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Karlsruhe Bewohnerparken in Karlsruhe: Gibt es bald neue Parkplatz-Zonen?

Um im Karlsruher Stadtgebiet von A nach B zu kommen, ist es in der Regel sinnvoller, das Auto stehen zu lassen. Einen Parkplatz vor der eigenen Haustür zu finden, kann allerdings zu einem langwierigen Problem werden. Eine Lösung: Bewohnerparkplätze. Doch gibt es in Karlsruhe überhaupt genug Zonen, in denen Anwohner parken können?

In der Fächerstadt fehlt es seit längerem an ausreichend Parkflächen. Deshalb ist in manchen Wohngebieten das Parken für Autofahrer ausschließlich mit einem Bewohnerparkausweis erlaubt. Allerdings garantiert solch ein Ausweis keinen festen Parkplatz.

Hinzu kommt jetzt: "Durch die Umsetzung der Abschaffung des 'Gehwegparkens' fallen zwar keine offiziellen Parkflächen weg, es werden aber Möglichkeiten eingeschränkt," so die FDP-Fraktion in einer aktuellen Anfrage an den Gemeinderat. Um Bewohnern eine Möglichkeit zu bieten, das Auto vor der eigenen Haustür abzustellen, bittet die Karlsruher FDP nun in einer Anfrage an den Gemeinderat um einen aktuellen Stand der Dinge.

Nicht nur Bewohnerparkplätze in der Stadt

Auch die Karlsruher Grünen-Fraktion wollen in dieser Sache etwas tun, stellen aber deutlich klar: "Wir wollen nicht das ganz Karlsruhe zur Bewohnerparkzone wird," so Grünen-Stadtrat Johannes Honné am Dienstag in der Gemeinderatssitzung.

Das bedeutet: Dort, wo es in Karlsruhe rechtlich möglich sei und wo es auch die Anwohner wollen, sollten nach der Meinung der Grünen in ihrem Antrag die Verantwortlichen auch darüber nachdenken eine Zone einzuführen. Den Grünen ist es darüber hinaus ein Anliegen den Karlsruhern Antworten zu geben, ob auch vor der eigenen Haustür Zonen entstehen könnten, so Honné.

"Verdrängungseffekt in der nächstliegenden Umgebung"

Doch eine der wichtigsten Fragen, die sich die FDP-Fraktion in ihrer Anfrage stellt und wohl einige Karlsruher Autofahrer fragen: Gibt es bald weitere Zonen für Anwohnerparken? In einer Stellungnahme spricht die Stadt davon, dass die Einrichtung von Bewohnerparkzonen von der Bevölkerung immer wieder gewünscht werde, prinzipiell aber vor allem eines zu beachten sei: "Die Neuausweisung oder Veränderung einer einzelnen Bewohnerparkzone führt in der Regel zu Verdrängungseffekten in die nächstliegende Umgebung, so dass andere Stadtteile davon betroffen sind," so die Stadt.

Außerdem können demnach bei der Ausweisung von Zonen tagsüber maximal 50 Prozent und nachts 75 Prozent der Stellplätze für Anwohner ausgewiesen werden. Auch nach der Einführung neuer Parkzonen würde dies nicht zur Verbesserung der Situation führen. Die Stadt befürchtet dann die Gefahr, dass auch im weiteren Umfeld kein Parkplatz gefunden werden könne.

"Umfangreiche Situationsanalyse ist notwendig"

Des Weiteren verdeutlicht die Stadt in ihrer Stellungnahme: "In diesem Zusammenhang ist eine umfangreiche Situationsanalyse, verbunden mit großflächigen 24-Stunden-Parkraumerhebungen, notwendig." Solch eine Analyse sei aber erst nach der stadtweiten Umsetzung des Gehwegparkens möglich. Andernfalls sei für das Bewohnerparken keine notwendige Bilanzierung der Stellplätze umsetzbar.

Insgesamt sei aus der Sicht der Stadtverwaltung "eine gesamtheitliche, eventuell stadtweite Betrachtung der Bewohnerparkzonen notwendig, um sinnvolle Veränderungen im Bereich des Bewohnerparkens herbeizuführen." Oberbürgermeister Frank Mentrup kündigt in der vergangenen Gemeinderatssitzung abschließend an, das Thema ausführlich im Planungsausschuss zu besprechen. Er freut sich demnach auf eine "gute Diskussion" zu diesem Thema.

Wo sich in Karlsruhe Bewohnerparkzonen befinden, finden Sie im Mobilitätsportal.

