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Karlsruhe Auseinandersetzung auf dem Karlsuher Europaplatz eskaliert: 21 Streifenwagen im Einsatz, viele Platzverweise und Festnahmen

Insgesamt waren 21 Streifenwagenbesatzungen vor Ort und der Europaplatz musste geräumt werden: In der Nacht zum Sonntag eskalierten mehrere kleine Auseinandersetzungen. Das berichtet die Polizei nun in einer Pressemeldung.

Gegen 1.15 Uhr in der Nacht auf Sonntag wurden der Polizei mehrere kleinere Auseinandersetzungen auf dem Europaplatz gemeldet. Als die ersten Beamten vor Ort eintrafen, heizte sich die Stimmung trotzdem immer weiter auf. Selbst als insgesamt 21 Streifenwagen auf dem Europaplatz waren, beruhigte sich die Stimmung zunächst nicht. Den ausgesprochenen Platzverweisen kamen viele der rund 80 Anwesenden nicht nach. Das schreibt die Polizei in einer Pressemitteilung nach dem Wochenende. 

Der Platz musste schließlich geräumt werden: 23 Mal wurden Platzverweise erteilt, sechs Personen kamen in Polizeigewahrsam. "Ein 17-Jähriger und ein 18-Jähriger wurden von einem Polizeihund gebissen, da sie sich trotz mehrfacher Warnungen und Anweisungen nicht von Europaplatz entfernten, beziehungsweise absichtlich und provozierend auf den Diensthund zugingen", heißt es in der Polizeimeldung. Sie waren beide laut Atemtest mit 1,24 Promille und 1,8 Promille alkoholisiert.

Ein weiterer Jugendlicher musste ebenfalls in Gewahrsam genommen werden. Die Mutter des betrunkenen 15-Jährigen weigerte sich jedoch, ihren Sohn bei der Polizei abzuholen. Gegen 2.45 Uhr wurde der Europaplatz von den Polizisten wieder freigegeben.

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Kommentare (44)
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  •   Weichei
    (120 Beiträge)

    24.10.2018 09:23 Uhr
    Ihr in Karlsruhe seit doch selber schuld
    Als die Jungs noch ungehindert bei Fussballspielen randaliern konnten, haben sie dort ihre Aggressionen abgebaut.
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  •   max
    (173 Beiträge)

    23.10.2018 16:38 Uhr
    Lieber Schreiberling DIPFELE,
    man sollte die Sachlage nicht verharmlosen, denn ein 15 jähriger mit Promillezahlen, junge Leute, die auf die Polizei losgehen und beleidigen, das hat es bei Gott früher nicht gegeben. Hier hatte man noch Respekt vor der Obrigkeit und hat sich von dannen gemacht. Um es deutlicher zu sagen, solche Ansammlungen gab es nicht. Ich kann nur eines sagen:" Wehret den Anfängen! Was uns Politiker uns vormachen wollen, dass es in der Stadt sicher sei, das stimmt leider nicht. Also lieber DIPFELE bleibe bei den Tatsachen und den Gegebnheiten.
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  •   betablocker
    (3670 Beiträge)

    23.10.2018 17:54 Uhr
    Sagen wir so:
    Wahrscheinlich hats auch das früher schon gegeben, nur nicht in dem Maße. Im allgemeinen war die Party beendet wenn die Polizei aufgetaucht ist, sowohl im privaten als auch im öffentlichen Raum. Möglicherweise war der eine oder andere Angetrunkene noch ein bisschen diskussionsfreudig, aber dann gabs genug andere die ihm gesagt haben, dass jetzt gut ist.
    Ich war beileibe bei mehr als einer Party bei der zu vorgerückter Stunde die Polizei aufgetaucht ist weils einfach zu laut war. Die sind gekommen, waren freundlich aber bestimmt und haben ausdrücklich gesagt sie wollen an diesem Abend nicht nochmal kommen müssen. Damit war die Sache erledigt.
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  •   Felix1999
    (48 Beiträge)

    23.10.2018 14:04 Uhr
    Die Frage ist,
    ob die Mutter ihren Sohnemann nicht abholen wollte oder nicht konnte.
    Wir gehen mal vom Guten im Menschen aus und gehen davon aus, dass im ersten Fall eine Nacht in der Ausnüchterungszelle eine vielleicht wirksame Erziehungsmaßnahme sein sollte oder im zweiten Fall die Mutter die jüngeren Geschwister betreuen musste. Andererseits muss man weiter fragen, was dieser Jungspund um diese Uhrzeit betrunken in der Stadt zu suchen hatte. Im ungünstigsten Fall war die Mutter im gleichen Zustand.
    Aber wie gesagt: Gehen wir vom Guten im Menschen aus. Im Allgemeinen jedenfalls.
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  •   Pilsi57
    (270 Beiträge)

