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Karlsruhe 3G-Regel in Bus und Bahn: Wie will der Karlsruher Verkehrsverbund die neuen Corona-Regeln durchsetzen?

Wer in Karlsruhe Bus- oder Bahn fahren möchte, muss seit Mitte der Woche gegen Corona geimpft, getestet oder davon genesen sein. Andernfalls begehe der Fahrgast eine Straftat und muss möglicherweise empfindliche Bußgelder zahlen. Doch welche Höhe diese Gelder erreichen könnten und wie genau der 3G-Status kontrolliert werden solle - Alexander Pischon erklärt, was schon beschlossen ist und was nicht.

Seit 24. November ist die 3G-Regel nun auch im öffentlichen Verkehr Karlsruhes wirksam. Das wirft einige Fragen auf, allen voran die wie der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) die Einhaltung dieser von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahme durchsetzen möchte. Tatsächlich seien dabei immer noch einige Faktoren zu klären, bei anderen wiederum, müsse man sich nach den personellen Kapazitäten des KVV richten.

"Wir können Busse und Bahnen nur stichprobenartig kontrollieren", sagt Alexander Pischon, kaufmännischer Geschäftsführer des KVV. "Andere Optionen sind kaum realistisch. Wenn wir jeden einzelnen Fahrgast von den Bus- oder Bahnfahrern kontrollieren lassen, werden wir nicht nur die Aufgabenbereiche der Fahrer überschreiten, wir würden auch den Verkehr massiv aufhalten", erklärt er.

Alexander Pischon, kaufmännischer Geschäftsführer des Karlsruher Verkehrsverbundes.
Alexander Pischon, kaufmännischer Geschäftsführer des Karlsruher Verkehrsverbundes. | Bild: Lars Notararigo

Es soll also ähnlich der regulären Fahrscheinkontrolle immer wieder zu unangekündigten Überprüfungen kommen. "Wir werden zu diesem Zweck eng mit der Polizei und dem Ordnungsamt zusammenarbeiten und stehen bereits in regem Kontakt", so der KVV-Chef. "Vielleicht wird es auch mal eine große Kontrollaktion geben, aber da haben wir noch kein Konzept ausgearbeitet." Wo die Planung ebenfalls noch nicht abgeschlossen ist, sei in puncto Bußgeld.

"Die genaue Höhe des Bußgeldes, sollte jemand ohne Impf-, Genesungs- oder Testbescheinigung erscheinen, wird vom Land festgelegt. Momentan können wir also keine verbindlichen Aussagen darüber treffen", meint Pischon. Auch ob die Strafzahlungen in einem ähnlichen Bereich wie das Fahren ohne Maske liegen solle - nämlich bei 100 Euro - könne derzeit noch nicht vorausgesagt werden.

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  •   FG1961
    (532 Beiträge)

    25.11.2021 17:22 Uhr
    Abschreckungstheorie
    Im Strafrecht sollen die angedrohten Sanktionen (Geldstrafe, Haftstrafe) potentielle Täter (auch) von Angriffen auf geschützte Rechtsgüter abhalten. Gemäß der Abschreckungstheorie in der Strafrechtsphilosophie muss, damit die Strafandrohung wirksam sei, die Strafe, wenigstens manchmal, tatsächlich verhängt werden. Strafzwecktheorien.
    [Quelle Wikipedia]
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  •   andip
    (11284 Beiträge)

    25.11.2021 13:42 Uhr
    "Wieso werden diese 3G+ Kriterien nicht im Nahverkehr angewendet"
    Die Antwort ist relativ einfach.
    Den Zugang zum Weihnachtsmarkt kann man kontrollieren, den Zugang zum ÖPNV nicht.
    Daher kann man da nur stichprobenartig kontrollieren.
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  •   IchKA
    (1200 Beiträge)

    25.11.2021 13:37 Uhr
    Wollte heute auf den Weihnachtsmarkt
    menschenleer dort, Marktplatz und Friedrichsplatz. Bin 3 mal geimpft und trotzdem Test verlangt. Im Testzentrum Kaisertraße Schlange von fast 100 Metern. Hab dann auf die Thüringer verzichtet.

