit Personalausfall zu kämpfen haben - mit wichtigem Personalausfall, so Spetzger. "Ich glaube, jeder wird in dieser Situation über seine Grenzen hinaus wachsen und ich bin mir sicher, dass wir das meistern."

Die Mitarbeiter seien absolut motiviert, obwohl sie seit Jahren in vielen Bereichen - wie der Intensivstation - "auf Kante genäht" arbeiten, sagt Spetzger. In einem Brief hat sich der Klinik-Chef an seine Mitarbeiter gewandt und zur Solidarität und Menschlichkeit aufgefordert. "Ich bin sicher, dass wir uns auf unserer Mitarbeiter verlassen können."

Diakonissenkrankenhaus Rüppurr: #stayathome

"Liebe Grüße von der Corona-Front", schreibt Gesundheits- und Krankenpflegerin zu diesem Foto an ka-news.de. Das Team der Zentralen Notaufnahme des Diakonissenkrankenhauses bittet alle Karlsruher Bürger: #stayathome - Bleibt zu Hause!

Die Mitarbeiter im Diakonissenkrankenhaus haben eine wichtige Botschaft an alle Karlsruher.
Die Mitarbeiter im Diakonissenkrankenhaus haben eine wichtige Botschaft an alle Karlsruher. | Bild: privat

Warum ist das so wichtig? "Je langsamer sich Corona ausbreitet, desto besser kann unser Gesundheitssystem damit umgehen", erklärte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in einer Pressekonferenz vor einigen Tagen. Es gilt daher, die sozialen Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren.

Aus diesem Grund wurden in den vergangenen Tagen drastische Maßnahmen wie bundesweites Reiseverbot, Schließung zahlreicher Institutionen und Geschäfte veranlasst. Die Lage ist ernst, das betonte jüngst Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Fernsehansprache - "nehmen Sie sie auch ernst." 

"Krise ist massiv verlangsamt"

Seit Mittwoch sind erste Corona-Fälle in Karlsruhe bekannt, die sich in der Fächerstadt  und nicht in einem Risikogebiet angesteckt haben. Dass dies jetzt erst auftreten, zeige, dass die bisher getroffenen Vorkehrungen die Krise massiv verlangsamt haben, so Oberbürgermeister Frank Mentrup am Donnerstag. "Wir haben jetzt erst diese Fälle, wo sich jemand vor Ort infiziert hat." 

Also alles gut? Nein! Es gilt weiterhin, die Verbreitung des Virus durch Einschränkung sozialer Kontakte zu verlangsamen. "Wir kommen jetzt in eine neue Phase: Eine Phase, in der wir immer davon ausgehen müssen, das Virus ist schon mitten unter uns, es kann jedem von uns irgendwo begegnen. Das setzt nochmal hohe Anforderungen an das Verhalten von uns selbst", so Mentrup.

Bereits zu einem früheren Zeitpunkt betonte das Stadtoberhaupt: "Wir müssen uns im gesamten, gesellschaftlichen Leben darauf einrichten so zu tun, als seien wir schon infiziert - oder der andere - und wir wüssten es bloß noch nicht."

Nicht um sich selbst, sondern um die Risikogruppen in der Gesellschaft zu schützen. Eine Ausgangssperre soll hierzu die allerletzte Maßnahme sein - die Bürger haben es noch selbst in der Hand. 

Mehr zum Thema
Corona-Virus in Karlsruhe: Der Corona-Virus breitet sich aus: Alle Zahlen der Infizierten, Schutzmaßnahmen, Absagen von Veranstaltungen und weitere Informationen für Karlsruhe und die Region in diesem Dossier.
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  •   nurdiewahrheit
    (310 Beiträge)

    20.03.2020 00:12 Uhr
    Dank
    der "Härte des Gesetzes" wie es in Deutschland gehandhabt wird, bringt auch eine Ausgangssperre nichts. Wir, die braven Idioten, halten uns daran, schließen uns ein...mit welchem Effekt? Mit gar keinem. Wenn ich sehe, wie voll in den letzten Tagen (als ich mit dem Auto von und zur Arbeit gefahren bin) die Spielplätze waren, wie viele Menschen in Horden zusammengesessen sind...die werden sich auch von einem Verbot nicht abhalten lassen. Selbst mit Strafzahlung nicht. Bei den meisten dürfte mal wieder nichts zu holen sein. Und ins Gefängnis kommt deswegen bei uns keiner. Konsequenz also mal wieder keine. Und so können wir uns noch Monate über die aktuelle und künftige Situation freuen...
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  •   Kraichgauer80
    (66 Beiträge)

