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Karlsruhe Bahngleise bei Bruchsal angezündet: Gibt es schon eine heiße Spur?

Bahn-Pendler brauchten in der vergangenen Woche viel Geduld: Mehrere Brände sorgten auf Bahngleisen rund um Bruchsal für Verspätungen. Die Polizei sucht seither nach den Brandstiftern. Wie kommen die Ermittlungen voran?

Am vergangenen Donnerstag waren Feuerwehrleute und die Polizei in Nordbaden im Dauereinsatz. An den Bahnstrecken in der Region wurden innerhalb eines Tages gleich fünf Brände gemeldet. Zum einen hatten Unbekannte am Mittwochabend nördlich von Graben-Neudorf zwei parallel zur Bahnstrecke Karlsruhe-Mannheim verlaufende Kabelschächte der Deutschen Bahn in Brand gesetzt. 

Innerhalb kürzester Zeit wurden den Einsatzkräften dann vier weitere Brände gemeldet: Unter anderem wurden sowohl in Untergrombach, am Bruchsaler Schlachthof als auch in Walldorf-Wiesloch Brände entlang der Bahnstrecken gelegt. In den Abendstunden wurde der Polizei dann noch ein Brand zwischen Germersheim und Speyer auf Höhe Lingenfeld gemeldet. 

"Nichts deutet auf einen Anschlag hin"

Allein in Graben-Neudorf richteten die Brandstifter einen Schaden von mindestens 100.000 Euro an. Seither arbeitet eine Ermittlungsgruppe der Bundespolizei und des  Kriminalkommissariats Bruchsal an der Aufklärung der Brände. Fest steht bislang nur, dass es sich in allen fünf Fällen um Brandstiftungen handelte, wie Polizeisprecher Florian Herr im Gespräch mit ka-news angibt. 

Von einem Brandanschlag oder gar Terrorismus will Herr aber nichts wissen. "Es gibt nach wie vor keine Anhaltspunkte für einen Anschlag", betont der Polizeisprecher. Zu keiner Zeit hätten Gefahren für Bahnreisende bestanden. Die Deutsche Bahn hatte vergangene Woche von einem "Brandanschlag" gesprochen. Im Gespräch mit dem SWR bezeichnete Polizeisprecher Florian Herr die Wortwahl der Deutschen Bahn als "unglücklich". 

Ist ein Serientäter in der Region unterwegs?

Ansonsten fehlt von den Brandstiftern bislang noch jede Spur. Unklar ist laut Polizei zudem, ob die Taten zusammenhängen und wie viele Täter beteiligt waren. "Bei den fünf Bränden haben sich leichte Unterschiede in der Vorgehensweise gezeigt", so Polizeisprecher Herr. 

Ausschließen könne man einen Zusammenhang zwischen den Taten aber auch nicht. "Der Verdacht liegt noch immer nahe, dass die Brände zusammenhängen", erklärt Herr. In Karlsruhe selbst habe es bislang noch keine Brandstiftungen ähnlicher Art gegeben. 

Aktualisierung, 11.39 Uhr:

Wie ein Sprecher der Karlsruher Polizei im Gespräch mit ka-news bestätigt, kam es am Montagabend zu zwei weiteren Bränden an Bahnstrecken in Nordbaden. So wurde den Einsatzkräften um 19.45 Uhr in Jockgrim (Kreis Gemersheim) ein Kabelbrand gemeldet. Dieser wurde vermutlich bereits mittags gelegt. 

Des Weiteren kam es zu einer Brandstiftung auf der Strecke zwischen Hockenheim und Waghäusel auf Höhe von Altlußheim zu einem Einsatz. In beiden Fällen deute alles auf Brandstiftung hin, so der Sprecher der Karlsruher Polizei. 

Aktualisierung, 17 Uhr:

Wie die Karlsruher Polizei in einer Pressemitteilung berichtet, haben Unbekannte erneut Kabelschächte der Deutschen Bahn in Brand gesetzt. Betroffen waren die Strecken bei Jockgrim, Kreis südliche Weinstraße und Altlußheim, Rhein-Neckar-Kreis. Damit stieg die Anzahl derartiger Brandstiftungen seit Ende Dezember auf insgesamt sieben.