    Die Frage ist; Wieso werden diese 3G+ Kriterien nicht im Nahverkehr angewendet, dort wo es doch viel enger zugeht und nicht im Freien ist und damit die Ansteckungsgefahr größer als draussen.

    Pischon zu Kontrolle:
    "Wir werden zu diesem Zweck eng mit der Polizei und dem Ordnungsamt zusammenarbeiten und stehen bereits in regem Kontakt", so der KVV-Chef. "Vielleicht wird es auch mal eine große Kontrollaktion geben, aber da haben wir noch kein Konzept ausgearbeitet."

    Na danke Herr Pischon, Sie stehen ja bereits in regem Kontakt. Schlafen Sie weiter ...
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  •   Chris23
    (751 Beiträge)

    25.11.2021 13:59 Uhr
    Bedeutung
    Der Nahverkehr ist viel bedeutener als der Weihnachtsmarkt, wenn du von Nahverkehr ausgeschlossen bist kommen viele beispielsweise nicht mehr zu dem Testzentrum (oder zum Einkaufen oder zur Arbeit)

    Beim Nahverkehr ist aber auch die Kontaktzeit kürzer, was in der Regel auch ein faktor ist bei dem Übertragen.
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  •   lynx1984
    (3448 Beiträge)

    25.11.2021 11:55 Uhr
    Wird lustig werden
    In den nächsten Tagen gibt es bestimmt Berichte von irgendwelchen renitenten Personen die IHRE Reise fahren wollen, obwohl sie nicht 3G einhalten können oder vorweisen möchten. Das wird dann interessant werden, ob man die Personen dann aus dem ICE zerrt und die Weiterfahrt so lange aufhält.
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  •   shadowcat45
    (21 Beiträge)

    25.11.2021 17:13 Uhr
    auch im Fernverkehr der Deutschen Bahn
    wird nur Stichprobenartig kontrolliert. Ist laut dem GDL Chef ja nicht die Aufgabe des Zugpersonals, die haben schon mit den Masken-Verweigerern einen schwierigeren Job.
    Ich kam bereits in den Genuss eines Selbstversuches im ICE: Fahrkarte wurde kontrolliert, 3G nicht
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  •   Prof.Baerlapp
    (809 Beiträge)

    25.11.2021 17:24 Uhr
    Bei der Deutschen Bahn
    soll, so habe ich es gelesen, das Zugpersonal auch gar nicht für die 3G-Nachweise zuständig sein, sondern der unternehmenseigene Sicherheitsdienst. Die Kontrollen können daher nur in begrenztem Umfang auf einzelnen Verbindungen erfolgen.

    Und angeblich sollen Personen ohne Nachweis auch lediglich zum Verlassen des Zuges am nächsten Bahnhof aufgefordert werden, d.h. wenn sie nicht anfangen zu diskutieren werden keine Personalien aufgenommen. Die Betreffenden können im Prinzip dann einfach wieder in den nächsten Zug einsteigen, ohne dass etwas passiert.
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  •   Chris23
    (751 Beiträge)

    25.11.2021 12:20 Uhr
    Ich denke eher ...
    ... Es wird berichte geben, von irgendwelchen Leuten die aus halbwegs normalen Gründen ihren Nachweis verloren haben (akku alle, handy defekt, handtasche geklaut ...) , und dann keine Chance mehr haben nach Hause zu kommen.
    Was ist für Leute die wie ich auf dem Land leben und mit dem Bus/Bahn zur Teststation (ok ich hab eine Teststelle vor der Tür und würde sie dank Impfung nicht brauchen) ... Wenn du nicht gut zur Fuß ist, könnte es die Situation auch in der Stadt zutreffen. Wenn du dann die Bahn/Bus brauchst, und sei es nur um dich zu versorgen ... Wie macht man das? Und bei Busfahrten könnte evtl eine permanente Kontrolle von Verkehrsbetrieben umgesetzt werden.
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