    19.03.2020 18:35 Uhr
    Noch was zum lesen
    https://hügelhelden.de/was-zum-teufel-ist-los-mit-euch/
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  •   Kraichgauer80
    (66 Beiträge)

    19.03.2020 18:31 Uhr
    Ich hoffe immer
    noch auf die Vernunft aller, aber die schwindet von Tag zu Tag. Die Ausgangssperre wird vermutlich kommen. Lieber wäre mir ein Versammlungsverbot, ab 5 kostet es richtig. Dann wäre Sport alleine oder mit seinem Partner möglich. Egal wie, wer soll das alles kontrollieren, es wird immer welche geben die das tun, leider. Am besten wäre Handys zu orten und die Personen zu überwachen. Nur wenn einer sein Handy zuhause lässt dann bringt es auch nichts. Und bevor ich jetzt haue kriege, ich weiß mit dem Datenschutz geht das nicht. Wird aber anderswo so gemacht. Selbst die Briten scheinen ihre ursprüngliche Strategie zu ändern, hoffentlich nicht zu spät.
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  •   Mondgesicht
    (2234 Beiträge)

    19.03.2020 19:38 Uhr
    Versammlungsverbot
    gilt doch schon. Siehe Paragraph 3 Absatz 3 der Coronaverordnung des Landes.

    Das muss aber halt auch kontrolliert werden.
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  •   Senfdazu
    (281 Beiträge)

    19.03.2020 17:03 Uhr
    😎
    Dank der lieben Rentner und Müttern mit Kinder, die schon lange vor den Öffnungszeiten vor den Märkten stehen, gibt es für die Berufstätigen nachmittags nichts mehr. Aber das ist sinnvoll, man sollte dann sein Geschäft halt in der Firma verzichten. Wie tief muss unsere Gesellschaft in dieser Krise noch sinken. Liebe Grüße an alle, in bei derlei Hinsicht, Betroffenen.
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  •   Senfdazu
    (281 Beiträge)

    19.03.2020 17:11 Uhr
    😎
    Wut im Bauch, deshalb haben sich Tippfehler eingeschlichen: heißt... verrichten... und... in dieser Hinsicht...
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  •   kunvivanto
    (70 Beiträge)

    19.03.2020 17:08 Uhr
    Aber nur, wenn sie hamstern
    Eigentlich müssen die Geschäfte für genügend Nachschub für normale Verkaufsmengen sorgen.
    Das Problem sind also nicht Rentner und Mütter (die müssen ja auch essen), sondern Hamsterer.
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  •   Senfdazu
    (281 Beiträge)

    19.03.2020 17:14 Uhr
    😎
    Und genau dieser Personenkreis ist es momentan, leider. Wir halten die Wirtschaft irgendwie aufrecht, aber können nicht mal mehr 💩 gehen.
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  •   Gaensebluemchen
    (555 Beiträge)

    19.03.2020 15:23 Uhr
    Die Verblödung...
    ... der Gesellschaft ist in dieser Phase besonders gut zu sehen. Ok, es ist weniger los draußen, aber immer noch viel zu viel.
    Es müssen wohl erst die Knüppel heraus geholt werden, um dem Spaßvolk klar zu machen, was auf dem Spiel steht!
    Man kann nur hoffen, dass die Richtigen ganz oben auf der Liste stehen...
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  •   Route66
    (2302 Beiträge)

    19.03.2020 15:57 Uhr
    Verstehe ich jetzt nicht
    Du relativierst doch in jedem Deiner Posts, dass es sich um nichts Schlimmeres als Grippe handelt und wir alle hysterisch und panisch sind.
    Und jetzt Knüppel raus ????
    Schon ä bissl schizophren.
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