Bei der anschließenden Suche nach Tatverdächtigen war neben mehreren Streifenwägen auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt. Die Fahndungsmaßnahmen führten jedoch nicht zur Feststellung verdächtiger Personen. Aufgrund der Taten kam es im Bahnverkehr zu teilweise erheblichen Behinderungen und Wartezeiten sowie vereinzelten Zugausfällen.

Nach den Ergebnissen der Spurensicherung legten die Täter gegen 14:20 Uhr an der Bahnstrecke bei Jockgrim die Kabel eines Schachtes frei und setzten diese anschließend in Brand. Gegen 19:20 Uhr agierten die Unbekannten bei Altlußheim in gleicher Weise.

Durch die Brände kam es zu Störmeldungen bei den Signalanlagen, weshalb der Zugverkehr auf den tangierten Strecken zeitweise eingestellt werden musste. Zur Aufklärung der Brandstiftungen wurde zwischenzeitlich die Ermittlungsgruppe "Brand" unter Federführung des Kriminalkommissariats Bruchsal gegründet. Unter den insgesamt acht Ermittlern sind auch drei Beamte der Bundespolizei.

Nach wie vor gestaltet sich die Suche nach den Tätern schwierig. Neben den mit Hochdruck geführten Ermittlungen setzt die Polizei daher auch auf die Mithilfe der Bevölkerung. Wer verdächtige Wahrnehmungen gemacht hat wird gebeten, sich mit dem Kriminaldauerdienst unter 0721/939-5555 in Verbindung zu setzen. In dringenden Fällen sollte der Polizeinotruf 110 verständigt werden.

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  •   ka-lex
    (1689 Beiträge)

    03.01.2017 10:37 Uhr
    Wenn einer Feuer legt
    ist das natürlich ein Anschlag. Was denn sonst?
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  •   Smartraver
    (7579 Beiträge)

    03.01.2017 08:10 Uhr
    Zusammenhang nicht auszuschließen
    Wäre ja auch schon seltsam wenn innerhalb eines Tages im selben Bereich verschiedene Idioten auf dieselbe Idee kommen würden mal die Kabel in einem Kabelschacht am Gleis anzuzünden.
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  •   sorry55
    (831 Beiträge)

    03.01.2017 07:55 Uhr
    Bahngleise?
    Gestern war es der Wintereibruch auf den ich vergeblich gewartet habe und heute brennen Bahngleise. Ich denke der Schmelzpunkt von Bahngleisen dürfte weit über 1000 Grad liegen, das dauert ein wenig bis die brennen. Was bleibt ist hier und da nur heiße Luft.
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  •   Mammut
    (766 Beiträge)

    03.01.2017 10:46 Uhr
    Vielleicht waren das noch Holzschienen....
    ....wie sie im Mittelalter üblich waren? Nachhaltig, vegan und fair getradet?
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  •   mein-senf
    (1022 Beiträge)

    03.01.2017 11:41 Uhr
    nicht zu vergessen
    politisch korrekt, mit einem Gewissenberuhigungssiegel, gender angepasst, voll recyclebar natürlich mit grünem Punkt, klimaneutral, oder in einer sonstigen Art und Weise heutzutage bescheuerten, in den Augen von vielen, von Politik und Medien irre geleiteten ( oder sagen wir nicht besser eingelullten ) armen Büger , nötigen Verkrampfung angepasst...
    Das ist jetz nix in Richtung von "Lügenpresssegeblöke" von diesen verwirrten Mensch distanziere ich mich ganz klar.

    Denk ich an Deutsdchland in der Nacht
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  •   yokohama
    (3449 Beiträge)

    03.01.2017 12:04 Uhr
    Wir schaffen das!
    Die kultursensible Berichterstattung und eine Armlänge Abstand nicht vergessen! Um den thematischen Bogen mal noch weiter zu schlagen..
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  •   mein-senf
    (1022 Beiträge)

    03.01.2017 12:19 Uhr
    nicht ausser zu lassen
    ist die Begegneung auf Augenhöhe ... jetzt haben die das BS Bingo der verwirrten Schwafler bald voll... hehehehehe
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