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Karlsruhe Bitterkalt und keine Wohnung: Unterschlupf für Karlsruher Obdachlose

Es ist kalt geworden. Dick eingemummelt mit Mütze, Schal und Handschuhen ist in den vielen Gesichtern im Freien derzeit nur ein Gedanke abzulesen: Ab ins Warme. Für rund 350 Obdachlose in Karlsruhe ist dieser Gedanke nicht so einfach umzusetzen. Für die Nächte finden sie vor allem Unterschlupf in sozialen Einrichtungen wie der "Tür" in Karlsruhe - zumindest bis um acht Uhr am nächsten Morgen.

Rund 50 Plätze bietet der "Erfrierungsschutz" der Diakonie Karlsruhe. Für den Fall, dass mehr gebraucht werden, können zusätzliche Notbetten in den Acht-Bett-Zimmern aufgestellt werden. Bezogen werden können die Zimmer ab 19.30 Uhr, die Anmeldung erfolgt über einen Nachtportier - wenn gewünscht auch anonym. Die Übernachtung in der "Tür" in der Kriegsstraße ist kostenlos und hat nur eine Bedingung: Um acht Uhr am nächsten Morgen muss das Bett wieder "frei gemacht" werden.

Erfrierungsschutz als "Warteschleife"

Eigentlich - denn beim Blick in die Zimmer fällt auf: Hier und da sind die wenigen Habseligkeiten der Nächtigenden verstreut. Gerade in der kalten Jahreszeit nutzen viele von ihnen den Erfrierungsschutz als regelmäßige Übernachtungsmöglichkeit. Er fungiert als "Warteschleife" für die Obdachlosen, bis sie langfristig eine Wohnung oder ein Zimmer zugewiesen bekommen, so Sozialarbeiter Uwe Enderle von der "Tür". Die auf diese Weise nicht vorgesehene, aber geduldete Nutzung resultiert aus der allgemeinen Wohnungsnot in Karlsruhe.

Sie ist der Grund für die ansteigenden Obdachlosenzahlen in Karlsruhe. Als prosperierende Stadt mit Zustrom, treten zunehmend mehr Bevölkerungsgruppen in Wohnraumkonkurrenz. Mit der Nachfrage steigen die Mieten, das Nachsehen haben dabei die sozial weniger gut gestellten Einwohner. "Wohnungslosigkeit hat nichts mit individuellem Versagen zu tun", sagt Sozialarbeiterin Lissi Hohnerlein vom Tagestreff für Frauen.

Umso wichtiger sind für Obdachlose die direkte Hilfe wie Übernachtungsmöglichkeiten, aber auch medizinische Versorgung. Eine Vertröstung der Hilfeleistung, wie beispielsweise die Zuweisung eines Zimmers, wird bei den Betroffenen als Ablehnung und weitere Enttäuschung empfunden, die oftmals die Resignation noch verstärkt.

Wohnungslosigkeit kann jeden treffen

Es ist oftmals eine Verkettung von Notsituationen - der Auslöser ist vielseitig. Es kann der unbezahlbare Wohnraum, die Arbeitslosigkeit oder eine Trennung vom Partner sein. Hinzu kommt die soziale Isolation durch den Verlust von Freunden oder der Familie. So wie die auf der Sonnenseite des Lebens stehenden Personen oftmals nicht wissen, warum ihnen das Glück widerfahre, wissen diese Menschen nicht warum ihnen das Pech widerfahre, versucht Dietmar Maier die Situation der Menschen in Wohnungsnot zu beschreiben.

Zusammen mit seiner Frau beschloss er zum 60. Geburtstag auf Geschenke zu verzichten und bat seine Gäste das Geld zu spenden. Auf diese Weise konnte das Ehepaar insgesamt 5.000 Euro am Mittwoch an die "Tür" und den Tagestreff für Frauen übergeben. Sie kommen der kostenlosen medizinischen Versorgung wohnungsloser Menschen zugute.

Mehr zu Obdachlosen und Wohnungsnot in Karlsruhe:

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  •   saavik
    (1477 Beiträge)

    14.01.2015 21:23 Uhr
    Im...
    ... Im Basislager wurde auch schon Zeug für die Bahnhofsmission gesammelt... ob die das gerade noch machen, weiß ich nicht, aber nachfragen kostet nix. Ist zwischen Euro und Kaiserplatz... fast gegenüber vom Kashka.
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  •   andip
    (11232 Beiträge)

    28.11.2013 15:35 Uhr
    Aber
    bei Sachspenden bitte wirklich nur solche Sachen abgeben,die man auch noch verwenden kann.
    Manche Zeitgenossen geben da an Sachspende Dinge raus,die eher auf den Müll gehören.
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  •   till
    (947 Beiträge)

    28.11.2013 14:27 Uhr
    Einfach mal
    zum Tagestreff "TÜR" des Diakonischen Werks Karlsruhe in der Kriegsstraße 88 gehen. Da kann man alles direkt erfragen. Oder anrufen
    Telefon 0721 9204004.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (1170 Beiträge)

    28.11.2013 14:57 Uhr
    Danke
    Auf gehts! :D
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (1170 Beiträge)

    28.11.2013 10:49 Uhr
    Gute Frage
    Hätte einige nützliche Sachen. Wird das genommen ? Wenn ja, wo kann ich etwas hinbreingen ?

    Wo kann man sich Ehrenamtlich nützlich machen ? Würde gern Abends Helfen. Gibt es eine Liste wo Leute gebraucht werden ?
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (91 Beiträge)

    28.11.2013 16:04 Uhr
    Helfen ist super!
    Ich wohne in Bühl und bin im Sommer eher zufällig am Bühler Tafel Laden vorbei gelaufen und wurde auf einen sehr bescheidenen, kleinen Aufruf auf A4-Papier "Die Tafel braucht ehrenamtliche Helfer" aufmerksam. Bin spontan in den Laden und habe gefragt, welche Hilfe benötigt wird. Seitdem arbeite regelmäßig 2x die Woche dort (trotz Vollzeittätigkeit). Ich freue mich, dass ich etwas von meiner Arbeitskraft mit anderen teilen und damit zumindest ein wenig Hilfe leisten kann.
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  •   saavik
    (1477 Beiträge)

    28.11.2013 10:00 Uhr
    Bahnhofsmission/ Basislager
    Ich war neulich im Basislager. Die sammeln wohl Sachspenden für die Bahnhofsmission. Schlafsäcke usw. Also zumindest bei der Bahnhofsmission könntest du mit Sachspenden weiterkommen. grinsen
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (1170 Beiträge)

    28.11.2013 14:57 Uhr
    Danke
    Dann werd ich mal Anfangen grinsen
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  •   chillihexe
    (2473 Beiträge)

    28.11.2013 12:53 Uhr
    spenden
    Eine gute idee, hab auch so einiges noch im schrank.
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