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Karlsruhe Karlsruher Paracelsus-Klinik: "Gravierende Mängel" bei der Hygiene

Beim Aufbereiten von Sterilgut wie OP-Instrumenten hat es an der Paracelsus-Klinik Karlsruhe gravierende Mängel gegeben. Die zentrale Sterilisationsabteilung sei daher geschlossen worden, berichtete der "Mannheimer Morgen" (Mittwoch).

Das 155-Betten-Haus habe für das Aufbereiten von chirurgischen Instrumenten vorübergehend einen externen Dienstleister engagiert. Das Regierungspräsidium Karlsruhe teilte dem Blatt mit, eine Delegation der Kontrollbehörde habe vor dreieinhalb Wochen "gravierende Mängel" festgestellt - bei einer Routinebegehung.

Das Krankenhaus will nach eigenen Angaben nun die hauseigene Sterilisationsanlage umbauen. Die Paracelsus-Klinik Karlsruhe gehört zu den Paracelsus-Kliniken Deutschland, einer der großen privaten deutschen Klinikträger. Zuletzt hatten Hygienemängel am Mannheimer Uniklinikum für Schlagzeilen gesorgt.

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Kommentare (25)
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  •   Der_Alex
    (921 Beiträge)

    06.08.2015 09:34 Uhr
    Da hier ...
    ... durch jemand von der Paracelsus-Klinik mitgelesen wird, bin ich jetzt mal gespannt, ob ich eine Antwort kriege.

    Also, da Sie hier ja in allen Posts betonen, wie wichtig in Ihrem Haus die Hygiene genommen wird, können Sie doch sicher herzu etwas sagen:

    Dass erhöhte Patientenzahlen zu Engpässen bei der Sterilgutversorgung führen können, ist klar, aber wenn es ein vernünftiges Hygienemanagement gegeben hätte, wäre das gleich aufgefallen und man hätte auch ohne den Hinweis der Behörden entsprechend reagieren und z.B. von sich aus auf externe Dienstleister im Sterilgutmanagement zurückgreifen können. Dies ist, wie man dem Artikel entnehmen kann, nicht passiert, also haben Sie fahrlässig die Gesundheit und letztlich damit das Leben der Patienten aufs Spiel gesetzt. Wenn es Ihrer Aussage nach nicht zu erhöhten Infektionsraten gekommen ist, dann war das wohl schlichtweg Glück!
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  •   Captain_Haddock
    (52 Beiträge)

    05.08.2015 15:57 Uhr
    ...
    Der Klinikchef müsste/sollte in so einem Fall ebenfalls den Stuhl räumen. Der der ist der mit der höchsten Verantwortung. Die "Controller" usw. machen was ihr Chef sagt. Wenn dem die Ergebnisse nicht passen und er sie abbügelt oder verschweigt, bleibt denen letztlich nur der Gang an die Öffentlichkeit. Und das bedeutet vielleicht quälende juristische Auseinandersetzungen und Arbeitslosigkeit für immer. Wie gesagt, das ist letztlich kein Krankenhausproblem, sondern ein gesellschaftliches Problem. Gäbe es insgesamt mehr Solidarität in der Gesellschaft, wären in den letzten Jahren zig solcher Hygieneskandale aufgedeckt worden.
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  •   Captain_Haddock
    (52 Beiträge)

    05.08.2015 15:59 Uhr
    Bitte löschen...
    ...Doppelpost.
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  •   DreiFragezeichen
    (1402 Beiträge)

    05.08.2015 14:12 Uhr
    Schön, dass sich die Paracelsus-Klinik hier zu Wort meldet.
    Die Begründung für die Maßnahmen "... da es unter anderem deutlich mehr Patienten im Vergleich zu den Vorjahren gab ..." und "... kapazitive und räumliche Engpässe ..." kann ich allerdings nicht gelten lassen.
    Wieviel Patienten mehr waren es denn (in Prozent)? Und wieso behandelt man mehr Patienten als es die Kapazität und die Räumlichkeiten erlauben?

    Ich vermute eher, es lag an einer betriebswirtschaftlich vorgegebenen Anordnung, die Fallzahlen zu steigern.
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  •   Captain_Haddock
    (52 Beiträge)

    05.08.2015 15:46 Uhr
    Hinzu kommt noch...
    ...dass u.a. aus den oben genannten Gründen 1. Hygienekontrollen in Krankenhäusern angemeldet werden und nicht unangekündigt stattfinden.

    2. Dass das vorhandene Personal immer mehr Zeitdruck hat und folglich Hygiene unabsichtlich vernachlässigt wird. Und teilweise kommt das Personal auch selbst krank zur Arbeit (wie heutzutage generell "üblich").

