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Karlsruhe Bauarbeiten gehen voran: Gesperrte Jöhlinger Straße könnte früher als geplant fertig werden

Zwischen Weingarten und Jöhlingen ist die Landstraße gesperrt. Auf einer Länge von rund zwei Kilometern wird dort die Fahrbahn erneuert. Jetzt neigt sich der zweite Bauabschnitt dem Ende entgegen - schneller als gedacht. Autofahrer müssen sich trotzdem noch eine Weile gedulden: Die Wiedereröffnung der Straße ist erst für das Frühjahr 2021 angesetzt.

Es geht schneller voran als geplant: Voraussichtlich im Februar 2020 wird der zweite Bauabschnitt der Jöhlinger Straße in Weingarten frühzeitig fertiggestellt sein. Das gibt die Gemeinde Weingarten in einer Pressemitteilung bekannt.

Anstehende Tiefbauarbeiten erschweren die Arbeit

Ist dieser Schritt der Sanierungsarbeiten getan, sollen in den Frühlingsmonaten die vorbereitenden Maßnahmen für den dritten und letzten Bauabschnitt starten. Ein Teilstück von 35 Metern Länge soll bereits vorgezogen werden, dadurch könnte sich die Bauzeit um zirka sechs Wochen verkürzen.

(Symbolbild) | Bild: Lukas Hiegle

Bauabschnitt drei zieht sich vom Katzenbergweg bis vor in Richtung Ortskern zum Knotenpunkt an der B3 und ist besonders umfangreich. Der Grund sind Tiefbauarbeiten - unter anderem wird ein Regenwasser-Entlastungskanal vom Katzenbergweg bis nach dem Wasserrad eingebaut. Er wird über eine Strecke von 300 Meter im Straßenkörper verlegt und führt das Regenwasser der Setz nach dem Wasserrad in den Walzbach.

Aus diesem Grund muss die Straße in Bauabschnitt drei zwischen B3 und Katzenbergweg komplett gesperrt werden. "Auf 300 Metern wird die Jöhlinger Straße beim Umbau der Kanalisation überhaupt nicht befahrbar sein – anders als in den ersten beiden Bauabschnitten, wo die Rettungskräfte und Anwohner fast immer durchfahren konnten", so Bürgermeister Eric Bänziger.

Zebrastreifen verwandelt sich in Fußgängerampel

Nicht nur unterirdisch wird sich einiges verändern: Auch in Sachen Straßenführung soll einiges erneuert werden. Der bisherige Zebrastreifen am Katzenbergweg wird durch eine Fußgängerampel ersetzt. "Außerdem braucht es teilweise Straßenverengungen um eine ausreichende Gehwegbreite zu gewährleisten", heißt es weiter. Eine weitere Querungshilfe an der Bruchsaler Straße im Bereich der Turmbergtreppe soll für mehr Sicherheit für die Fußgänger sorgen und ist laut der Gemeinde beantragt.

Auch der Knotenpunkt an der Einmündung der Jöhlinger Straße in die Bundesstraße auf Höhe des Rathauses gehört mit zum dritten Bauabschnitt. Seitens der Verkehrsbehörde werde dieser anhand der vorhandenen Verkehrszahlen als "ausreichend" und der Verkehr "noch abwickelbar" angesehen, so dass kein Handlungsbedarf bestehe.

(Symbolbild)
(Symbolbild) | Bild: Thomas Riedel

Darum werde sich das Regierungspräsidium als Straßenbaulastträger nicht an den Kosten des vom Gemeinderat gewünschten Kreisels beteiligen, so die Gemeinde. Bürgermeister Bänziger sprach sich persönlich gegen eine Kreisellösung am Rathaus aus, habe aber den Auftrag des Gemeinderats, hier nochmals den Kontakt mit dem Regierungspräsidium zu suchen.

Einbahnstraße soll Zufahrt für Rettungskräfte schaffen

Während des dritten Bauabschnitts ist der Steigweg die einzige Verbindungsstrecke zwischen Oberdorf und Ortskern. Die Gemeindeverwaltung hat in diesem Zusammenhang verschiedene Alternativen prüfen lassen: Die Entscheidung fiel sowohl gegen eine Ampelregelung auf der B 3/Burgstraße, als auch gegen den zweispurigen Ausbau des Steigwegs.

Um die ständige Befahrbarkeit für Rettungskräfte zu gewährleisten und ein Verkehrschaos zu verhindern, blieb als einzige Option, den Steigweg als nach oben führende Einbahnstraße auszuweisen. Bewohner des Oberdorfs müssten, um in den Ortskern zu kommen, also die großräumige Umfahrung in Kauf nehmen.

Lösung für das Oberdorf in Sicht?

Nun ist eventuell eine neue Lösung in Sicht. Auf Anfragen einiger Gemeinderäte, sowie der neu gegründeten Bürgerinitiative "Unser Dorf soll nicht geteilt werden" wurde das Thema "Einbahnstraße Steigweg" noch einmal aufgerollt.

(Symbolbild)
(Symbolbild) | Bild: pixabay.com@kalhh

Die Verwaltung hat eine ergänzende Verkehrsuntersuchung in Auftrag gegeben, da insbesondere in den Abendstunden und am Wochenende eine beidseitige Befahrung des Steigwegs  eigentlich möglich sein müsste. "Ohne Ampel geht das aber auf keinen Fall", so die Gemeinde in einer Pressemeldung. Darum wird geprüft, im Steigweg eine Baustellenampel zu installieren.

Momentan ist in Planung, den Verkehr von Steigweg und Katzenbergweg mit vier Baustellenampeln zu regeln. Dies soll zunächst in einer Testphase im Januar umgesetzt werden. Für die Bewohner des Oberdorfs würde die Befahrbarkeit des Steigwegs in beide Richtungen wohl eine große Entlastung während des rund zehn Monate dauernden dritten Bauabschnitts bedeuten. Die endgültige Wiedereröffnung der Jöhlinger Straße ist auf Frühjahr 2021 angesetzt

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Kommentare (2)
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  •   kamaraba
    (678 Beiträge)

    16.12.2019 16:47 Uhr
    Wie immer bei ka-news
    Sehr passendes Titelbild - eine vierspurige Autobahn!!!
    Ihr lernt es aber auch nimmer.
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  •   Schattegustl
    (159 Beiträge)

    16.12.2019 07:44 Uhr
    Gehweg zu schmal?
    Lustig. Wenn Weingarten meint, die Gehwege seien zu schmal, dann sollten sie vor allem mal die Autos von den Gehwegen runterbringen
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