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Karlsruhe 2015 beantragt, bis heute nicht umgesetzt: Durlacher SPD fordert zeitnahes Konzept für weniger Verkehr in der Dornwaldsiedlung

Bereits im Jahr 2015 stellte die Durlacher SPD im Ortschaftsrat den Antrag auf konkrete Planungen zur Verkehrsberuhigung in der Dornwaldsiedlung, genauer in der Johann-Strauß-Straße. Verkehrsberuhigende Maßnahmen werden dort, so ist sich die SPD sicher, spätestens mit der Inbetriebnahme der neuen dm-Zentrale notwendig. Installiert werden sollten sie aber wenn möglich schon vorher, damit die Anwohner der Siedlung nicht durch zusätzlichen Verkehr belastet werden.

Man müsse, so die SPD, den zu erwartenden täglichen Zu- und Abfahrtsverkehr zur dm-Zentrale von der Dornwaldsiedlung fernhalten. Dem Antrag wurde damals entsprochen, eine Planung in der Folge erarbeitet - ein konkreter Verwirklichungstermin wurde bisher aber noch nicht bekannt gegeben. Grund genug für die Durlacher SPD, nun mit einem neuerlichen Antrag nachzuhaken.

Antrag 2015, 2016 Konzept vorgestellt, Zeitplan zur Umsetzung fehlt bisher

"Der Antrag auf die verkehrsberuhigenden Maßnahmen wurde von uns im Herbst 2015 gestellt, ihm wurde entsprochen. Im Februar 2016 wurden die Ortschaftsräte darüber informiert, eine Planung vorgestellt. Mittlerweile ist März 2019 und es hat sich nichts getan", sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende im Durlacher Ortschaftsrat, Jan-Dirk Rausch, im Gespräch mit ka-news. 

"Es ist zum einen unerlässlich, dass Beschlüsse nicht nur gut geheißen, sondern auch umgesetzt werden und zum anderen sollen die Maßnahmen gerade bewirken, dass der Verkehr von und zu dm von Anfang an nicht durch die Dornwaldsiedlung fließt", begründet er den Zeitpunkt und die Notwendigkeit des Antrags.

Dornwald- und Untermühlsiedlung
Dornwald- und Untermühlsiedlung | Bild: Paul Needham

Darin spricht die SPD außerdem von finanziellen und personellen Mitteln die zur Umsetzung der verkehrsberuhigenden Maßnahmen benötig werden und bereitgestellt werden müssen: "Es geht unter anderem um die Verengung der Fahrbahn der Johann-Strauß-Straße, eine Verbreiterung und verbesserte Führung des Gehwegs, eine Baumreihe auf Höhe der Lortzingstraße und einen veränderten Straßenbelag."

"Der finanzielle Aufwand erscheint überschaubar"

Rausch erklärt: "Dies sind die Pläne der Stadtverwaltung in Abstimmung zwischen Stadtplanungsamt, Tiefbauamt, Verkehrsbetriebe und Polizeipräsidium Karlsruhe, die man uns vorgestellt hat, und die auch auf große Zustimmung gestoßen sind. Der finanzielle Aufwand erscheint überschaubar."

Dornwaldsiedlung
Dornwaldsiedlung | Bild: Paul Needham

Es sei nun notwendig, dafür zu sorgen, dass diese Maßnahmen so rechtzeitig verwirklicht werden, dass von Anfang an keine zusätzliche Belastung für die Dornwaldsiedlung entsteht. Insbesondere soll verhindert werden, dass nach der Eröffnung der dm-Zentrale ein Gewöhnungseffekt eintritt, obwohl über die alte Umgehungsstraße eine adäquate Zufahrtsmöglichkeit geplant sei.

