Karlsruhe Bahnlinie nach Knielingen-Nord: VBK nennt Details zur Neubaustrecke

Bis 2020 müssen sich die Knielinger noch gedulden, bevor die neue Bahnstrecke in Betrieb geht. Mit der ersehnten Finanzierung können die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) jetzt aber mit der Planung richtig starten.

Ende Juli war von Seiten des Regierungspräsidiums Karlsruhe der Planfeststellungsbeschluss für den Neubau einer Straßenbahnstrecke im Karlsruher Stadtteil Knielingen erlassen worden. Nun gab das baden-württembergische Verkehrsministerium bekannt, dass für den Neubau der Stadtbahnstrecke von der bisherigen Endhaltestelle Lassallestraße in den Norden des Karlsruher Stadtteils Knielingen Fördermittel in Höhe von 6,1 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Das Gesamtvolumen der Kosten für das Vorhaben beläuft sich auf 14 Millionen Euro.

"Wir freuen uns sehr, dass dieses wichtige Neubau-Projekt von Seiten des Landes in diesem großen finanziellen Umfang gefördert wird", sagt Alexander Pischon, Vorsitzender der Geschäftsführung der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) und der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) sowie Geschäftsführer des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV).

"Durch die Verlängerung der Straßenbahnlinie 2 von Knielingen-Nord bis ins Neubaugebiet Knielingen 2.0 können wir unseren Fahrgästen in diesem Bereich künftig eine neue, attraktive Anbindung anbieten", ergänzt Ascan Egerer, technischer Geschäftsführer der VBK und der AVG. Bisher erfolgte die Anbindung des Neubaugebiets noch durch eine Buslinie.

Ende 2018 sollen die Bagger rollen

Zum Jahresbeginn 2018 werden die VBK mit der Ausführungsplanung für die Neubaustrecke beginnen. Die Beauftragung der für den Streckenneubau erforderlichen Bauarbeiten soll bis Ende 2018 erfolgen. Im Anschluss soll zum Jahreswechsel 2018/2019 mit der Umsetzung der ersten Baumaßnahmen begonnen werden.

Vier neue Haltestellen sollen im Karlsruher Stadtteil Knielingen entstehen.
Vier neue Haltestellen sollen im Karlsruher Stadtteil Knielingen entstehen. |

Das auf Antrag der VBK genehmigte Vorhaben erstreckt sich über eine Länge von rund 1,5 Kilometern. Die zweigleisige Neubaustrecke beginnt in der Siemensallee auf Höhe des heutigen Gleiswendedreiecks Wilhelm-Trübner-Weg/Lassallestraße. Sie führt künftig in Mittellage weiter durch die Siemensallee, schwenkt dann an der Kreuzung mit der Sudetenstraße (K 9650) nach Nordosten und folgt dieser Straße rund 750 Meter bis zur Einmündung der Egon-Eiermann-Allee. Dort schwenkt die Trasse in die Egon-Eiermann-Allee ein und endet kurz vor der Eggensteiner Straße mit einer Wendeschleife und einem Abstellgleis. Entlang der Neubaustrecke werden vier neue Haltestellen angelegt, die barrierefrei ausgebaut und überwiegend mit Bike+Ride-Anlagen ausgestattet werden. Kreuzungen mit Straßen oder Geh-/Radwegen werden grundsätzlich als technisch gesicherte Bahnübergänge ausgebildet.

An jeder Haltestelle wird eine für Fußgänger gesicherte Gleisquerung eingerichtet. Darüber hinaus erfordert die Umsetzung der Maßnahme unter anderem teilweise Anpassungen des Straßenquerschnittes in der Siemensallee und in der Sudetenstraße. Schließlich werden das heutige Gleiswendedreieck am Wilhelm-Trübner-Weg sowie der Bahnsteig der bisherigen Endhaltestelle Lassallestraße zurückgebaut.

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