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Karlsruhe "Bitte finden Sie gemeinsam eine gütliche Lösung": Karlsruher Stadträte wollen im Stadion-Streit vermitteln

Im Streit um den Neubau des KSC-Stadions scheint vorerst kein Ende in Sicht: Nachdem die Stadt die Unterlagen des Totalunternehmervertrags noch nicht an den KSC herausgegeben hat, will der nun einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss städtischer Räume erwirken - ein Hin und Her, das bei den Karlsruher Gemeinderäten der Freie Wähler/Für Karlsruhe-Fraktion für Kopfschütteln sorgt. in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Frank Mentrup und KSC-Präsident Ingo Wellenreuther fordern sie beide Parteien daher nun zur Vermittlung auf.

"Die aktuellen Geschehnisse um den Bau des Karlsruher Wildparkstadions irritieren uns und viele Menschen in unserer Stadt. In Karlsruhe haben wir, die Stadtpolitik und auch die Sportvereine das Miteinander von jeher immer groß geschrieben. Der Streit um das Stadion, das an traditionsreicher Stelle neu gebaut wird, kommt bei den Karlsruher Bürgerinnen und Bürgern nicht gut an", heißt es in dem Brief der Stadträte Jürgen Wenzel, Friedemann Kalmbach und Petra Lorenz.

Jürgen Wenzel
Fraktionsvorsitzender Jürgen Wenzel. | Bild: Freie Wähler Karlsruhe

Und weiter: "Er wird ein negatives Bild nach innen für die Karlsruher und nach außen ins Land transportiert und die jeweilige Vorgehensweise kann nicht als vorbildliche Konfliktlösung in unserer weitherzigen Stadt gesehen werden. Es geht uns dabei nicht um Schuldzuweisungen. Ohne Zweifel suchen beide Parteien das Beste, aber offensichtlich sind sie jetzt in der Sackgasse."

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Friedemann Kalmbach. | Bild: Samuel Gesang

"Der beste Gerichtsprozess ist der, der gar nicht mehr geführt werden muss"

Um da wieder hinauszukommen, rufen die Fraktionsmitglieder daher beide Seiten zu moderierten Gesprächen auf: "Der beste Gerichtsprozess ist immer der, der am Ende gar nicht mehr geführt werden muss. Stadt und Verein sollten noch vor dem noch unbekannten Gerichtstermin zum Gespräch an einen Tisch zurückkehren. Damit das gelingt, muss ein Mediator hinzugezogen werden, wie dies schon einmal der Fall war", heißt es in dem Brief weiter.

Petra Lorenz
Stadträtin Petra Lorenz | Bild: Freie Wähler Karlsruhe

"Mit ihm gilt es gemeinsam die Fragestellungen der Partner für den anderen verständlich zu machen und gemeinsam Lösungen zu finden. Denn am Ende geht es weder allein um die Stadtverwaltung, noch um den Karlsruher SC oder das Stadion, sondern um unsere Stadtgesellschaft - wie wir miteinander umgehen und gemeinsam unsere Stadt gestalten."

Und weiter: "Halten Sie bitte an unseren Grundwerten fest, und finden Sie gemeinsam eine gütliche Lösung - damit ein Termin zur Gerichtsverhandlung hinfällig wird und sich am Schluss alle freuen können über einen gelungenen Neubau des Wildparkstadions", so Lorenz, Wenzel und Kalmbach abschließend.

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Kommentare (11)
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  •   malerdoerfler
    (6056 Beiträge)

    26.10.2019 18:33 Uhr
    Haben die nix besseres zu tun?
    Blick nach vorne bitte.
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  •   max
    (222 Beiträge)

    26.10.2019 13:06 Uhr
    Bimbo hat recht!!!!!!
    Wenn sich I.W. genauso in Berlin einsetzen würde, hätte er meine Hochachtung verdient. Aber dort ist er nur Hinterbänkler und wird von den anderen Kollegen nicht für voll genommen. Es wäre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit anderst gekommen, wenn MÜLLER die Wahl gewonnen häte. Ich glaube, dann wäre vieles ans Licht gekommen. I.W. weg und das Stadion wird gebaut.
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  •   mukusani
    (1 Beiträge)

