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Karlsruhe Bagger-Unfall in Durlach: Stadt spricht von problemloser Bergung

Am Donnerstag bezieht nun auch die Stadt Stellung zum Bagger-Unfall in der Pfinz. "Zu keiner Zeit bestand Gefahr für die Umwelt", heißt es in einer Pressemeldung. Am Dienstag war ein Bagger in der Pfinz eingesunken und konnte sich nicht eigenständig mehr befreien.

An der Pfinz in Durlach sorgte ein abgesunkener Bagger für öffentliche Aufmerksamkeit. Mittlerweile steht das Baugerät wieder auf trockenem Boden, so die Stadt in einer Pressemeldung. Der Bagger war in einen mit Schlamm gefüllten Bombentrichter gefahren und bis zur Fahrerkabine im Wasser versunken. Dabei habe es zu keiner Zeit eine kritische Situation gegeben, bestätigt das städtische Tiefbauamt nun in einer Pressemeldung.

Wie bereits berichtet, steht der Baggereinsatz im Zusammenhang mit geplanten Bauarbeiten für die vor wenigen Tagen begonnene naturnahe Umgestaltung des Gewässers unterhalb der Pforzheimer Straße bis zum Eisenbahndurchlass. Der Einsatz der Bagger im Gewässer sei dabei vorgesehen gewesen und das Gerät sei entsprechend ausgestattet. Dementsprechend sei es nun auch nach der Bergung weiterhin funktionstüchtig.

Entgegen der Darstellung verschiedener Medien, stellte das Hochwasser der Pfinz zum Zeitpunkt der Arbeiten kein Problem dar, so die Stadt weiter. "Der Pegel der Pfinz in Berghausen befindet sich seit Beginn der Baumaßnahme nur geringfügig über der Mittelwassermarke. Davon unabhängig würde im Falle eines Pfinzhochwassers, das nicht im Januar, sondern zwischen Ende Februar und Mai auftritt, wie die langjährige Pegelaufzeichnungen der Hochwasservorhersagezentrale belegen, die Hochwasserwelle ab dem Hühnerlochwehr planmäßig über den Pfinzentlastungskanal abgeleitet", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Dementsprechend gibt es in diesem Pfinzabschnitt auch generell keine Hochwassergefährdung.

Zeitpunkt berücksichtigt Laichverhalten der Fische

Auch die Kritik des Anglervereins Durlach, der das Gewässer gepachtet hat, entgegnet die Stadt. Für die Maßnahme sei seitens der Wasserbehörde eine wasserrechtliche Plangenehmigung erteilt worden. In diesem Rahmen sei auch eine Anhörung des Anglervereins und der Naturschutzverbände erfolgt. Die Genehmigung würde auch die Laichzeit der Fische berücksichtigen. Somit wäre eine Bauzeit bis Ende Februar möglich.

Auf Grund der Bauzeitvorgabe und der Auslastung der beauftragten Baufirma wurde nun frühzeitig mit den Arbeiten begonnen, so dass ein Abschluss der Arbeiten bis Ende Februar möglichst gewährleistet werden kann und dabei alle Umweltbelange, wie sie in der wasserrechtlichen Entscheidung abgewogen worden sind, bestmöglich berücksichtigt werden. "Am Ende kommt die Maßnahme nicht nur der Gewässerökologie im Allgemeinen, sondern insbesondere auch der Fischfauna zu Gute", beendet die Stadt ihre Stellungnahme.

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Kommentare (4)
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  •   Berty87
    (258 Beiträge)

    11.01.2018 18:49 Uhr
    Is
    Ja klar. Das immer gesagt das nichts passiert ist. Denn wer verkraftet schon schlechte Nachrichten.
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  •   likeka
    (193 Beiträge)

    11.01.2018 19:44 Uhr
    Wer verkraftet schon,
    dass man aus einer Mücke einen Elefant gemacht hat?
    Dieser extra ausgestattete Bagger ist bei genehmigten Bauarbeiten aufgrund eines Bombentrichters im Boden abgesackt.
    Er konnte geborgen werden und kann jetzt weiterarbeiten.
    Es gibt keine Umweltgefährdung.
    Da ist also wirklich nichts spektakuläres passiert.
    Aber Hauptsache, es gab erstmal eine Fotogalerie auf ka-news.
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  •   DerSpinner
    (1797 Beiträge)

    12.01.2018 01:13 Uhr
    Ich habe es schon im anderen Artikel geschrieben:
    Bagger sind an vielen Stellen mit Schmiermitteln versehen. Auch wenn diese angeblich nicht Umweltgefährdend eingestuft sind, heißt das nicht, daß es nicht trotzdem so ist. Nicht zu allen Eventualitäten werden Untersuchungen angestellt. Ich vermute, daß sich Schmierfette im Wasser gelöst haben, deren Schädlichkeit in keiner Weise bekannt sind. Selbst bei Ungiftigkeit ist ein Fettfilm auf dem Gewässer keinesfalls förderlich sind.
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  •   DerSpinner
    (1797 Beiträge)

    12.01.2018 01:16 Uhr
    Jetzt streichen wir noch das letzte "sind",
    dann gefällt es mir schon besser.
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