Auch mit dm - kein einziges Fahrzeug mehr in der Dornwaldsiedlung

Anwohner befürchten, dass mit dm auch der Verkehrsinfarkt für die Dornwald- und die Untermühlsiedlung kommt
Anwohner befürchten, dass mit dm auch der Verkehrsinfarkt für die Dornwald- und die Untermühlsiedlung kommt | Bild: Paul Needham

Warum nun aber die Forderung nach der Umsetzung schon vor der dm-Eröffnung? Wäre es nicht sinnvoller abzuwarten, wie genau sich die Verkehrsströme mit der Eröffnung der dm-Zentrale entwickeln, um dann gezielt zu steuern? "Berechnungen zur Entwicklung der Verkehrsströme sind uns schon vor längerer Zeit vorgestellt worden", meint Rausch im Gespräch mit ka-news.

Dornwald- und Untermühlsiedlung
Dornwald- und Untermühlsiedlung | Bild: Paul Needham

"Ziel ist es, dass nicht ein einziges Kraftfahrzeug, das zur dm-Zentrale will, durch die Dornwaldsiedlung fährt. Es handelt sich hier um ein Wohngebiet, in dem ein solches Verkehrsaufkommen nichts zu suchen hat. Die dm-Zentrale ist auf andere Weise hinreichend an den Kfz-Verkehr angeschlossen", so die Meinung der Durlacher SPD.

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  •   silberahorn
    (11034 Beiträge)

    29.03.2019 07:40 Uhr
    In Richtung SPD
    sollte man in Karlsruhe lieber gar nichts sagen, auch wenn es nur angebrachte Kritik ist. Für die ist das klar, dass so etwas nur ein "geistig Verwirrter", oder ein Rechtsredikaler, oder AFD-Wähler machen kann.
    Loben darf man sie aber.
    Die Verkehrssituation vor der Schillerschule hat damals den dort als Lehrer arbeitenden und späteren Bürgermeister Denecken auch nicht gestört (60.000 PKW/Tag und ständige Unfälle durch Autos, die an die Wand knallten). Er kam wahrscheinlich mit dem Auto und nicht zu Fuß, wie die Schüler. Dumme Sprüche und Vergleiche mit Italien hat er damals auch noch gebracht. Aber die SPD hat ihn geliebt und unterstützt.
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  •   malerdoerfler
    (6058 Beiträge)

    28.03.2019 18:48 Uhr
    Autos suchen sich ihre Wege......
    ....und wenn es durch diese Siedlung sein müsste.

    So gesehen macht es Sinn dies zu beschränken.
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  •   dipfele
    (5976 Beiträge)

    29.03.2019 14:02 Uhr
    Gleichzeitig aber....
    ….wird der Zugang zur Haltestelle für die fahrgäste erschwert, was offiziell als "barrierefrei" verkauft wird. Vor dem Umbau konnte die Haltestelle autoverkehrsfrei erreicht werden. Jetzt müssen die 6 Meter Höhenunterschied über eine ellenlange Rampenanlage und in den Böschungen liegende Treppen erreicht werden. Hintergrund dieser 2,2 Mio teuren Verschlechterung ist ein neuer Fahrzeugübergang über die Gleise, damit die anthroposophischen dm Mitarbeiter direkt von der BAB in das Parkhaus einfahren können. Der bremst dann die Bahnen aus. Das vielleicht auch ein Teil der dmler mit der Bahn kommen könnte, wurde wohl eher nicht in Erwägung gezogen. Rein optisch erscheint das Parkhaus grösser als der Verwaltungsbau. Ein Anreiz die Bahn zu benutzen, hätte die Installation eines Aufzuges gebracht. Der wäre sogar subventioniert worden. Aber wenn Herr Mentrup einmal nein sagt, dann bleibt es beim Nein.
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  •   Dr_Harald_Stippenkoetter
    (42 Beiträge)

    01.04.2019 09:34 Uhr
    zu klein
    Das Parkhaus ist deutlich zu klein für die Arbeitsplätze, die dort geschaffen wurden, wird gemunkelt. Von daher ist eher davon auszugehen, dass auch mal P-Suchende unterwegs sein werden.
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