Karlsruhe/Pforzheim Ansammlungen in der Nacht: In Pforzheim und Karlsruhe musste die Polizei einschreiten

In Pforzheim haben sich am Wochenende über 130 Personen in der Innenstadt versammelt. Nach der Schließung einer Gaststätte aufgrund von Ruhestörung wurde der Krawall gegen die Beamten laut. Auch in Karlsruhe musste die Polizei bei einer Auseinandersetzung einschreiten.

Karlsruhe: Zwei Gruppen kommen sich in die Quere

In der Nacht auf Sonntag kam es auf dem Karlsruher Schlossvorplatz zu einer handfesten Auseinandersetzung zweier Personengruppen. Das gibt die Polizei in einer Pressemeldung bekannt.

Am späten Samstagabend befand sich eine größere Studentengruppe auf dem Schlossvorplatz, um dort ein Gesellschaftsspiel zu spielen. Ihre Fahrräder, Rucksäcke und Getränkekisten hatten Sie etwas abseits abgestellt.

Der kommunale Ordnungsdienst (KOD).
(Symbolbild) | Bild: Archiv/Paul Needham

"Gegen Mitternacht kam eine zweite Gruppe junger Männer und Frauen hinzu, die zunächst das Spiel störten, dann aber vorerst weiterzogen", schreibt die Polizei. Nach kurzer Zeit kehrte diese zweite Gruppe jedoch zurück und bediente sich an den abgestellten Getränken und durchsuchte die Rucksäcke.

Als sie daraufhin von der Studentengruppe angesprochen wurden, reagierten diese aggressiv und einige aus der Gruppe gingen auf die Studenten los. Hierbei kam es zu mehreren Körperverletzungsdelikten. Die Täter ergriffen die Flucht, konnten von der Polizei jedoch vorläufig festgenommen werden. Die drei Beschuldigten im Alter zwischen 18 und 19 Jahren werden sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten müssen.

Pforzheim: Randale gegen die Polizei

Auch in Pforzheim kam es in der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen 2.40 Uhr zu einem größeren Polizeieinsatz. Zunächst musste eine Gaststätte in der Anshelmstraße aufgrund ruhestörenden Lärms geschlossen werden. Die zum Teil stark alkoholisierten Gäste und der Betreiber verhielten sich gegenüber den einschreitenden Beamten sehr aggressiv und provozierend.

(Symbolbild) | Bild: Thomas Riedel

Anschließend begaben sich die Gäste in Richtung Innenstadt und versammelten sich am Schloßberg. Im Rahmen von weiteren Gaststättenkontrollen wurden erhebliche Verstöße gegen die Corona-Verordnung festgestellt, weshalb rund um den Schloßberg drei Lokalitäten und in der Grünstraße ein Vereinsheim geschlossen werden mussten.

"Dies führte dazu, dass sich in der Folge am Schloßberg etwa 130 Personen versammelten, die sich den Maßnahmen der Polizei gegenüber sehr uneinsichtig verhielten", schreibt die Polizei. Weiter heißt es: "Die Einsatzkräfte wurden als Rassisten beschimpft und mit dem Vorwurf konfrontiert, dass man die Maßnahmen nur treffe, weil man gegen "Schwarze" und "Ausländer" sei. In der Ansammlung befanden sich Personen mit Migrationshintergrund, Schwarzafrikaner und Deutsche."

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