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Karlsruhe Ab in den Garten: In der Südoststadt wachsen jetzt Paprika, Tomaten und Zucchini

Seit 2009 gibt es in Wolfartsweier den "Sozialen Garten" des Vereins "Initial". Suchtkranke Menschen und Langzeitarbeitslose bauen hier unter Anleitung Gemüse an, das dann an soziale Einrichtungen verschenkt wird. Dieses Projekt hat nun den Schritt in Richtung Karlsruhe gemacht und ist unter dem Titel "Der Soziale Garten kommt in die Stadt" ab sofort in der Rahel-Straus-Straße zu finden.

Dort geht es zum einen natürlich auch weiterhin darum, den betreuten Menschen durch ihre Arbeit neue Alltagsstrukturen zu vermitteln, das Projekt steht aber auch unter dem Schlagwort "Urban Gardening". "Wir würden uns sehr freuen, wenn die Nachbarschaft hier mitgärtnern würde", erklärt "Initial"-Geschäftsführerin Nevenka Miljkovic. "Und sie sind natürlich auch herzlich eingeladen, sich hier mit Kräutern oder Gemüse zu versorgen".

Anwohner gärtnern mit

Dreimal in der Woche, immer montags, mittwochs und freitags - zwischen 11 und 14 Uhr - ist "Initial"-Gärtner Daniel Schlager mit seinen Arbeitern vor Ort und steht dann auch interessierten Bewohnern der Südoststadt Rede und Antwort. "Es wäre schön, wenn die Anwohner nachfragen, wir erklären dann gerne, was, wann wie geerntet werden kann", meint er. Von Stevia über Paprika bis hin zu Tomaten, Zucchini und verschiedenen Kräutern bietet der Nutzgarten eine durchaus breite Angebotspalette. Für alle, die sich nicht so gut auskennen, erklären Hinweisschilder die Pflanzen. So können auch Familien mit Kindern hier sinnvoll aktiv werden.

"Wir wollen den Bürgern hier etwas bieten, dass ein bisschen mehr ist, als nur Grünstreifen. Viele Anwohner haben hier nicht mehr als einen kleinen Balkon und hier können sie ein bisschen Garten erleben - selbst etwas anbauen und ernten", erklärt Max Breitzler, Sozialpädagoge und Möbelschreiner bei "Initial". "Und wir sind der Stadt natürlich sehr dankbar, dass sie uns diese große Fläche hier in der Rahel-Straus-Straße zur Verfügung gestellt hat. Hier ist genug Platz, hier kann das Projekt auch wachsen, wenn das Interesse wächst."

Großer Garten in Wolfartsweier

Finanziert wird da Projekt im Übrigen mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds. Ansonsten ist alles im neuen "Stadtgarten" original "Initial" - von den Pflanzen bis hin zu den Holzkübeln, in denen angebaut wird. Denn die werden in der hauseigenen Schreinerei hergestellt. Und auch dafür, dass der "Soziale Garten" in Wolfartsweier, das "Initial"-Restaurant "Thali" und die anderen Projekte für Langzeitarbeitslose und Suchtkranke noch bekannter werden in Karlsruhe, soll der neue Garten in der Südoststadt sorgen.

Im Rahmen der Aktion "Offene Pforte" ist der "Soziale Garten" in Wolfartsweier übrigens am Samstag, 19. Juli, bis 17 Uhr für die Bevölkerung geöffnet.

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Kommentare (6)
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  •   froschi
    (63 Beiträge)

    21.07.2014 10:25 Uhr
    Südstadt - nicht Südoststadt
    Als alter Südstadt-Indianer regt es mich auf, wenn immer wieder von einer angeblichen "Südoststadt" die Rede ist. Die Rahel-Straus-Straße gehört zur Südstadt! Das dort früher befindliche Bahnbetriebswerk und der Güterbahnhof gehörte auch zur Südstadt. Dies Südstadt ging schon immer und geht heute noch bis zur Kriegsstraße/Ludwig-Erhard-Allee und grenzt dort an die Oststadt.

    Zum eigentlichen Thema: Ich finde, dass der "Soziale Garten" von Initial und die anderen Stadgärtner-Flächen der "Fächergärtner" eine gute Sache sind.
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  • unbekannt
    (2169 Beiträge)

    19.07.2014 17:28 Uhr
    Eine vernünftige
    Eingliederungsmaßnahme,da könnten sich die Argen der Republik eine Scheibe von Abschneiden,falls es stimmen sollte war in letzter Zeit wieder durch die Medien geisterte.
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  • unbekannt
    (138 Beiträge)

    19.07.2014 12:50 Uhr
    gute Idee
    wahrscheinlich kommen aber gleich die Ewiggestrigen und meinen Flüchtlinge könnten auch gärtnern oder gar Wohnungen renovieren.
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  •   kaufdirmaleingrundgesetz
    (448 Beiträge)

    19.07.2014 17:31 Uhr
    Hören sie doch mal auf zu blöken.
    Erst schreien wenn es weh tut.
    Sind sie nicht derjenige, der gestern behauptet hat seine Kinder gingen in die Privatschule und dorst wären auch Kinder aus "Armish" Familien?
    Zur Info: Amish People.
    Die Amischen legen großen Wert auf Gemeinschaft und Abgeschiedenheit von der Außenwelt. Deshalb wage ich ihre Behauptung zu bezweifeln.
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  •   Waterman
    (6370 Beiträge)

    20.07.2014 19:29 Uhr
    Kauf Dir mal ein Satirelehrbuch
    Der Wölfi macht Satire auf höggschdem Niveau...

    Viel besser als der selbsternannte Foren-Satiriker grinsen
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  •   motzmann
    (477 Beiträge)

    19.07.2014 16:31 Uhr
    nene...aber.
    ..ERNTEN..
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