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Karlsruhe Aufwertung der östlichen Innenstadt: Neu gebildeter Sanierungsbeirat soll Entwicklung beratend unterstützen

Wenig einladende Räumlichkeiten und Billigläden prägen das Erscheinungsbild der Innenstadt-Ost. Ein sogenannter "Trading-Down-Effekt" hat dort Einzug erhalten. Mit Hilfe eines nun berufenen Sanierungsbeirats soll die östliche Innenstadt nun wieder aufgewertet werden.

Das Sanierungsgebiet Innenstadt-Ost wurde vom Gemeinderat bereits im vergangenen Jahr förmlich als solches festgelegt. Das Gebiet, für dessen Sanierung die Stadt knapp 92 Millionen Euro investieren will, erstreckt sich über rund 35 Hektar. Davon müsste sie 57,7 Millionen Euro selbst tragen, 34,1 Millionen Euro Zuschüsse gäbe es von Bund und Land. Ein Großteil der Summe soll laut Stadt unter anderem in die Umgestaltung des Kronenplatzes fließen. 

Stadtteil soll insgesamt attraktiver werden

Die unterschiedliche Gestaltung der umliegenden Gebäude sowie mangelnde gastronomische Angebote laden nicht zum Verweilen ein. Das will die Stadt ändern. Außerdem wolle man bei Verbesserung der Beleuchtung das Sicherheitsgefühl der Bürger auf dem Platz verbessern. Der Kronenplatz ist aber nicht die einzige Baustelle. Der Stadtteil solle insgesamt für Gewerbe, Handel und Bürger attraktiver werden.

Kronenplatz im September 2017
Der Karlsruher Kronenplatz soll umgestaltet werden. (Archivbild September 2017) | Bild: Wessinger

Damit das funktioniert, wurde die Bildung eines Sanierungsbeirates beschlossen. Dieser soll dem Gemeinderat in allen wichtigen Angelegenheiten, rund um die Sanierung der östlichen Innenstadt, beratend zur Seite stehen. Die Mitglieder und deren Stellvertreter werden laut Stadt für die Dauer der jeweiligen Legislaturperiode vom Gemeinderat bestellt. Die Geschäftsführung des neu einberufenen Rates hat das Stadtplanungsamt. 

Sanierungsgebiet Innenstadt Ost
Das Sanierungsgebiet "Innnenstadt Ost" umfasst das Quartier "Östliche Kaiserstraße" und "Südliches Innenstadtquartier Kreuzstraße". | Bild: Stadtplanungsamt Karlsruhe

  

Zum Beirat gehören Stadtratsmitglieder verschiedener Fraktionen. Auch sachkundige Einwohner, von verschiedenen Ämtern und Vereinen empfohlen, wurden mit in den Rat berufen. Der Sanierungsbeirat besteht aus neun ordentlichen Mitgliedern, und deren acht Vertretern. Sieben sachkundige Einwohner wurden wie ihre sieben Vertreter ebenfalls berufen.  

Mehr zum Thema:

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Kommentare (13)
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  •   malerdoerfler
    (5596 Beiträge)

    10.02.2019 09:21 Uhr
    Ach ja, der Kronenplatz........
    ....steht der noch nicht unter Denkmalschutz?
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  •   Malaika
    (185 Beiträge)

    09.02.2019 22:17 Uhr
    Nicht nur die
    Innenstadt Ost ist sanierungsbedürftig. Mit der Bahn vom Kaiserplatz kommend, bietet die Straße auch nicht gerade ein einladendes Bild. Mehr Rambla und Basar als einladende Stadteinfahrt. Und Billigläden ziehen sich wie ein roter Faden durch die ganze Kaiserstraße. Dann würde ich mal in der ehemaligen Post anfangen, die Läden auszuräumen, speziell einen wegen massiver Geruchsbelästigung. Der Name "Postgalerie" ist mir da zu hoch geggriffen. Jetzt gibt's auch Bree nicht mehr, die schöne, hochwertige Ledertaschen führten und WMF macht auch bald dicht. Na, dafür kriegen wir dann ein neues Nagelstudio und den 283sten Handyladen. Armes Karlsruhe, wirklich nichts dahinter.
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  •   betablocker
    (4089 Beiträge)

    09.02.2019 23:56 Uhr
    Es ist
    halt das da was nachgefragt wird. Da fragt man sich eben ob man sich nicht eher übers Klientel Sorgen machen muss.
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  •   Route66
    (1758 Beiträge)

    10.02.2019 11:42 Uhr
    Richtig
    Würden die Kunden hochwertigere Ware vor Ort kaufen, müssten die guten Einzelhändler nicht dicht machrn. Am lautesten jammern ja immer diejenigen über den Schwund guter Geschäfte, die sich dort aufwändig beraten lassen und dann im Internet billiger bestellen. Geiz ist geil. Bis eins heult. Also selbstgemacht. Und jetzt soll die Stadt??? vorgeben, welche Geschäfte sich in Karlsruhe niederlassen dürfen? Lächerlich oder?
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  •   andip
    (9750 Beiträge)