    23.10.2018 12:31 Uhr
    Wir ernten immer mehr die Früchte
    von zu lascher oder keiner Erziehung, Kuschelpädagogik und Kuscheljustiz. Respekt voe der Polizei, lehrern und Eltern geht immer mehr verloren. Autorität ist verpöhnt, Antiautoritismus ist die Losung. Und dann wundert man sich, dass solche Dinge immer mehr vorkommen. Verharmlost von der Politik müssen die Bürger dies aushalten. Es hat füher auch Schlägereien gegeben, nur nicht mit der Brutalität von heute. Wenn einer am Boden lag und sich ergab, wurde aufgehört. Heute wird noch richtig mit den Füssen eingetreten, bis derjenige reif ist für die Intensivstation, zumindest für den stationären Krankenhausaufenthalt.
    Die Situation wird nicht besser, sondern eher noch schlechter werden, da wie von Mondgesicht zitiert, der Großteil des Gemeinderates blind ist.
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  •   melotronix
    (2634 Beiträge)

    23.10.2018 11:53 Uhr
    warum bekommt die Stadt das nicht in den Griff..?
    ...Es ist wirklich bekannt, dass dieser Platz ab einer gewissen Uhrzeit nicht mehr zum Flanieren einlädt.
    Wer alles verschliesst sich vor diesen Tatsachen? Dann lasst dort um die kritischen Zeiten zivile Polizei vor Ort sein. Der Hergang und der Beginn einer Tat lassen sich so auch u.U. viel besser belegen.
    Und dann aber bitte durchgreifen... und die härtesten Strafen verhängen. Das Wohl der Bürger scheint der Stadt schon lange abhanden gekommen zu sein. Ein Armutszeugnis.
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  •   Mondgesicht
    (1959 Beiträge)

    23.10.2018 12:01 Uhr
    Die Antwort könnte lauten:
    Weil man die Augen vor der Realität verschließt.

    Zitat aus der Antwort der Verwaltung auf den CDU-Antrag auf Videoüberwachung an ausgewählten Plätzen in der Innenstadt:
    Nach § 21 Absatz 3 des Polizeigesetzes Baden-Württemberg (PolG) ist eine Videoüberwachung im öffentlichen Raum zulässig, wenn sich die Kriminalitätsbelastung an den entsprechenden Örtlichkeiten deutlich von der im übrigen Gemeindegebiet abhebt.
    Diese Voraussetzungen sind im Stadtgebiet von Karlsruhe derzeit an keiner Örtlichkeit erfüllt, auch nicht am Kronenplatz, Europaplatz, Werderplatz oder Bahnhofplatz.
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  •   NeoTiger
    (624 Beiträge)

    23.10.2018 15:49 Uhr
    Das Problem ist, dass es dort tatsächlich nicht oft zu konkreten Straftaten kommt. Die betrunkenen Jugendlichen dort machen zwar viel Radau, pöbeln rum und sorgen für eine allgemein unangenehme Atmosphäre, aber anzeigewürdige Straftaten sind dort tatsächlich die Ausnahme. Das ist der berühmte Unterschied zwischen gefühlter und tatsächlicher Kriminalität.

    Ordnungswidrigkeiten wie Ruhestörung und illegale Müllentsorgung ja - sicherlich sehr viele. Aber die fällt halt nicht unter "Kriminalität" und rechtfertigt (noch) keine Videoüberwachung des öffentlichen Raumes.
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  •   silberahorn
    (9652 Beiträge)

    23.10.2018 13:44 Uhr
    Grund könnte sein,
    dass man bei einer anderen Mitteilung in Städterankings negativer abschneidet.
    Das bringt immerhin Nachteile mit sich, wenn man zugeben würde, dass es Problme irgendeiner Art gibt.

    Ehrlichkeit ist gar nicht so enfach, schon weil man alles so umdeuten kann, dass es besser klingt.
    Nun ja, besoffene Jugendliche sind zwar unangenehm, aber lange nicht so gefährlich wie die Drogenkapitäne im Hintergrund, denen man sowieso nicht allzu einfach beikommen kann.
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  •   Lars01
    (110 Beiträge)

    23.10.2018 11:50 Uhr
    Wo bleibt die Justiz
    Es wird wohl wie immer! Ein paar Platzverweise, Personalien aufnehmen und dann wird das mögliche Verfahren wegen Arbeitsüberlastung eingestellt. Die armen Polizisten dürfen sich mit dem Pack, woher es auch immer kommt, rumschlagen und die lachen sich tot. Und wenn die Polizei mal wirklich für Ordnung sorgt, kommt die interne oder irgendeine öffentlichkeitsgeiler Anwalt und verklagt ihn. Das sich überhaupt noch jemand findet, der Polizist wird und sich um Recht und Ordnung kümmert, ist ein Wunder.

    Hier in dem Fall: 2 Tage U-Haft. wg. Landfriedensbruch, dann kurzfristig Verfahren und soziale Stunden für die Öffentlichkeit, beim nächsten Vergehen mind. das Doppelte davon.
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