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Karlsruhe Autos ohne Fahrer: Wie wird die mobile Zukunft in Karlsruhe aussehen?

In den Räumen des Forschungszentrums Informatik (FZI) am Karlsruher Institut für Technologie war Anfang Juli die Begeisterung groß, als Karlsruhe den Zuschlag zum Aufbau eines Testfelds für autonomes Fahren bekommen hat. Dort wird schon seit einiger Zeit an dem Traum, um das selbstfahrende Auto geforscht. ka-news hat die Forscher besucht und gefragt, wann alle Autos alleine fahren werden.

Hinter den Toren eines Gebäudes an der Haid-und-Neu-Straße wird an dem Verkehr der Zukunft gearbeitet. Und diese Forschung könnte nun mit dem neuen Testfeld zwischen Karlsruhe und Bruchsal ganz neue Möglichkeiten erlangen. Welche das sind, hat Sebastian Klemm, wissenschaftlicher Mitarbeiter am FZI und Beteiligter an der Forschung im Gespräch mit ka-news erläutert. Er promoviert derzeit im Forschungsbereich "Autonomes Fahren".

Dass es hier ein Testfeld geben wird bedeutet nicht, dass eine spezielle Route für autonome Fahrzeuge gebaut würde. "Es ist aber eine spezielle Infrastruktur für das Autonome Fahren notwendig", erläutert er. So könnten Ampel mit Signalen ausgestattet werden, die den Fahrzeugen Rückmeldungen geben, ob sie gerade Grün oder Rot ist.

"Heute geht das mit Kameras, aber die können von der Sonne überstrahlt werden. Das kennt jeder Autofahrer", so Klemm. Es geht hier also um eine doppelte Absicherung, damit der Autopilot die Situation richtig einschätzen kann und nicht versehentlich bei Rot über die Ampel fährt.

Senorik Autonomes Fahren FZI

Die Technik ist bisher noch nicht massentauglich

Dass die Technik noch nicht ganz ausgereift ist, zeigt ein Blick in die Vereinigten Staaten. Dort gerät der Autohersteller Tesla immer wieder in die Schlagzeilen, weil seine von einem Autopilot gesteuerten Fahrzeuge in Unfälle verwickelt sind. Im Mai starb ein Autofahrer, weil sein Autopilot ein Lkw-Anhänger mit einem Straßenschild verwechselte und mit hoher Geschwindigkeit dagegen raste. 

Aus Karlsruhe lasse sich die Situation in den USA schlecht beurteilen, gibt Klemm an. "Wir kennen das Auto und das System nicht". Zudem sei man selbst noch in einer Vorstufe im Vergleich zum Tesla-Auto. Denn am FZI werden keine Fahrzeuge für den Endnutzer geplant, sondern einzelne Fahrassistenz-Systeme im Auftrag von Firmen.

Menschen können Situationen besser interpretieren

Eine Schwierigkeit für die Autonomen im Straßenverkehr besteht aus in der Interpretation der Verkehrssituation. "Der Mensch ist hier im situativen Denken überlegen", so Klemm. So können Menschen bisher bessere Vorhersagen treffen: "Er kann das, weil er das gelernt hat."

Hier setzt die Arbeit am FZI ein. Mittels Sensoren und Kameras sollen die Autos künftig so viele Daten sammeln, dass es sich souverän bewegen kann. Ein Fokus liegt dabei auch auf der Kommunikation: "Vielleicht brauchen wir irgendwann keine Ampeln mehr, weil es ein kooperatives Fahren zwischen den Fahrzeugen gibt", erläutert Klemm.

Weniger Tote, mehr Komfort

Dabei könnten die Fahrzeuge sich untereinander mitteilen, wo sie sind und so das eigene Fahren auf andere Verkehrsteilnehmer anpassen. Das langfristige Ziel hierbei laut Klemm: "Keine Verkehrstoten mehr und höchster Komfort für den Fahrer."

Wie dieser Komfort aussehen kann, hat das FZI jüngst in Stuttgart bewiesen. Hier parke eines der Karlsruher Fahrzeuge selbstständig in ein Parkhaus ein und schloss sich an das Ladesystem an. Eine Option, die auch in naher Zukunft schon möglich wäre. Bereits in Autos genutzte Fahrassistenten könnten ergänzt werden, beispielsweise mit Informationen aus dem Parkhaus.