    11.02.2019 12:15 Uhr
    Genau das scheinen
    hier viele zu glauben, das die Stadt alles vorschreiben kann, so auch in welchem Laden welche Ware angeboten werden muss.
    Ebenso frage ich mich in wie weit die Stadt überhaupt was an den Gebäuden sanieren kann, auch wenn die es nötig hätten.
    Denn die gehören der Stadt ebenfalls nicht und ob deren Eigentümern da mitmachen, ist eben sehr fraglich.
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  •   mueck
    (10750 Beiträge)

    09.02.2019 16:01 Uhr
    ?
    Ist ...

    ... jetzt die endgültige Gebietsabgrenzung, also Fritz-Erler-Str. und umzu mit drin? Oder ist das eine veraltete Grafik aus der Anfangszeit? Weil irgendwann wurde die mal rausgenommen, aber evtl. ist sie jetzt doch wieder mit drin?
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  •   ALFPFIN
    (6735 Beiträge)

    09.02.2019 15:12 Uhr
    Jetzt also
    ein Sanierungsbeirat für die Innenstadt-Ost. Gefühlte mindestens 3 mal im Jahr und das schon viele Jahre, macht man sich Gedanken um die Sanierung der Innenstadt Ost, vorrangig um den Kronenplatz herum. Gut inzwischen hat man schon mal förmlich das Sanierungsgebiet festgelegt und sogar die Finanzierung abgeschätzt, sicher auch nur förmlich, denn die Summen hierfür werden wie immer ziemlich aus der Form gehen.
    Also wenn wir bei uns im Amt darüber informiert wurden, dass förmlich was beschlossen wurde, konnte man ruhig ein Ohr wieder zuklappen, man wusste, dass dauert. grinsen
    Also jetzt wieder zum Beirat. Wie lange berät denn der jetzt wieder. Fangt doch endlich mal an!
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  •   dipfele
    (5448 Beiträge)

    11.02.2019 14:25 Uhr
    Hier aber gehts sehr schnell....
    … denn die Zuschüsse aus dem Landes-Sanierungsetat wurden bereits Ende 18 von Frau Schütz mit dem Zuschussbescheid der Stadt übermittelt.
    Sobald die Tunnelbahn fährt werden auf Sanierungskosten die Gleise ausgebaut und die Platanen abgeholzt. Einen anderen Zweck hat die Innenstadtsanierung Ost nicht. Es gibt dort eigentlich nichts zu sanieren. Ausser vielleicht private Gebäude. Aber die Zuschüsse liegen bei etwa 30%. Das dürfte für Private, die ihr Eigentum ohnehin in Schuss halten, uninteressant sein. Lediglich die Stadt spart Geld beim Gleisausbau.
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  •   mueck
    (10750 Beiträge)

    09.02.2019 15:57 Uhr
    !
    Zuerst der Beschluss, dann der Antrag auf Mittel aus Bund oder Land! Da ist dann der Flaschenhals, denn nur aus eigenen Stadtmitteln tut man nix, wenn versprochen wird, dass uns "fast alles" geschenkt wird! Siehe U-Sträble, wo die Rechnung aber leicht daneben ging ... Aber bei Sanierungen klappt das wohl besser, ist ja nicht die erste, da hat man schon mehr Erfahrungen als beim Verstecken von Straßenbahnen ...
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  •   IchKA
    (720 Beiträge)

    09.02.2019 14:45 Uhr
    Mit der Drohung die Stadt zu verlassen
    hat sich seinerzeit Loreal das Grundstück und Baugenehmigung am Rand des Platzes ertrotzt, der eigentlich
    offen und damit der Platzcharakter erhalten bleiben sollte.
    Nur zu dumm, dass sich die Stadtjuristerei nicht abgesichert hatte. Loreal hat den Platz zugebaut, dabei ein gutes Immo-Geschäft gemacht - und hat der Stadt sogleich den Rücken gekehrt Richtung Düsseldorf und der hohe Rat am Marktplatz stand da wie die Dussel. Die Bevölkerung hat den Schaden, der Platz ist ein für allemal verloren, denn es ist kein offener Platz mehr mit freien Sichtachsen. Auch an der Stadthalle am Kongresszentrum sind die offenen Sichtachsen des Platzes durch den völlig unpassenden Hotelbau unwiederbringlich zerstört.
    Aktionäre und Fondanteilnehmer haben partizipiert und die Bürger den Schaden, denn das Stadtbild hat auch da verloren. Auf der gegenüberliegenden Seite gammelt die Nanyhalle vor sich hin und verschlingt seit Jahren eine Menge Geld.
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