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Karlsruhe/Baden-Baden/Pforzheim Benzin-Ärger in Karlsruhe: Höhenflug der Spritkosten dauert an

Die Preise für Benzin und Diesel sind erneut gestiegen und haben die Rekordmarke in Karlsruhe, Pforzheim und Baden-Baden um einen Cent weiter nach oben verschoben. Dies ergab die Umfrage des ADAC Nordbaden am Freitagmorgen. In Karlsruhe war Benzin im Vergleich zur Vorwoche pro Liter um ein bis drei Cent teurer geworden, in Baden-Baden wurde um einen Cent erhöht. Und noch mehr schlechte Nachrichten für die Autofahrer: Die Bundesregierung lehnt ein "politisches Eingreifen" ab.

In Pforzheim wurden unterschiedliche Korrekturen von minus fünf bis plus vier Cent vorgenommen. Danach kostete ein Liter Super E10 an den Markenstationen in Karlsruhe und Baden-Baden meist 1,729 Euro, was dem neuen historischen Höchststand für die Region entsprach.

Trotz immer weiter steigender Benzinpreise plant die Bundesregierung keine steuerlichen Erleichterungen zugunsten der Autofahrer. "Die Gestaltung der Spritpreise ist nicht in erster Linie die Aufgabe der Regierung", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Derzeit sei deshalb "kein politisches Eingreifen" geplant. Auch das Bundesfinanzministerium lehnte eine Senkung der Mineralölsteuer ausdrücklich ab.

In Pforzheim war im Schnitt 1,709 Euro pro Liter E10 fällig, eine Station stellte mit 1,719 Euro auch für die Goldstadt einen neuen Rekord auf. Ein Liter Dieselkraftstoff war in Karlsruhe um ein bis zwei, in Baden-Baden um einen Cent teurer geworden. In Pforzheim hatten die Anbieter den Preis von minus sechs bis plus vier Cent unterschiedlich korrigiert.

1,579 Euro - ebenfalls ein neuer historischer Höchstpreis - koste ein Liter Diesel an den meisten Markentankstellen in Karlsruhe und Baden-Baden. Pforzheimer Autofahrer bezahlten am Freitagmorgen im Schnitt 1,569 Euro, nur ein Anbieter lag ebenfalls bei 1,579 Euro. Nachdem der Aufwärtstrend des Rohölpreises vorerst gestoppt scheint und der Euro gegenüber dem Dollar sogar gewonnen hat ist der Grund für den erneuten Anstieg der Kraftstoffpreise wohl eher im Rückreiseverkehr und wieder einsetzenden Pendlerverkehr zu suchen.

Zur Entlastung der Berufspendler fordert der ADAC, die steuerliche Entfernungspauschale für den Arbeitsweg angemessen zu erhöhen. Mindestens die 2004 vorgenommene Kürzung auf 30 Cent muss wieder zurückgenommen werden. Die bis dahin gültigen 36 Cent für die ersten zehn Kilometer und 40 Cent ab dem elften Kilometer würde die Pendler spürbar entlasten.

Unter der Telefonnummer 0721/81040 informiert der ADAC Nordbaden über Kraftstoffpreise einzelner Tankstellen in Karlsruhe, Pforzheim und Baden-Baden. Unter www.adac.de/tanken, Suchbegriff "Tanken auf Reisen" hat der Club darüber hinaus Listen von Erdgas- und Autogastankstellen veröffentlicht, die wie viele andere Themen auch für Nichtmitglieder zugänglich sind.

Die aktuellen, meist günstigeren Kraftstoffpreise der Alpenländer finden Urlauber unter dem Suchbegriff "Tanken im Ausland". Speziell für Österreich wird hier eine Liste mit rund 100 Tankstellen veröffentlicht, die wöchentlich neu über die aktuellen Preise von Benzin und Diesel in Österreich informiert.

Hier die ermittelten Höchst- und Tiefstpreise (an Marken- und Freien Tankstellen) für Super E10, Super E5 und Dieselkraftstoff:

  Super E 10 Super E 5 Diesel
Karlsruhe 1,709 bis 1,729 Euro 1,749 bis 1,769 Euro 1,549 bis 1,579 Euro
Baden-Baden 1,709 bis 1,729 Euro 1,749 bis 1,769 Euro 1,539 bis 1,579 Euro
Pforzheim 1,639 bis 1,719 Euro 1,679 bis 1,759 Euro 1,479 bis 1,579 Euro

Günstige Tankstellen in Karlsruhe (Preise pro Liter in Euro):

Super E 10:

Tankst. am REAL Bulach, Ortenbergstr. 8 1,709
Jet (Mühlburg), Rheinstraße 96 1,719
Tankst. am REAL Durlach, Durlacher Allee 111 1,709
bft-Tankst. Eberhard , Pulverhausstr. 16 1,719
Freie Tankst. Heinz, (Rheinhafen), Fettweisstr. 8 1,719
Tankst. am HIT-Markt, Eichelbergstr. 34 1,709
Jet (Durlach), Killisfeldstr. 32 1,719

Super E 5 kostete an allen Tankstellen vier Cent mehr als Super E 10

Diesel:

Tankst. am REAL Bulach, Ortenbergstr. 8 1,549
Jet (Mühlburg), Rheinstraße 96 1,559
Tankst. am REAL Durlach, Durlacher Allee 111 1,559
Jet-Tankstelle (Durlach), Killisfeldstr. 32 1,569
Tankst. am HIT-Markt, Eichelbergstr. 34 1,549
Freie Tankst. Heinz, (Rheinhafen), Fettweisstr. 8 1,559
bft-Tankst. Eberhard , Pulverhausstr. 16 1,559
Aral (Innenstadt), Amalienstraße 55-59 1,569

Weitere günstige Tankstellen in der Region:

SB-Tankstelle in Östringen, Hauptstraße

Super E 10 1,709
Diesel 1,549

Globus-Markt in Waghäusel-Wiesental

Super E 10 1,689
Diesel 1,539

Da diese Umfrage des ADAC Nordbaden am Freitagmorgen veröffentlicht wird, können die genannten Preise zu den tatsächlichen Preisen am Abend oder am darauf folgenden Samstag variieren.

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  •   Gelbsocke
    (3960 Beiträge)

    28.08.2012 00:36 Uhr
    Selbst
    wenn es noch für 1000 Jahre Öl geben würde deswegen würde der Spritpreis nicht sinken.

    Echte Alternativen werden gar nicht angeboten, jedenfalls keine die sich "Karl Napf" leisten könnte.
    Warum muss ich für ne Zugfahrt bald soviel löhnen das ich mir dafür auch ein Auto hinstellen kann?

    Die Leute werden zur "Mobilität" gezwungen um ihren Jobs nach zu gehen und 100 Kilometer Wegstrecke muss man heutzutage auch in kauf nehmen.

    Moderne Sklaverei, man hat ja die Freiheit.

    Tja, und der Staat gibt sich besorgt kassiert aber kräftig mit ab.

    In den 70ern gabs die große Ölkrise, seltsam aber das Öl sprudelt immer noch und fast jeder Krieg dreht sich im Endeffekt ums Öl.

    In Ölförderländern kostet der Liter kaum mehr als 20 Cent!

    Da haben wir ja schwer was gelernt in 40 Jahren und es ist sichtlich viel getan worden vor allem von unseren Politikern.

    Wärs denn unmöglich eine Preissperre trotz freier Marktwirtschaft zu erlassen?
    Tolle EU aber Glühbirnen können sie abschaffen.

    KOTZ!
    traurig
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  •   Gelbsocke
    (3960 Beiträge)

    28.08.2012 00:58 Uhr
    Die Bandbreite - "Selbst gemacht"

    Mal ansehen und anhören!
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  •   Bahnnutzer100
    (237 Beiträge)

    27.08.2012 14:37 Uhr
    steigende Spritpreise
    Immer wieder diese Kultdiskussion!
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (13 Beiträge)

    27.08.2012 14:14 Uhr
    was positives abgewinnen.
    Auch auf die Gefahr hin hier in der Luft zerrissen zu werden: Mit jeder Preissteigerung wächst der Druck etwas zu ändern und nicht in diesem starren System der Ölabhängigkeit zu verharren.

    Es gäbe sicherlich Möglichkeiten mit Öl effektiver umzugehen oder alternativen, aber ohne Druck werden diese häufig als unwirtschaftlich oder unbequem abgetan. Ich könnte mir vorstellen, dass der Druck starke Innovationen auslöst und die Ölkonzerne sich bei solchen Spritpreisen mittelfristig ihr eigenes Grab schaufeln.

    Ein hoher Ölpreis bedeutet mittelfristig ein kompletter Umbruch im System.
    - regionen ohne ÖPNV würden an Bedeutung verlieren
    - das Häuschen im Grünen genauso
    - Fahrrad als Transportmittel würde gewinnen, Auto/LKW verlieren
    - die Schiene wird für Warenverkehr wieder attraktiver
    - die plastikbasierende Wegwerfgesellschaft wird nicht mehr tragbar
    - logistischer Wahnsinn wie Nordseekraben in Südeuropa zu puhlen um sie anschließend wieder zurück zu transportieren werden unattraktiv
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (181 Beiträge)

    27.08.2012 12:50 Uhr
    Wie war das Lied
    von Markus .