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Kommentare (14)
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  •   max
    (183 Beiträge)

    27.07.2017 15:06 Uhr
    Es gibt viele Autofahrer,
    welche ihr/ihre Fahrzeug/Fahrzeuge auf der Straße abstellen, obwohl sie eine Garage haben. Hier fängt das Problem doch schon an, denn in der Garage stehen andere Sachen herum, oder sie wurde zur Werkstatt umfunktioniert. Auch so fallen natürlich Parkflächen weg, weil diese Leute ihr Fahrzeug nicht in die Garage stellen; oder ist der Weg von der Garage zur Wohnung 100 Meter weit?
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  •   andip
    (9653 Beiträge)

    27.07.2017 15:29 Uhr
    Das wird zwar ständig behauptet
    aber konkrete Belege dafür konnte noch nie einer liefern.
    Mal abgesehen davon, dass in den Gegenden um die es hier geht, sowieso kaum einer über eine Garage verfügt, weil es da gar keine gibt.
    Und da, wo die Leute in ihren Einfamilienhäuschen mit Garage leben, ist auch immer Platz auf der Strasse zum parken.
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  •   Icaro2000
    (28 Beiträge)

    27.07.2017 09:13 Uhr
    8000.- Euro
    ..haben wir vor einem Jahr für unseren Stellplatz in der Nordstadt bezahlt.
    Hinzu kamen 400.- Euro Grunderwerbssteuer, Grundbuchgebühren...und die jährliche Abwassergebühr für das Regenwasser das darauf fällt ...allein dafür reichen 30.- Euro nicht...
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  •   haku
    (4055 Beiträge)

    27.07.2017 08:37 Uhr
    Es kann auf Dauer nicht sein...
    ...dass sich die Leute Dinge anschaffen, für die sie keinen Platz haben und dann von der Allgemeinheit verlangen, ihnen gefälligst Platz zur Verfügung zu stellen. Wenn auf der Straße vor einer Hausfront Platz für drei Autos ist (und selbst der ist normalerweise nicht Grund & Boden des Hauseigentümers), in dem Haus aber vier Partien mit insgesamt fünf Autos wohnen, ist das nicht das Problem der Allgemeinheit.
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  •   maehdrescher
    (1148 Beiträge)

    27.07.2017 12:33 Uhr
    Infrastruktur
    Es gehört zu einer anständigen Infrastruktur unserer Städte, dass befahrbare Straßen, Geh- und Radwege - und eben auch Parkplätze zur Verfügung gestellt werden. Das gilt jedenfalls im Rahmen des Möglichen. Alte schmale Innenstadtstraßen mit beidseitiger Bebauung lassen sich natürlich nicht erweitern, Parkplätze sind dort beschränkt.

    Sie sagen, dann darf man sich eben kein Auto zulegen. Gut. Wie wäre es denn, wenn sich alle Grünen-Wähler in solchen alten Stadtteilen ohne Parkplätze ansiedeln? Dann wäre das Problem ja gelöst, denn die brauchen keine Autos.
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  •   haku
    (4055 Beiträge)

    27.07.2017 12:50 Uhr
    Jetzt zeigen Sie mir bitte mal...
    ...wo ich gesagt habe, dass man sich kein Auto zulegen darf...
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  •   Ozeiger
    (1459 Beiträge)

    27.07.2017 13:34 Uhr
    Es liegt
    in deiner Aussage, wenn man sie zu Ende denkt.

    Wie sieht es eigentlich mit den Fahrrädern aus, die überall an den Hausfassaden und kreuz und quer auf den Gehwegen stehen? Nur so als Anstoss für das noch lange Sommerloch, eine Sau muss ja immer durchs Dorf getrieben werden.
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  •   haku
    (4055 Beiträge)

    27.07.2017 14:02 Uhr
    Ach so...
    "Ich habe kein Bock, mich mit dem Thema konkret auseinanderzusetzen, also unterstelle ich dem anderen was möglichst übles und haue halt da drauf." Na danke.
    Die Alternative zu keinem Parkplatz vorm Haus ist also, gar kein Auto zu haben?
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  •   Ozeiger
    (1459 Beiträge)

    27.07.2017 15:12 Uhr
    Im Prinzip ja,
    denn wenn ich mein Auto täglich brauche und erst mit der Bahn zu seinem Abstellplatz fahren muss machts irgendwie keinen Sinn.

    Aber hast recht, so richtig interessierts mich wirklich nicht, hab genug Platz für drei Autos.
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  •   stoersender
    (1280 Beiträge)

    27.07.2017 15:05 Uhr
    Wie willst du das
    denn lösen wenn kein Platz für Garagen da ist und natürlich auch keine TG vorhanden?
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