Vision erfüllt: Automatisiertes Parken & Laden in Stuttgart from e-mobil BW GmbH on Vimeo.

Bis sich die Fahrzeuge allerdings autonom im dichten Innenstadtverkehr bewegen können, dauert es noch eine Weile. "Wir entwickeln alles schrittweise weiter." Bis die Fahrzeuge allerdings auf Autobahnen fahren können, könnte es nicht mehr so lange dauern. Hier sei die Situation für das System nicht so komplex wie im Innenstadtverkehr.

Testfeld Autonomes Fahren

Nichtsdestotrotz besteht das Testfeld, welches im Raum Karlsruhe eingerichtet werden soll, aus den verschiedensten Straßenformen. Mit diesen neuen Möglichkeiten der Forschung rückt das selbstständige Fahren, wie man es bisher nur aus Filmen kennt, in eine fassbare nähere Zukunft.

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Kommentare (18)
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  •   ALFPFIN
    (6688 Beiträge)

    22.07.2016 11:46 Uhr
    Malen Sie nicht sämtliche Teufel an die Wand,
    wenn es nur dass wäre, was er in seiner Nominierungsrede gesagt hat, hätte Trump vielleicht die eine oder andere Stimme verdient. grinsen
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  •   Mili
    (1237 Beiträge)

    22.07.2016 09:10 Uhr
    Nichts für Karlsruhe..
    ständig Baustellen. Ich denke die Wägelchen wären überfordert. Ich finde doch in dieser Stadt eher 'Fahrer ohne Autos' als Autos ohne Fahrer'. Unser KA lässt das doch überhaupt nicht zu.
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  • unbekannt
    (1 Beiträge)

    22.07.2016 07:34 Uhr
    Also für so ein scheiß Dreck braucht man irgendwann kein früherschein mehr weil man nicht mehr...
    Also für so ein scheiß Dreck braucht man irgendwann kein früherschein mehr weil man nicht mehr selbst fährt also ich bin dafür für selber fahren dann kann man genau so gut mit strassen bahn fahren und es ist nichts sicher Auf der Welt also es passiert überall.
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  •   haku
    (4060 Beiträge)

    22.07.2016 11:51 Uhr
    Toller Beitrag
    Nur wenn man keinen Führerschein mehr braucht und auch blinde die Karren benutzen können macht der ganze autonome Fahrerei überhaupt erst Sinn. Alles andere ist nur verwirrend und sorgt für endlose Streiterei, wer jetzt in welcher Situation wie für was verantwortlich ist. Autonome Fahrzeuge haben auch den Vorteil, dass man eigentlich kein eigenes mehr braucht, das eh 23 Stunden am Tag einen Parkplatz belegt. Ich bestell' mir eine Karre vor die Haustür und wnen ich am Ziel ankomme steig' ich aus und die Karre macht sich vom Acker - zum nächsten Fahrgast oder ein Stellplatz. Ich will von A nach B kommen. Ich will nicht steuern müssen, mich um Autopflege kümmern und den ganzen Mist.
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  •   definitivabseits
    (1075 Beiträge)

    22.07.2016 18:39 Uhr
    Die Vorstellung,
    dass ein Blinder in einem Auto sitzt, das nur von einem Computer gesteuert wird ist der ultimative Albtraum.
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  •   Petzi
    (247 Beiträge)

    24.07.2016 14:43 Uhr
    Hihi..
    ...hier fahren bereits genug "Blinde" mit einem Auto und das ganz ohne Computersteuerung...............
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  •   fuzzynervzwerg
    (1148 Beiträge)

    22.07.2016 08:48 Uhr
    Herzlichen Glückwunsch
    zu diesem tiefgründigen, aussagekräftigen und in geschliffenem Deutsch hervorragend ausformulierten Erstlingskommentar.
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  •   candyman
    (7188 Beiträge)

    22.07.2016 10:37 Uhr
    Liegt bei "Naddelle" die Betonung auf "-elle", oder
    sollte das die badisch-typische Abkürzung für "Nadine" sein, also "Naddele" mit Druck auf dem "a" sein?
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