    Kostet der Sprit auch Drei Mark Zehn (3,10 RIP die Gute Feste D-Mark)

    Ich will Spaß ich geb Gas...

    Na ! Wer glaubte es damals nicht in den 80ger ? Und die Grünen wollten 5 D-Mark für den Liter Super , ist also noch bisschen Luft bis die Bombe der WUT platzt oder ?.

    Wer aber zur Arbeit das Auto braucht, macht bald lieber Harz , und Sparts Geld für den Sprit zur Arbeit !!!

    Dann macht auch Tanken wieder Spaß wenn nicht 90% des Tankinhalts für den Weg zur Arbeit draufgehen.

    Tankkosten sind auch Lohnnebenkosten, also Runter mit der Doppelbesteuerung.
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  •   Gaensebluemchen
    (579 Beiträge)

    25.08.2012 10:10 Uhr
    Wenn man ...
    ... jeden Tag BAB fährt und sieht, wie die Masse immer noch Gas gibt als gäbe es Sprit für "umme", kann ich gar nicht glauben, dass die Preise sooo schmerzlich empfunden werden.
    Da ich täglich 70km fahren muss, habe ich meinen Fahrstil so gewählt, dass es flüssig läuft, aber mal locker 1-1/2 Ltr. weniger nötig sind.

    Auch unsere hochgelobte Autoindustrie muss sich da an die Nase fassen: so lange Leistung, Größe (SUVs), Schnickschnack (=Gewicht) usw. wichtig bleiben, wird sich kaum ein Fahrzeug mit z.B. 3 Ltr. Verbrauch realisieren lassen. Klar kommt dann immer die Aussage: "der Kunde will das so..." naja, ich nicht, vielleicht ein reicher Russe oder Chinese...
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  •   Smartraver
    (7579 Beiträge)

    28.08.2012 05:49 Uhr
    Je weniger Sprit die Kisten verbrauchen...
    je teuerer wird der Spaß. Oder denken sie die Konzerne/Staat wollen nur noch die Hälfte an Einnahmen, weil alle Autos nur noch die Hälfte verbrauchen und freuen sich darüber? Beim Strom das selbe Spiel.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (29986 Beiträge)

    25.08.2012 02:11 Uhr
    Dann verkauft
    halt euer Auto wenn ihr es euch nicht leisten könnt.
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  •   tessarakt
    (2356 Beiträge)

    25.08.2012 20:35 Uhr
    Full ACK.
    Ich kann den Spritpreis doch eh nicht ändern, warum also ärgern?

    Und auch wenn ich direkt auf dem Weg tanke und hinterher merke, dass ich es woanders 4 Cent billiger bekommen hätte: Max. 1,60 € sind nix dagegen, mit fast leerem Tank anzukommen und dann bei der nächsten Fahrt daran denken zu müssen, wieder tanken zu müssen. Oder auch dagegen, einen Umweg von 10 Minuten zu fahren (und natürlich ist es dort nur billiger, wenn man bald nach dem Tanken mit dem Fahrrad vorbeikommt, aber nicht, wenn man extra einen Umweg fährt).

    Wer sich über den Spritpreis aufregt, findet offenbar keine wichtigeren und lohnenderen Gründe.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (2030 Beiträge)

    25.08.2012 01:46 Uhr
    Da wohnt man neben der Raffinerie
    und in Bayern ist der Sprit billiger. 7 cent habe ich weniger bezahlt.

    Vielleicht soll ja auch der E10 Sprit attraktiver gemacht werden, viele werden gezwungen sein den zu tanken.
    Wer einen V8 fährt, den interessieren auch die Spritpreise nicht, schmerzhafter wäre eine Geschwindigkeitsbeschränkung, wobei man eh meistens nur 120 fahren darf, was aber kaum jemand interessiert.
    Am Ende wird es aber wirklich so kommen, dass die Straßen und Autobahnen leerer werden, weil sich die Meisten Tanken kaum noch leisten können. Wir bezahlen dann, weil die die noch fahren können die Spritpreise von der Steuer abziehen, können aber nicht fahren.
    So wie beim Rettungsschirm.
    „Wenn der Guckuck Eier legt, so muß ein fremdes Nest herhalten.“
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