    3. Leiharbeit auch in Krankenhäuser längst Einzug gehalten hat.

    4. Krankenhauswäsche nicht mehr im Haus gewaschen wird, sondern x Kilometer zu einem weit entfernten Dienstleister und wieder zurück gekarrt wird. Usw...
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  •   Captain_Haddock
    (52 Beiträge)

    05.08.2015 15:32 Uhr
    Einserseits, andererseits
    Erstmal finde ich es grundsätzlich auch gut, dass sich die Paracelsusklinik hier selbst zu Wort meldet. Andererseits kann man die Phrasen aus der PR/Öffentlichkeitsarbeit das Klo runterspülen!

    Das Problem ist aber nicht Paracelsusklinik in Durlach oder die Uniklinik in Mannheim. Hygienemängel gibt in annähernd allen deutschen Krankenhäusern. Gute Hygiene kostet - Material - und v.a. Personal.

    Es liegt an der (Gesundheits)Politik, an den Krankenkassen, den Ärzteverbänden, am Wirtschaftssystem, an der Gesellschaft. Hygiene(personal) - ja, höchste Standards - ja, aber es soll/darf bitte nichts kosten. Krankenhäuser werden (politisch) nicht mehr als notwendige, gemeinnützige, öffentliche Versorgung gesehen, sondern als knallharte Wirtschaftunternehmen, die in Konkurrenz stehen und möglichst gute Gewinne erwirtschaften sollen. Und wie gesagt, dass das so ist, liegt nicht an den Krankenhäusern alleine.

    Auf der Strecke bleiben Patienten und auch das Personal!
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  •   Muslima
    (71 Beiträge)

    05.08.2015 12:30 Uhr
    Nur das Sterilgut??
    Wurden auch die Stationen kontrolliert? Das Haus ist eine Einzige Katastrophe. Alles veraltet. Die Stationen wurden zwar renoviert aber für Sauberkeit und Hygiene ist nicht viel Platz. Es gibt kaum Routine OP ohne Komplikationen bzw. zusätzliche Infektionen. Unsere Kunden kommen in einer schlechteren Verfassung nach Hause als sie rein gegangen sind. Es heißt nicht ohne Grund :" Es gehen 5 warme rein und 5 kalte wieder raus"!
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  •   ParacelsusKlinikKarlsruhe
    (7 Beiträge)

    05.08.2015 14:16 Uhr
    Sauberkeit und Hygiene
    Sehr geehrte Muslima,
    Sauberkeit und Hygiene sind in unserem Krankenhaus ein wichtiger Faktor. Wir arbeiten eng mit dem Zentralinstitut für Krankenhaushygiene der Paracelsus-Kliniken zusammen. Uns ist bis heute nichts bekannt, was auf eine erhöhte Infektionsrate durch selbst aufbereitete Medizinprodukte hinweist. Dies wurde auch durch wiederholte externe Untersuchungen festgestellt.
    Wir nehmen Ihre Kritik sehr ernst und sollten Sie oder Ihre Kunden konkrete Mängel feststellen, melden Sie sich bitte direkt bei uns in der Klinik (karlsruhe@paracelsus-kliniken.de) und wir gehen der Sache nach.
    Ihre Paracelsus-Kliniken
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  •   Schaniel
    (1 Beiträge)

    05.08.2015 12:49 Uhr
    Schade
    Leider haben wir vorher nicht gewusst, dass das Krankenhaus so einen schlechten Ruf hat. Unsere Mutter ist nach einer Hüftoperation (die gut verlief) und wochenlangem Aufenthalt aufgrund einer Wundinfektion gestorben. Zuvor wurde sie noch nach Ludwigshafen abgeschoben, weil sie in Durlach nicht mehr mit der Situation fertig wurden. Angeblich hätte sie bereits etwas im Körper gehabt/mitgebracht, wobei die Voruntersuchungen negativ ausfielen. Schlimm, wenn man einen an sich gesunden Menschen wegen sowas verliert.
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  •   ObenLang
    (2745 Beiträge)

    05.08.2015 18:46 Uhr
    Allein mir fehlt der Glaube an ...
    ... selbstkritische Ärzte, die Fehler ZUGEBEN.
    Ob es deren Versicherung verbietet oder der eigene "Stolz"?
    Machmal mag es "Schicksal" sein, wenn etwas schief geht, manchmal eben nicht...
    Neben den gefühlt null Chancen fällt in Trauer der Gang zum Anwalt doppelt schwer.

    Interessant fand ich, als nach einem Eingriff (zufällig in dieser Klinik) der Arzt ziemlich sauer war, dass ein niedergelassener Kollege aufrund der Komplikationen weitere Untersuchungen veranlasst hat.

    Ich denke, dass das Wohl des Kunden / Patientien wichtiger sein muss als "Befindlichkeiten"!
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