    26.10.2019 10:40 Uhr
    Ist ein (letzter) Versuch wert!
    Gute bzw, einzig noch verbliebene Möglichkeit zur gütlichen Einigung.
    Für Karlsruhe und Frei Wähler sind als parteiunabhängig anzusehen.
    Das ist wichtig, da Parteigeklüngel und persönliche Interessen in diesem Streit dominieren.
    Vielleicht finden Sie ja wirklich eine Persönlichkeit als Mediator, die sowohl bei der Stadt als auch beim KSC so hohes Ansehen genießt, dass dieser die beiden Alphatiere der Karlsruher Politik zur Räson bringen kann.
    Spontan fiele mir da nur unser Alt-OB Seiler ein, der auch schon mal Notpräsident beim KSC war.
    Auf jeden Fall haben Für KA und FW Recht: Dieser persönliche Streit schadet Karlsruhe und seinem überregionalen Image immens!
    Das muss gestoppt werden!
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  • unbekannt
    (3017 Beiträge)

    26.10.2019 08:16 Uhr
    Genau diese Leute würde ich nicht nehmen,
    wenn ein Mediator gesucht wird. Das muss jemand sein, der komplett neutral sein kann und mit dem Thema vorher nichts zu tun hatte. Und ich würde aktuell nur noch die bereits laufenden Abbrucharbeiten fertig machen lassen und alle weiteren Arbeiten & Planungen sofort auf "Stop" setzen. Teuer wird in jedem Fall, da ich nicht denke, dass es eine schnelle Einigung geben wird, da das Ganze nur noch persönlich ist.Und Wischi-Waschi-Mentrup sollte Verträge lesen & verstehen, bevor er was durchwinkt & unterschreibt. Seine jetzige Tour als harter Hund , die er nur durchzieht, weil für ihn schon Wahlkampf ist, ist unglaubwürdig. Und der Oberprozesshansel Welle hat wegen der Wahl jetzt Oberwasser, weil er die Mentrup-Handpuppe Müller besiegt hat - eine ungute Gemengelage , die sich nur auflösen lässt, indem mindestens Einer oder besser Beide von der Bühne abtreten und so Raum für ein normales Miteinander schaffen
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  •   Rahmdieb
    (717 Beiträge)

    25.10.2019 22:30 Uhr
    Bitte finden Sie gemeinsam eine gütliche Lösung
    um nicht auch noch den Gewerbesteuerzahler Pfeiffer&May zu verlieren. Das wäre für die STADT wichtig!!!
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  •   Dorlacher
    (44 Beiträge)

    25.10.2019 18:13 Uhr
    Na ja,....
    man könnte auch sagen, gut gemeint. Obwohl die drei wohl eh keinen Einfluß auf die beiden Hauptprotagonisten haben werden.
    Oder geht es in Wahrheit nur darum, sich selbst mal wieder ins Rampenlicht zu stellen, weil man ansonsten im Gemeinderat nicht unbedingt die erste Geige spielt.
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  •   kamaraba
    (678 Beiträge)

    25.10.2019 21:55 Uhr
    Sie haben ja keine Ahnung
    Sie interpretrieren da irgendwas rein das es nicht gibt! Da will sich niemand ins Rampenlicht stellen, sondern die beiden Parteien auffordern wieder gemeinsam an den Tisch zu sitzen. Das sollte man ohne wenn und aber akzeptieren. Und - die erste Geige spielen zwar andere, aber von denen hört man leider nichts.
    Gute Nacht.
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  •   enzkreisler
    (23 Beiträge)

    25.10.2019 18:10 Uhr
    do kriegsch en Vogel
    Endlich wirds wahr mit einem neuen Stadion und schon wird quer geschossen-typischer Brigandenstadl.Der KSC hat kein Geld,muss alsovorlieb nehmen mit dem was er bekommt.Und von der Stadt hätte ich mehr Transparenz in Sachen Planung erwartet.Ich hoffe für Alle ,das man sich schellstens einigtund endlich Ruhe einkehrt.Interessant wäre esauch ,den unterlegenenEntwurf zu sehen-hätte es da auch solch angebliche Sichteinschränkungen gegeben?
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  •   Bimbo
    (204 Beiträge)

    25.10.2019 17:31 Uhr
    Die einzige Gütliche Lösung ist:
    SOFORTIGER STOP des Baus bis KSC mindestens 30-50% der Kosten selbst aufbringen kann!
    Alles andere ist Verschwendung von Steuern! Nicht mehr und nicht weniger!
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  •   dipfele
    (5809 Beiträge)

    27.10.2019 05:58 Uhr
    Der Vorschlag.....
    … kommt zu spät. Bei Baustopp wird der Generalübernehmer entgangenen Gewinn einklagen.
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